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Der Dpiegel
für Kunſt, Eleganz und Mode.
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Dreizehuter Jahrgaug.
Halbjähriger Preis 4 fl., mit Poſtverſendung s fl. Auf Velinpapler mit erſten Kupfcrabdrüken 5 fl. u. poſtfrel 6 fl. C. M.—Man pränumerlrt im Kommiſſionsamt zu Ofen Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. beh allen k. t. Poſtämtern.
95. ö Mittwoch, 18. November. 1840.
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Der JDettlerk lu b b. (Beſchluß.)
Der Präſident forderte Daniel Robſart nun nach den Geſezen des Vereins auf, als Mann von Ehre und Gewiſſen und als guter Sohn Irlands zu ver— ſichern, daß er die Wahrheit und nichts als die Wahrheit ſagen wolle. Und nun wur de er um die Beweggründe wegen ſeiner beabſichtigten Reiſe befragt. Da der Angeklagte bei finſterem Schweigen verharrte, ſo wurde er zur Rechenſchaft über die mit ihm zum allgemeinen Leidweſen vorgegangene Veränderung aufge— fordert. Auch hier ſchlug er die Augen nieder, ließ den Kopf hängen und ant⸗ wortete mit einem ſchweren Seufzer. Obgleich von allen Seiten immer mehr mit Fragen und eindringlichen Ermahnungen beſtürmt, blieb er dennoch ſteif, ſtumm und niedergeſchlagen. Da riß der Verſammlung die Geduld, ſie zeihen ihn einſtimmig des Verrathes, der Heuchelei und der Treuloſigkeit. Daniel ſprang auf, ſah ſtolz und bewußt im Kreiſe umher, trat auf die Tonne und rief mit bewegter Stimme:
„Landsleute, Leidensgefährten, Freunde, Brüder! Antworten, entſchuldi— gen, rechtfertigen ſoll ich mich? Hört mich an! Der Aublik dieſer verdammten


