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berihmt:(27) Pianiſt Alois Puſch aus Peſth(2) iſt hier angekommen und im Gaſthofezum Mohren abgeſtiegen. Conradin Kreutzers neue Oper:die beiden Figaro, ſoll in Braunſchweig ſehr gefallen haben; man rühmt ihre hüſchen Melodien u. tadelt die zu lan⸗ gen Enſembleſtüke. Das in Rußland umlaufende Papiergeld beträgt 595 Mill. 776,310 Rubel.

Lokal-Zeitung.

Theatral Iich e 8. Der Spiegel hat zuerſt die uebernahme der Direktion des Te mesvarer Theaters durch Hrn. Direktor Alex. Schmid in Peſth und zwar aus guter Quelle gemeldet. Hr. Theodor Müller proteſtirte da gegen in der Wiener Theaterzeitung und be hauptete, daß er noch immer Direktor jenes Theaters wäre. Wir haben darauf nichts weiter zu erwidern, als daß der betreffende Kontrakt, den der löbl. Magiſtrat der kön. Frelſtadt Temesvar mit Hrn. Alex. Schmid abgeſchloſſen, bereits die Ratifikation der ho ben ung. Hofkammer erhalten hat.

Ein neuer Barktoniſt, Hr. Uetz, und ein neuer Tenoriſt 5 Sondheim werden bei der Peſther den ber erwartet. Beide werden gerühmt.

Neu a ird daſelbſt Mozarts: Hochzeit des Figaro.

Im Nat ſalthe ater geben heute die Beduinen aus Afrika. e erſte Produktion.

von Perſonen, die das aach haben, ſehr gelobt. 3 Die verdlenſtvolle Schauf Melchios, der Liebling des Preßb blltums, und auch hier in ſehr g autem N ten ſtehend, beginnt heute auf d ger ne einen Gaſtrollen-Cyklus. Sie Fach der verſtorbenen Dem. Zettler.

In Ofen erwartet man zwei neue poſſen von F. Blum, dem Verf. mehrerer in der Arena ſo beliebt gewordenen und wie derholt gegebenen Piecen. Sie betiteln ſich:

geleſen

Fra Diavolo als Cheprokurakore, u.Hie⸗ ronimus Storch.

Benef tz.(Ofner Arena,) Samſtag, den 12. d., hat der verdienſtvolle Balletmei ſter Hr. Uhlich ſeine Einnahme. Gegeben wird, das ſtets ſo gerne geſebene Spektakel- Melo drama:Die Mädchen v. Szitlos von Heinrich Bernſtein.

Artiſtiſches, So eben erſchien din neues Portrait S. Maj. des Kalſers Ferdi⸗ nand I., gemalt von dem rübmlich bekannten t. t. Hofmaler Hrn. Eins he und lithogra phirt von Herr in Wien, und iſt im Ver⸗ lage des Kunſthändlers Joſepb Wagner in Peſth zu haben. Dleſes Bild iſt in Zeichnung und Ausführung eln wahres Kunſtwerk und, wie wir glauben, das allerähnlichſte Conter⸗ fey S. M. unſers aller gnädigſten Monarchen. Es kann daher nicht nur jedem Patrioten als eine höchſt willkommene Erſchelnung em pfohlen werden, ſondern es muß auch jeden eleganten Salon und allen faſhionablen Ge müchern als hohe Zierde gereichen. Der Preis iſt, je nach dem Papiere, 1 fl. 30 kr. und 2 fl. C. M.

Stuwers zweites und leztes Feuerwert ward am 6. d. im Stadt- wäldchen bei der freundlichſten Witterung ab⸗ gebrannt. Die Frequenz war zwar nicht ſo bedeutend wie das erſte Mal, aber das Feu erwerk war viel impoſanter und großartiger. Die Schlußfronte(die Beſtürmung einer Fe⸗ ſtung darſtellend) war beſonders von hoch- ſtem Effekte und der Beifall miſchte ſich unter den Donner der Kanonen. Auch die andern Fronten, ſo wie die gewöhnlichen Rebendin⸗ ge, ſind mit Lobe zu erwähnen.

Das optiſche mechankſche pi⸗ toreske Kunſtkabinet in der run⸗ den Bude, nächſt der Brüke, über das wle ſchon berichtet, und beſonders, wegen der darin befindlichen ſehr intereſſant poſtlrten camera obscura, empfahlen, iſt jezt auch mit einer Sprechmaſchüne vermehrt worden. Da dieſes Kabinet nur noch durch acht Tage zu ſehen ſein wird, ſo lenken wir wiederholt die Aufmerkſamkeit des Publikums dahin.

Beilage:Der Schmetterling. Nr. 21.

Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.