liche Früchte und Getränke ſind zu Rom in den warmen Monaten ein wahres Bedürfniß. Chokolade verdient als warmes Getränke den Vorzug vor dem Kaffe.
Leitung der Novitäten und Anfichten.
Miszellen.
London. Das lang geſuchte Mittel, Meerwaſſer trinkbar zu ma⸗ chen, iſt wirklich gefunden. In Eng⸗ land bildet ſich eine Kompagnie, um die Erfindung anzuwenden. Noch beſ— ſer, meinen Viele, wär' eine Erfin—
dung, anderes Waſſer(gebranntes)“
untrinkbar zu machen. T. Zürch. Der als Schriftſteller bekannte Graf Benzel-Sternau lebt in einem Landhauſe am Zürcher See, welches er der Verfaſſerin der„Cale— donia““ und anderer Dichtungen(der Frau v. Berlepſch) abkaufte. Seiner Gattin zu Ehren nannte er dieſe Be— ſizung Marienhalde. In dieſem Land— hauſe hat der Graf eine treffliche Samm— lung von Gemälden aus allen Schulen. Rom. Am 27. Nov. iſt in Ti⸗ voli, wie ſchon vorher die Durchgra— bung des linken Stollens des Berges Catillo zu Ableitung des Anio, ſo jezt auch die des rechten glüklich voll— bracht worden. Die Arbeiten von bei— den Seiten trafen in der Mitte auf das Genaueſte zuſammen. Somit iſt dieſes wichtige ſchwierige Werk in der Hauptſache in etwa 14 Monaten vol⸗ lendet worden. B. Brüſſel. Die alte freundliche Sitte, am erſten Tage des Jahres die Freunde und Bekannten zu beſuchen, um ihnen Glük für das neue Jahr zu wünſchen, beſteht in Brüſſel noch in ganzer Strenge. Früh noch, ſobald
der Tag graut, iſt die ganze männli— che Bevölkerung in Bewegung und je—⸗ des Pferd und jeder Wagen in Beſchlag genommen. Die Fußgänger kreuzen ei—⸗ nander in jeder Eke, und jeder ſucht ſeine Karte früher abzugeben. Ein Maun, der auf gutem Fuße lebt, bringt bei dieſen Morgenbeſuchen acht⸗ ziz bis hundert Karten unter. D. Stuttgart. Der Verein für das Denkmal Schiller's wird vom kom⸗ menden Januar an alle eingehenden Beiträge in öffentlichen Blättern be⸗
kannt machen. Bereits hat der Aufruf
überall erfreulichen Anklang gefunden; unter Andern gingen von St. peters— burg 1400 Gulden ein, wozu auch die ältern kaiſerl. Kinder, namentlich der Großfürſt Thronfolger, beitrugen; ei— ne zweite Sendung von dort iſt bereits angekündigt. Die Beiträge werden an den Hofrath Reinbek in Stuttgart adreſſirt. D.
Modenbil d. Nr. 1.
Pariſer Anzüge vom 15. 3 Die Dame: Sainmethut mit einer gach Pfauenſchweifen-Art gefaßten Paradicsvogel⸗ feder geziert. Kleid von ſchottiſchem Leven- tin. Kragen von geſtittem Mouſſelin. Derr Herr: Wattirter Oberrok mit Kragen und Aufſchlägen von Sammet.(Bei dieſer Ge⸗ legenheit empfehlen wir die Arbeiten des Hrn. Engelbrecht Hebelt, bürgerl. Herrenkleidermacher in Peſth, Servittenplaz, Nro. 422, der nach dieſem und andern neue⸗ ſten pariſer und Londoner Journalen arbei⸗ tet und ſtets mit einem ausgewählten Vor⸗ rath fertiger Herrentleider, von den wehen Stoffen, verſehen iſt.
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


