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er Spiegel
für Kun ſt, Eleganz und Mode.
Dreizehnter Jahrgang.
Halbjähriger Preis à fl., mit Poſtverſendung 5 fl. Auf Velinpapſer mit erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfrel 6 fl. C. M.— Man pränumerirt im Kommiſſlonsamt zu Ofen(Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. beh allen k. t. Poſtämtern.
99. Mittwoch, 9. Dezember. 1840.
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Schuldig oder nicht ſchuldig? (Fortſezung.)
Ich ließ jedoch kein Wort darüber fallen, daß ich Zeuge ſeines nächtlichen Herumſtreifens geweſen ſei, und begnügte mich mit der einfachen Frage: ob er von dem Raube gehört habe, der in Monſieur de Meérac's Hauſe verübt ſei. Lancreville wechſelte die Farbe bei dieſer Frage, ſchien verwirrt und antwortete plözlich: er habe etwas davon gehört, hoffe aber von Monſieur de Mérac das Nähere zu erfahren. Lancreville war nicht geneigt, die Untercedung fort zuſezen, und wir wurden bald darauf zum Mittageſſen gerufen. Ich ſezte jezt größeres Mißtrauen in Lancreville's wahren Charakter, als je zuvor, und war vollkom— men überzeugt, er ſei direkt oder indirekt bei dem in der verwichenen Nacht ver— übten Verbrechen betheiligt.
Ich hätte erwähnen ſollen, daß ein theurer alter Freund von mir kurz zuvor(in Lancreville's Abweſenheit) in der Gegend angekommen war, um ei⸗ nem Verwandten in der Stadt einen Beſuch abzuſtatten;— Obriſt Bécroy, ein ausgezeichneter, franzöſiſcher Offizier, der ſich in vielen Feldzügen unter


