Der Spiegel

für Kun ſt, Eleganz und Mode.

Dreizehnter Jahrgang.

Halbjähriger Preis a fl., mit Poſtverſendung 5 fl. Auf Velinpapler mit erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfrei 6 fl. C. M. Man pränumerirt im Kommiſſtonsamt zu Ofen(Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſtb u. beb allen k.t. Poſtämtern.

f 83. r Mittwoch, 14. Oktober. 1840.

2883888 Die Londoner Spielhöllen.

Die Zeitungen haben kürzlich gemeldet, daß der berüchtigte Spiel hausei gent hümer Crockford, ſich mit einem jährlichen Einkommen von nahe an 300,000 Gulden in Ruhe geſezt habe. So viel Einkünfte hat mancher Fürſt in Deut ſch⸗ land nicht; in London hat ſie ein Mann erworben, der früher ein blutarmer Fiſchhändler war. Wie das möglich war, ſoll folgender Aufſaz zeigen, den wir im Weſentlichen dem vor einiger Zeit in Stuttgart erſchienenenSittenbuches der engliſchen Geſellſchaft aus den Papieren Gunterse, von Y. Q. S ef wärter bei Almacks, entlehnen. Es iſt platterdings unmöglich, die Eigenthüm lichkeiten der ſogenannten vornehmen Leute in England pikanter, geiſtreicher, wiziger darzustellen, als in dieſem Werke geſchieht, deſſen Lektüre wir Allen, die ſich für das, was man gewöhnlich G eſellſchaft nennt, und das Leben und Treiben der höhern Stände intereſſiren, empfehlen. Zugleich liefert es den Be⸗ weis, wie unendlich biegſam und unbegränzt der deutſche Geiſt in ſeinem Auf⸗ faſſungsvermögen iſt und wie er im Stande iſt, auch die allerfeinſten Züge im Leben eines andern Volkes aufs Genaueſte zu erfaſſen und im rechten Lichte dar zuſtellen. Wir heben, wie geſagt, den Abſchnitt über die Spielhäuſer und