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meine Kaſſe,“ ſagte er ihm in's Ohr. Friedrich geht an ſeinen Sekretär, nimmt ein Vortefeuille heraus, und ſtellte es dem Hrn. zu. Dieſer nimmt und unterſucht daſſelbe, gibt dem Kaſ⸗ ster 10,000 Fr. in Banko⸗Villets und ſagt zu ihm:„Mein lieber Freund, da nehmen Sie für die Gefälligkeit, die Sie mir erweiſen, indem Sie mich von meiner Frau befreien, die ſo leicht ihre Pflichten vergaß. Sie können mor⸗ gen nach Newyork reiſen, und ich mache Ihnen für dieſe Freihelt nur die ein⸗
zige Bedingung, daß Ste ſogleich ein
Billet unterzeichnen, das folgendermaſ⸗ ſen abge faßt iſt:„Ich, u. ſ. w. be⸗
enne, von dem Hrn. die Summe
von 10,000 Fr. für die Koſten zu mei⸗ ner Reiſe und der der Madame nach den Vereinigten Staaten bon Amerika empfangen zu haben.““ Fried⸗ rich unterzeichnete. Der Herr machte die Thüre zu, lleß anſpannen und verweilte nicht länger als 15 Minuten in Ha B.
Moden il bd. Nr. 13.
Parlſer Frühlings und Bi⸗ itenanzuge vom 8. März., Aklas⸗
hut. Ueberrot von Frühlings⸗Gros(gros de
Printemps).— Bonnet von glatter Tulle. Kleid von Organdie mit Wolle geſtikt.(Die⸗ ſebz ſchone Bild haben wir abermals n nur drelzehn Tagen, ſelt ſelnem Erſchelnen in Paris, geliefert,)
Kunſtanzeige. Me ſſt h.(Oriental iſche Malerei.) Der durch öſſentliche Blätter rühmlich
bekannte Hr. D. Jaeger ma an,
Lehrer der Bleiſtiftzeichgung, der ori⸗ entaliſchen und chineſiſchen Malerel, befindet ſich gegenwärtig in unſerer Stadt und bietet ſich an ſowohl Her⸗ ren und Damen als auch Kindern,
welche weder vom Zeichnen noch Malen einen Begriff haben, ſeine ſchöne Kunſt in nicht mehr als dier Stunden beizubringen. Wir haben mehrere Ar⸗ beiten des Orn. Jaegermann vor Au⸗ gen: Blumen, Obſt, vierfüßlge Thlere, Vögel, Schmetterlinge ze. auf Papier, Holz, Atlas oder Sammt gemalt, zeich⸗ nen ſich eben ſo wohl durch Wahrhelt und Natürlichkelt als durch eine luru⸗ riöſe Forbenpracht aus, und es dürfte
gewiß für Jedermann hoͤchſt erfreulich
ſein, ſich dieſe ſebr angenebme Kunſt mit ſo leichter Mühe und ſo geringen Koſten anzuelgnen. Hr. Jaegermann bat in England, Frankreich, der Schweiz, in den bedeutendſten Städten Deutſch⸗ lands und jüngſt erſt in Wien, Brünn und Preßburg dle ſchönſten Proben ſel⸗ ner Unterrichtsmethode abgelegt, ſo
daß faſt allenthalben ſeine Schüler es
bis zur Melſterſchaft brachten. Zaßl⸗ reiche, authentſſche und ſehr gewichtige Zeugniſſe liegen vor uns, auch iſt er von Seite der k. k. öſterr. Reglerung mit einem ausſchließenden Privilegium für die ganze Monarchie zur Ausübung ſeines Unterrichts begabt. Hr. Jacger⸗ mann wohnt im Gaſthoſe„zum König
von Ungarn“, 3. Stok, Nro 7.
Das Honorar für dle gänzliche Erler⸗ nung dieſer Kunſt iſt für elne Perſon nur 6 fl. E. M. falls die ſelbe ſich zu dem Künſtler bemühen wollte, außer dem Hauſe aber 20 fl, C. M.; an lez⸗ terem Unterrichte können ſedoch 2 bis 5 Perſonen theilnehmen. Den Damen
dürfte dieſe Art Malerei beſonders
außerſt willkommen ſeiln, da ſie dadurch alle Arten welblicher Arbeiten von At⸗
las oder Sammt, daun auch Gegen⸗
ſtände von Holz z. B. Nähkaſtchen Fruchtkörbe, Toiletten dc. sc. damlt aufs Brillanteſte ausſchmüten können.
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Herausgeber und Verleger ran; Wie ſſe n.


