Jahrgang 
Band 1 (1835)
Seite
25
 
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Kunst, Eleganz und Mode.

(Achter Jahrgang.)

Halbfähriger Preis 4 fl., mit freier Poſtzu⸗ Man pränumerirt im Kommiſſionsamt zu Ofen

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ſendung 5 fl. Auf Velinpapier mit erſten 5(Feſtungsauffahrt), in Ferd. Tomalas Kunſthand 5 lung zu Peſth und bei allen k. k. Poſtämtern.

Kupferabdrüken 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M.

Ueber den Einfluß der Kometen auf Temperatur und Fruchtbarkeit der Erde).

Von den älteſten Zeiten bis auf unſere Tage war es ein beinahe allge mein herrſchendes Vorurtheil, die Kometen ſeien eigentliche Unglüksprophe ten, Vorboten von Krieg, Peſt, Theuerung, Erdbeben und andern derglei chen Schrekniſſen. Natürlich war auch nichts leichter, als bei dem jedesmali gen Erſcheinen eines Kometen irgend ein ſolches wichtiges tragiſches Ereigniß aufzufinden, um es mit demſelben in Verbindung zu ſezen. Denn wann und wo hat es je auf Erde an dergleichen Begebenheiten gemangelt? Zwar ſcheint man in unſeren Tagen von dieſem Vorurtheile ſo ziemlich abgekommen zu ſein, aber dafür hält man eben jezt deſto mehr an jener andern irrigen Meinung feſt, als übten die Kometen einen beſondern Einfluß auf unſere Atmoſphäre, Temperatur und Witterung aus. Man ſagt, die Kometen vermehren die Wärme auf der Oberfläche der Erde, und beruft ſich dabei auf den großen Ko meten des Jahres 1811, welcher einen ſo heißen Sommer, eine ſo reiche Ernte, und vor Allem einen ſo vortrefflichen Wein mitgebracht hat, der ſogar jezt noch ſehr häufig der Kometenwein genannt wird.

Aber mit welchem Grunde ſagt man das? Hier folgt ein Ver⸗ zeichniß derjenigen Jahre von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Jahre 1786, in welchem nur diejenigen Jahre aufgenommen worden ſind, welche ſich

) Aus dem BambergerAſtronomiſchen Kalender auf 1835.