Kunst, Eleganz und Mode.
(Achter Jahegang.)
Halbfäßhriger Preis 4 fl., mit freier Poſtzu⸗ 7 Man pränumerirt im Lommiſſionsamt zu Ofen ſendung 5 fl. Auf Belinpapier mit erſten?(Feſtungsauffahrt), in Ferd. Tomalas Kunſthand— Kupferabdrüten 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M. 1 lung zu Peſih und bel allen k. k. Poſtämtern.
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(ortſezung.)
Eines Morgens, als die Gefangenen paarweiſe aus den Schlafſälen in die Werkſtätten geführt wurden, ward Albin, der neben Claude ging, von einem der Stokknechte zu dem Aufſeher abberuſen.„Was will man von dir?“ fragte Claude.„Ich weiß es nicht,“ entgegnete Albin. Der Stokknecht führte Albin hinweg.
Der Morgen verſtrich. Albin kam nicht in die Werkſtätte. Als die Zeit des Eſſens herannahte, hoffte Claude den Freund im Hofe zu finden. Albin kam nicht in den Hof. Man kehrte in die Werkſtätte zurük; Albin war nicht unter den Arbeitenden. So verſtrich der Tag. Abends, als man die Gefan— genen in den Schlafſaal zurük führte, ſuchte Claude den Freund mit den Augen, ohne ihn zu finden. Er ſchien in dieſem Augenblike tief zu leiden, denn er richtete das Wort an einen der Stokknechte, was er ſonſt nie that. „Iſt Albin krank?“ fragte er.„Nein, erwiderte der Stokknecht.„Wie kommt es denn, daß man ihn heute gar nicht ſieht?“ fragte Claude.„Weil man ihm ein anderes Quartier angewieſen hat,“ antwortete jener gleichgil— tig.— Zeugen, welche ſpäter über dieſe Thatſache abgehört wurden, bemerk— ten, daß auf dieſe Antwort Claude's Hand, welche ein Licht hielt, ein leich tes Zittern befiel. Ruhig fragte er noch einmal:„Wer hat denn dieſen Be— fehl gegeben?“—„Herr O...,“ war die Antwort; ſo hieß der Aufſeber der Werkſtätten.
Der folgende Tag verſtrich, wie der verfloſſene, ohne Albin.
Abends, zur Zeit der Feierſtunde, machte Herr D. ſeinen gewöhnlichen Gang durch die Werkſtätte. Sobald ihn Claude von weitem erblikte, nahm


