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er piegel
für Kunſt, Eleganz und Mode.
Dreizehnter Jahrgang.
Halbjähriger Preis a fl., mit Poſtverſendung 5 fl. Auf Velinpapler mlt erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfrei 6 fl. C. M.— Man pränumerirt im Kommiſſlonsamt zu Ofen(Feſtung, außerhalb des Waſſerkhors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. bel allen k. t. Poſtämtern.
2. Sonnabend, 10. Oktober. 1840.
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Die Parthie Billard.
An einem ſchönen Sommerabend fuhr ein ſchwerer Neiſewagen durch das Dorf L. und blieb vor dem einzigen Wirths hauſe ſtehen. Die Neiſenden waren zwei junge Offiziere; ſie hatten heute einen weiten Weg gemacht, und wollten über Nacht hier bleiben. Im Wirths hauſe ging es luſtig zu, es wurde die Hoch— zeit der ſchönen Wirthstochter gefeiert, das Haus wimmelte von wein⸗ und luſtberauſchten Gäſten, kein Zimmer war zu haben.— Verdrießlich wa⸗ ren die Reiſenden, die ermatteten Pferde hatten der Ruhe nöthig, und weit entfernt war der nächſte Ort. Da nahte dem Wagen ein kleiner alter Mann, überaus reinlich gekleidet, der auch unter der Zahl der Gäſte war, und erbot ſich den Herren für dieſe Nacht im herrſchaftlichen Hauſe ein Zimmer zu öffnen und auch die Pferde zu verſorgen.„Ich bin,“ ſprach er,„Aufſeher im Schloſſe, ich war Kammerdiener bei dem ſeligen Herrn Baron. Die Herrſchaft iſt jezt nicht hier und ich ſchäze mich glüklich, in dieſer Verlegenheit helfen zu können.“— Mit vielem Dank ward der angenehme Antrag angenommen und bald waren die Reiſenden in einem großen Zimmer des alten Hauses, welches der Ex-Kammer⸗
diener ein Schloß nannte, eingerichtet. Das Zimmer hatte einen kleinen Vor⸗
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