809
Gauen haſt du gewiß größtentheils durchwandelt. mich, die ich der älteſten und erſten eine unter den ſo eile zu mir und
Haſt du mich aber noch nicht beſucht,
reuen; denn lieblich und reizend iſt mein
Nun und da kennſt du auch Städten dieſes Landes bin. es wird dich nicht ge—⸗ Anblik, gar einladend mein Inneres,
gar freundlich und herzlich ſind meine Bewohner. Frohes, geſelliges und geiſti⸗ ges Leben zeichnet mich aus, und in Ungarns Heldenbuche nehmen meine Muſen⸗
ſöhne eine ſchöne Stelle ein.
Stätte; ſie beſuche, und du wirſt dort, ſowie ich
pfinden!—
Meinen Namen empfing ich von he i Ii ger
„ſtets hehre Freuden em— Dr. Rottmann.
— Auflöſung der Logrogriphe in Nro. 98: 1. Tugend.— 2. Grab.— 3. Treue. Reue.
Anſichten. Urtheile.
Literatur.
a 58 Literariſches Portfolio. Der bekannte Prager Literat, Ignaz Kuranda, der eine freundliche, ausgezeich— nete Aufnahme bei deutſchen und fran— zöſiſchen Literaten in Paris gefunden, befindet ſich zum zweitenmale in Brüſſel und beabſichtigt in den erſten Tagen des Jäners im Univerſttätsſaale Vorleſun⸗ gen über deutſche Literatur zu halten. Auf der Subſk riptionsliſte zu dieſen geiſtreichen Diatriben ſteht der Name des Königs Leopold oben an, der mit 800 Franken unterzeichnete, und von Tag zu Tag ſteigt die Theilnahme, welche der öſterreichiſche Dichter bei dem ſchöngeiſtigen Publikum Brüſſels erregt. Seine„lezte weiße Roſe“ iſt von einem ſprachgewandten franz. Poeten ins Franz. überſezt worden und ſieht einer Reprä— ſentation auf dem Brüſſeler Theater entgegen.— Vom Grafen Schirnding ſoll nächſtens„Memoiren eines öſterrei— chiſchen Grafen“ erſcheinen und Julius Seidlitz will eine Vierteljahrsſchriſt edi— ren.— Von dem Leitmeritzer„Haus⸗ und Wirthſchafts-Kalender für das Jahr 1841“ ſind 60,000 Exemplare abgedrukt worden, die bereits ſchon ihre Käufer gefunden.—„Ruhe des Ruheſtandes“
Begebniſſe.
iſt der hirnloſe Titel eines Buches, das ein penſtonirter Reichenberger Schul— mann herausgegeben und in welchem„in alt⸗teſtamentariſchen Liedern“ die Ge— ſchichte des alten Bundes vorgetragen wird.— Das vaterländiſche Album: „Camellien“, herausgegeben und redi— girt von F. Grafen von Schirnding, iſt mit dem ſechſten Hefte vollendet er—⸗ ſchienen und bietet eine intereſſante Lektüre. Beſonders reichhaltig iſt das Feuilleton des lezten Heftes.— Das „Berliner politiſche Wochenblatt“ wird, wie es heißt, mit dem Ende dieſes Jah— res ganz eingehen; es iſt daſſelbe ſchon ſeit längerer Zeit faſt nur noch für ein auswärtiges und zwar ſehr kleines Pu— blikum geſchrieben worden.— Fr. Cle— mens hat ſeine Mythologie Bettinen zugeeignet. Der Verf. iſt für die De— dikation von Bettinen durch ein freund— liches Schreiben belohnt, worin dieſel-⸗ be aber heftig dagegen proteſtirt, daß er ſie die genialſte Frau Deutſchlands genannt habe, weil— es keine geniale Frau in Deutſchland gebe!!
Mignon-Zeitung. Etwas von Allem. Am 28. November fand innerhalb dem Weich—⸗


