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Herr H. wollte ein pikantes Sonderbarpiquenique in die Welt ſenden— Die Leſer werden lächeln, meint er— ſie gähnen.— Sonderbar!
Bemerkenswerth iſt das in einer der neueſten Lokal-Poſſen Neſtroy's vor- kommende Wizwort: Das Geld, welches Brautleute auf ihre Hochzeitfeier ver— wenden, iſt die erſte Einlage in die wechſelſeitige Lebens ver bitterungs⸗ Geſellſchaft.— Son der bar!
Anſichten. Urt
Mignon Zeitung.
Paris. Ein franzöſiſches Blatt bringt folgenden, nicht übeln Scherz: Hr. Scribe konnte der Luſt, ſich magne— tiſiren zu laſſen, nicht wiederſtehen. Als er nach drei Stunden eines ziemlich un— ruhigen Schlafes erwachte, brachten ihm ſeine Freunde ein fertiges Luſtſpiel, das er während ſeines Schlafes diktirt hat— te; man hatte nämlich die Vorſicht ge— braucht, einen Schnellſchreiber an ſein Lager zu ſezen. Scribe geſtand ein, der Plan zu dieſem Luſtſpiele habe ihn ſeit einigen Tagen beſchäftigt.
London. In Chelſea war am 17. Auguſt ein Feſt zum Beſten der Polen. Viele ausgezeichnete Perſonen fanden ſich hier verſammelt. Hr. Green ſtieg bei dieſer Gelegenheit mit Herrn Mac donnell in einem Luftball auf, wo— bei die Luftfahrer beinahe verunglükt wären. Sie waren etwa 1500 Fuß hoch, als Hr. Green herunter ſteigen wollte; der Kahn aber ſchlug um, und wenig fehlte, und die Beiden wären von einer Höhe von 200 Fuß heruntergeſtürzt. Sie wurden eine weite Streke fortge— tragen, und nach einem langen Wege faſt über die Oberfläche des Bodens hin hielt der Luftball endlich bei Rain— ham in der Grafſchaft Eſſex ſtill.
Etwas von Allem. Ein neues Luſtſpiel von der Prinzeſſin von Sach— ſen:„Die Stieftochter“, hat im Wie— ner Burgtheater gefallen. Saphir ſagt
heile. B
egebniſſe.
darüber im„Humoriſten“ ſehr geiſtreich: „Ein glattes, faltenloſes, nettes, lei— nenes Sonntagsgewand. Kein Aufpuz, keine Bordüre, keine Blumen, aber Al— les ſizt eng und knapp, wie angemeſſen, ſchließt wie angegoſſen, paßt überall ganz allerliebſt und ſizt recht bildſam.“ — In Breslau wird ein neues Theater gebaut, das 1600 Menſchen wird faſſen können.— Auch in Philadelphia hat man dem Gutenbergſchwindel durch Fe— ſtivitäten gehuldigt; aber verſteht ſich die dort anweſenden Deutſchen.— Die in Europa einſt ſo viel Aufſehen ge— machten ſiameſiſchen Zwillinge(zuſam⸗ mengewachſen) leben jezt in Nord-Ca-⸗ rolina, in Amerika, und befinden ſich als Landwirthe(2) ſehr wohl.— Der lezte Seemann, der mit dem berühmten Cook die Reiſe um die Welt machte, Namens William Doyle, iſt ſo eben in Greenwich, 84 Jahr alt, geſtorben.— Mayerbeers neueſte Oper heißt:„der Prophet“; ſie ſoll aber erſt,„wenn keine Hinderniſſe eintreten“, zu Ende 1841 gegeben werden. Sie hat fünf Akte und ihre übergroße Länge dürfte ihr wie den andern Opern dieſes Mei— ſters nicht zum Nuzen gereichen.— Der Sänger Breiting gab am 22. Aug. ein Konzert in Wiesbaden.— Aus Wien ſchreibt man uns, daß ſich jezt daſelbſt die Kunſtreitergeſellſchaft Turniaire-Ghelia mit vielem Beifalle ſehen läßt. Obwohl ſie keinesweges die in gutem Andenken ſtehende Guerra'ſche Geſellſchaft erreicht, ſo übertrifft ſie doch bei weitem die un—


