Jahrgang 
Band 1 (1835)
Seite
200
 
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Lelb hatten; die Einen waren mit ſchwarzen,

dle Andern mit farbigen Bandſchlelfen geſterk⸗ Efne fehr ſchöͤne lezten Freftag in ders Oper

gesehene Tollette beſtand aus einem ſchwar ·

gen Atlasklelde mit einem geſpizten n und dra pirten Leibe. Die Draperken waren in der

Mitte der Bruſt durch elne große, ſehr künſt⸗

lich gefaßte Diamanten ⸗Schließe gehalten woran eine Diamantenkette hing, die am Ende der Falten der Draperken, in der Mitte des Leibes, eine zweite Diamanten ⸗Schließe aufnahm, von welcher abermals eine Dla⸗ mantenkette ausging und ſich durch elne lezte Schlleße endigte, die auf der Binde änge⸗ bracht und woran Diamanten⸗Elcheln hingen. Kein anderes Geſchmeide miſchte ſich unter dieſe reiche Sinfachheit, wenn man etwa dle Koeffüre ausnimmt, die aus einer Toaue von

ſchwarzem Sammet beſtand, und ſeirwärts mit einem welßen Relger geziert war, an

deſſen Fuße ſich ein prächtiges Dlamantenbou⸗ quet befand, deren Zweige, Bläfter und Blu⸗ men mit einer mafeſtäktſchen Grazie grordnet waren. 2

2. Dle Turban theilen(hre Bellebthelt

mit den kleinen Hüten, dle uns ſchon ſo viel

zu ſprechen gaben, und die mau gewiß nicht

ohne Bedauken aufgeben wird, da ſie ſo vor theilhaft zum Geſichte ſtehen. Die lezten welche wir bemerkten, waren von grünem

oder blauem Sammet, mit einem Paradies⸗ vogel geztert.

3. Eine Sonder barkeit, die gewlſſen Ge⸗

ſchtern ſehr gut ſteht, iſt die Mode der ſchwar⸗ zen Turban, mit Gold und Edelſtelnen un⸗ termiſcht. Man ſah mehrere dleſe Woche.

4. Dle Megligce zeigt ſich nur in den

Familien⸗Reunkons. Dle allercinfachſte Ne⸗ gllgee find die Kleider von kllafarbigem oder malvengelbem Reps oder Atlas, ſchwarz oder weiß brochtrt. Man kann dieſen Stoff eben ſo zu Kleidern als zu Ueberröken verwenden.

8. Die geueſten Stoffe zu Frühllnak⸗ kleldern ſind Kklaſſe, farblg brbchirk auf wel⸗ ßem Grunde, die eben ſo neu als ſchön find. Dle Frühlingsſchärpen ind von gedruktem Ba⸗ tiſt oder gedrukter Wolle nut den verſchleden⸗ arktlgſten und eleganteſten Deffins. Auch ver⸗ fertigt man heuer Kletderſtoffe mit welßem,

worauf kürkiſche Deſſins den e Effekt hervorbringen.

dergeſtalt beizubringen, daß

Jorſheit der Formen, Glanz der Farben;

s Dit oelentallſche Male rei, ſagt das Journal des Deides et de,

Modes vom 10. Mäcg, ißt iezt ertichleden

im Schwange. Unßere Eleganks haben ſie in die Mode gebracht, und es gibt faſt telne Dame mehr, die ihr nicht zwel Stunden des Morgenk widmete, um ſich dete Kut in einigen Lettonen eigen iu machen. Elge jungt Dame, Mad Clement, iſt im Bee des Geheimuſſſes, dleſe Malerel ſelbſt Perſe⸗ nen, denen die Malerkunſt ganz fremd f

Zelt die Schöpfungen der geſchikteſten a0 rlſten und vollendetſten Zeichner mik alle

Lrichtigkelt der Umelffe, Durchſichtigkett und Schönheit des Tontz, täuschend nachzuahmen im Stande find, Zehn Lektionen ſind hinrel⸗ chend, um eine Perſon, die N a nie einen Erayon in der Hand batte, zum. Künſtler zu machen.(Bel dieser. Ge genhelt machen wir auf den felt Kurzem Peſth aeſenden Hrn. Jäger man auf⸗ merkſam, von dem im Spiegel vom 21 d. M. außfühel iche Erwähnung geschah err Jägermann lehrt die ortentaliſche Malerei in nur vler⸗ Stunden, und hat berells an in Peſid, ſo wie überall, mit dem beſten Er⸗ folge Schüler zu Melſtern geſchafßen. Er Unt mKönig Von Ungarn. Sto, Nr 9 5

Meobenbild. Nr. 18. pariſer Promenaden oder Blſtlenanfäge dom 10, Mär. El ner der Hüte iſt von malsgelbem aekepertem Sammer, it Bändern und blauen Gloken⸗ blumen gezlert. Der andere Hut 11 ven zem Gros de Naples mit Gaze, Bädern und einem weißen Schleltk gehlert. Ueberkbrke von Gros de Raplez mit Schutechen kelnge⸗ faßt und mit Bandſchleljen geſchloſſen, die mlt dem Klelde eine verſchledene Forde ba ben: Blau auf Bolz, Gelb auf Vloltk. Dit Pelerknen ſind rükwörtz rund, gehen fehr tief auf den Schultern blnat und haben 777 ne Spizen, die dle Blude aufnümmr. le Urbetröke ſind jwar zlemlich kang, laſfen

N 8 i 8 Ai feicken es lichtblauem und chamolsfarbigem Grunde i

hen die mir dem 1 klnen N Skoff haben. f

Herausgeber und Berleger Franz Wie ſe n.