tuoſen ſtürmiſchen Belfall zollte, ſtimmt mit unſerer Meinung überein.— Mad. Schodel ſang den Schubertſchen Erlkönig und ein hier noch nie gehörtes Lied von Joſ. Haydn mit großer Zarthelt und Virtuoſität und erhielt Beifall und Hervorruf. S.
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Benefiz.(peſth.) Künftigen Sonna— bend, den 12. d. M., hat ein Mann ſeine Einnahme auf hieſigem Theater, der noch nie eine daſelbſt hatte, obwohl nur durch ſein thätiges Wirken im Dienſte Thaliens ſeit ſiebenundzwanzig Jahren, all die herrlichen Geſtalten, die auf unſerer Bretterwelt impo— nirten, ins Leben gerufen wurden. Es iſt der Mann, den alle Schauſpieler und Schau— ſpielerinen, ſobald die Stunde ſech'ss ſchlägt, erwarten; er iſt es, der mit der Scheere des Prometheus die äußern Geſtaltungen einer Stuart, eines Carlos, einer Norma, eines Hobelmanns, einer Mirandolina in ih— re effektvollſten Formen ſchnitt— und erſt dann begann die Kunſt des Mimen, wenn ſeine Kunſt vollendet war— und dieſer Mann iſt der Theaterſchneider, Hr. Kera m— mer.— Dieſer verdienſtvolle, beſcheidene alte Mann bekommt durch die Güte ſei— nes biedern Chefs, Hrn. Direktor Schmid, eine freie Einnahme. Alle Mitglieder der Oper, des Schauſpiels und der Lokalpoſſe beeiferten ſich dem braven Manne, der ihnen ſelt 27 Jahren zu Dienſten ſtand, ihre Unter— ſtüzung anzubieten; darum laßt uns auch hingehen, um den„Schneider und ſei— ne Töchter“(ſo heißt das Stuük ſeiner Wahl) mit zahlreichem Beſuche zu belohnen. Hr. Stoll wird eine große Arie aus der „Jüdin“ ſingen, und der alte Krammer vor dem Stüke und in dem Stüke ſelbſt mit— wirken;— braucht es mehr, um die lebens— frohen Peſther für einen braven alten Die— ner zu intereſſiren? B.
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Benefiz.(Nationaltheater). Sonna— bend, den 12. d. M., hat der verdienſtvolle Schauſpieler Hr. Bartha ſeine Einnahme. Er wählte ſehr glüklich hiezu: zött“, Drama in 5 Akt. nach dem Franzoſt— ſchen von Fekete.
„A Szämü-
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Lottoglük in ungarn. Bei der lezten Wiener Güterausſpielung der Herr—
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ſchaft Jetſchan ze. hat Fortuna, wie ſo oft, wieder freundlich ihren Liebling ungarn ange— lächet und den Haupttreffer Nr. 31,117 nach Peſth geſendet. Die elegante Boutique des Hen. M. Lueff in Peſth, war die glükliche, die dieſer große Wurf getroffen, denn dort ward dieſes 200,000 Guldenloos getauft. Wie ſehr Ungarn in dieſer Hinſicht ſo auffallend von der Glüksgoͤttin begünſtigt wird, iſt eine all— bekannte Sache; aber bemerkt muß werden, daß unter allen Looſe-Kolletturen in ungarn, jene des Hrn. Lueff die allerglüklichſte iſt. Hler ſind ſchon ſo manche Haupt- u. ſo viele bedeutende Rebentreffer abgeholt worden, ſo— wohl in Staats- als in Privatlotterten, daß der Mann ein Cröſus wäre, hätte er die Looſe für ſich behalten und nicht veräußert. Doch das iſt ſein Geſchäft. Unſtreltig liegen in dieſer Glüts-Boutlque noch viele Schäze verborgen, und wer ein Staats, oder ein Güter-Lotterieloos ſich anſchaffen will, der wird bei Hrn. M. Lueff nicht nur mit den billigſten Preiſen bedient werden, ſondern auch nach dem Ankauf um ein großes Stük Hoffnung reicher ſein. M. — ä—
Artiſtiſches. Das Model zum Ma— thias Corvinus-Denkmal, von unſerm be— rühmten Ferenezy verfertigt, iſt von nun an alle Sonntage und Donnerſtage Nachmlt— tags in dem Atelier des Künſtlers, in der Fe⸗ ſtung, in Ofen, fur Jedermann zu beſichtigen.
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Neues Dampfboot. Das auf der Schiffswerfte zu Altofen, unter der Leitung des vorigen Direktors Hrn. Beoz zo, erbaute herrliche eiſerne Dampfboot„Step han, iſt am 3. d. M feierlich vom Stapel gelaſ- ſen worden.
Modenbild. Uro. 52.
Paris, 25. Nov. Neueſte Herrenan— züge für die Promenade und die Soiree.
Wir machen hiemit aufmerkſam, das wir drei prächtige Modenbilder hin— tereinander geben. Mögen unſere geehr— ten Abonnenten hierin den Beweis ſe— hen, daß wir mehr leiſten als wir ver— ſprechen, und daß kein Blatt ſo viele, ſo ſchöne und ſo ſchnell Modenbilder lie—
fert wie der Spiegel
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


