Jahrgang 
Band 1 (1835)
Seite
393
 
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Kunst, Eleganz und Mode.

(Achter Jahrgang.)

Halblähriger Preis 4 fl., mit freier Poßtzu⸗ 2 Man pränumerirt im gommiſſtonsamt zu Ofen ſendung 5 fl. Auf Velinvapter mit erſten 2(Feſtungsauffahrt), in Ferd. Tomalas Kunſthand⸗ Kupferabdrilten 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M. J lung zu Peſth und bei allen t. t. Poſtämtern,

Da mit dieſem Monat das halbjährige Abonnement auf dieſe Blät⸗ ter zu Ende geht, ſo erſuchen wir höoͤflichſt, die Beſtellungen auf das kommende halbe Jahr, vom 1. Juli bis Ende Dezember, bei Zeiten zu machen, damit wir die Auflage gehörig beſtimmen konnen. Wir verweiſen übrigens auf den bereits erſchienenen Proſpektus und empfeh⸗ len ihn einer geneigten Durchſicht. Red.

Die Pariſer Kaufladen.

Wer in ſeinem Leben niemals veranlaßt worden, nach Paris zu reiſen, kann ſich ſchwerlich eine genügende Vorſtellung von der Menge und Pracht der hieſigen Kaufladen machen, und Keiner, welcher dieſe ſchöne und merkwürdige Stadt beſucht, wird ſo leicht wieder den Eindruk vergeſſen, welchen das eigen thümliche und glänzende Aeußere dieſer Gewölbe auf ihn bervorgebracht. Man kann die Zahl derſelben auf 50,000 anſchlagen, denn ich kenne in den bevöl⸗ kerten Stadttheilen nicht ein einziges Haus, deſſen Erdgeſchoß nicht wenigſtens einen oder mehrere Laden enthielte. Ehemals waren die Buden des Palais royal faſt ausſchließlich wegen ihres Glanzes und Reichthums berühmt; heuti⸗ ges Tags trifft man jedoch in den wohlhabenden Stadtvierteln, wie in dem Quartier der Chauſſé d' Antin, der Tuilerien, und beſonders in den zahlrei chen Durchgängen eine Menge Laden, welche denen des Palals-royal hinſichtlich ihrer innern und äußern Ausſtattung durchaus in nichts nachſtehen und Alles bieten, was der ungemeſſenſte Luxus nur fordern mag.

Die innere Einrichtung dieſer Waarenbuden iſt im Allgemeinen äußerſt geſchmak voll und prächtig. Die zum Verkauf ausgelegten Waaren ſind meiſtens mit ſolchem Kunſtſinn geordnet, daß man glauben ſollte, die Pariſer Kaufleute

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