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Teitung der Novitäten und Anfiehten.

Theater.

Wien(25. Juni). Mad. Schrö⸗ der gaſtirte ſeit meinem lezten Verich⸗ te wieder zwei Mal mit ungetheiltem Beifalle, inMackbeth, dann in Got⸗ ter's MelodramMedea und Hou waldsSühnung. Das Repertoir der Hofbühne ward durch zwei Novitä ten bereichert.Haß und Liebe, Luſt⸗ ſpiel in 2 Akten nach Scribe von C. W. Koch, unddie(2) weiße Peke⸗ ſche, Poſſe in 1 Akt von C. Töpfer. C. W. Koch iſt zu rühmlich als Ueber⸗ ſezer bekannt, als daß es nöthig wäre, über die Art der Vearbeitung ein Wort zu verlieren, aber das Sujet ſelbſt ſſen wir unbedingt als unwürdig und inde zent verwerfen. Neben un⸗ ſern, obwohl nur wenig en, deut⸗ ſchen Luſtſpielen können ſolche Produkte franzöſiſcher Frivolität nur Ekel erregen. Wir bedauern, daß Herr Koch nicht eine entſprechendere Piece zur Bearbeitung gewählt, da die Durchführung meiſterhaft genannt werden muß. Die zweite Piece hat ei⸗ nen verbrauchten Gedanken zur Grund⸗ lage, der in:Zwei Freunde und ein Rok ſchon beſſer benüzt wurde. Die beifällige Aufnahme beider Stüke iſt den vereinten Bemühungen der Damen Poller und Piſtor und der Herren we, Lukas, Wilhelmi und zum Theile des Hrn. Herzfeld zuzuſchreiben. Im Hofoperntheater erſchien ein neues Ballet:Die abgeſchafften Va⸗ chanalien und ſprach an. Hr. Wild und Mad. Ernſt erſezen nach und nach, ſelbſt bei den Enthuſiaſten, die italien. Sän⸗ ger. Im Theater in der Joſeph⸗ ſtabt gefällt Mad. Fiſcher-Achten und Mad. Pohl⸗Veiſteiner. Im Leopold⸗ ſtaͤdtertheater ſahen wir Angel y's:Un⸗

ter Sieben die Häßlichter. Hr. Haus⸗ mann feierte als Verwalter Ambroſi einen wahren Triumph. Klaſſiſche Käl te(2) und Wahrheit machten dieſe Lei ſtung zu einer der vorzüglichſten dieſes Künſtlers. Hr. Quandt ſtand ihm würdig zur Seite. Im Theater an der Wien iſt gar nichts zu ſehen. Adiaphoros.

Miszellen.

London. Der berühmte engli⸗ ſche Mechaniker Stephenſon, der zuerſt die Dampfmaſchine zur Forbewegung auf Straßen anwandte, hat mehrmals geäußert, er werde nicht eher ruhen, bis man von London nach Liverpool (vierzig deutſche Meilen weit) in zwei Stunden fahren könne. M.

Wien. Vor einigen Tagen er⸗ eignete ſich in einer Vorſtadt Wien's (Leopoldſtadt) ein ſehr trauriger Zu⸗ fall. Zwei Fleiſcherknechte zankten ſich während des Fleiſchausſchrottens ſehr heftig, und der Eine reizte den An⸗ deren ſo lange, bis dieſer, ſeiner vor Zorn nicht mehr mächtig, das Beil nach jenem ſchleuderte. Unglükſeliger⸗ weiſe traf das Beil den Lehrburſchen und ſchmetterte ihm das Haupt entzwei. Doch gibt man Hoffnung zu ſeiner Ret⸗ tung. Im Heiligenſtadt, einem Dor⸗ fe nächſt Wien, wollte ſich ein Jüng⸗ ling auf dem Grabe ſeiner jüngſt ver ſtorbenen Geliebten das Leben nehmen; allein der Schuß ging zum Munde hinein und durch das linke Auge her⸗ aus. Auch dieſer Unglükliche ſoll wie⸗ der hergeſtellt werden. A.

Wien. Die vereinte Kunſtrei⸗ tergeſellſchaft der Mad. de Bach und des Hrn. Guerra hat vorigen Sanntag ein wahres Kunſtſtükchen auszuführen be⸗ liebt. Die Produktion im k. k. Bel⸗