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„Andere Geſellſchaften reiten in Proſa— Franconis in Berſen.“— In Wien iſt jezt die Kunſtreiter-Geſellſchaft Ghelia— Tourniaire angekommen, die einſtweilen in dem Cyrkus der Mad. de Bach„in Proſa““ reiten wird.— In England gedenkt man endlich zu den National— Denkmälern und öffentlichen Gebäuden freien Zutritt zu geſtatten. Bisher muß⸗ te man dieſen, ſchimpflich genug, mit hohem Gelde erkaufen.— Ole Bull kündigt für den 17. Aug. ein Konzert im Theater zu Wiesbaden an.— Die Sängerin Dem. Kundt aus Peſth hat in Frankfurt einige Mal mit Beifall debütirt.— Die in Peſth bekannten ſpaniſchen Tänzer gaben am 7. d. M. in Hermannſtadt ihre erſte Produktion mit großem Beifall.
Lokal-Zeitung.
Theatrallſche 8. Die Tänzerfami— lie Beauval, vom Hoftheater in Mannheim, produzirte ſich auch ein paar Mal im Ofner Theater. Dle jungen Tänzer zeigten in ihren Piecen eine ungemeine Leichtigkeit und Fertig⸗ keit in den Bewegungen, Grazie u. Anſtand in der Haltung, ſo wie überhaupt ein savoir aire, das ihrer Kunſt einen Anſtrich verleiht, der den Regeln der Aeſthetik entſpricht. Das Publikum war höchſt befrledigt, bezeugte ſich ſehr belfällig, und der Wunſch ward allge— mein, die liebenswürdigen Tänzer bald wie— der bewundern zu können.
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Literariſches. So eben erſchien: „Empfindungen eines Iſracliten nach dem Schluſſe des glorreichen Landtages im Mai 1840.“ Peſth. Gedrukt bei Ludw. v. Landerer.
f Dieſe in ungarlſcher und deutſcher Sprache erſchienene, zwei Bogen ſtarke Brochüre, iſt den hochherzigen Vertretern ungarns gewid— met. Der ungenannte Verfaſſer war von ſei— ner Aufgabe begelſtert. Die Sprache iſt bil— derreich, die Verſifikation fließend und ge— wandt und die überall ausgedrükte Regung kommt aus dem innerſten Schachte des Her⸗ zens. Es liegt wahrer Patrlotismus in dieſen
Worten, und die Dankgefühle des Dichters verkörperten ſich in Enthuſiasmus für König, Nation u. Vaterland.(Zu haben bei Hart— leben und Heckenaſt.) f
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Wohlthätigkeits⸗Akademie für Baja. He. Dom. Perlasda ver— anſtaltete am verfloſſenen Donnerſtage eine Akademie zu Gunſten der Abgebrannten in Bajaß, zu welcher Hr. Emmerling den Redou— tenſaal unentgeltlich überließ. Eine Feſtkan— tate:„Stephan und Pannonia“, Text von Ph. Weil, Muſik von Winkler, die ſchon bei früherer Gelegenheit allgemein anſprach, bil— dete die Introduktion u. auch Hr. Varay, durch ſeine ſchöne Stimme und die Damen Viettorls und Gyöngyöſſy, die ſich rühmlich hervortha— ten, verſchafften dem preiswürdigen Tonſtüke, voll Gelſt u. Charakter, eine glänzende Auf⸗ nahme. Herr von Winkler ward gerufen. In der Baroneſſe von Droſte lernten wie eine tüchtige Pianiſtin kennen, die mit elnem kräftigen, ſichern Anſchlage bedeutende Ge— läuſigkeit und ausdruksvolles Spiel verbindet. Sie ſplelte die Puritaner-Variatlonen v. Herz, von welchen ſie die lezte unter einſtimmigem Beifall wiederholte. Nicht minderen Applaus fand der 9⸗fährige Violiniſt Singer, der Mayſeder'ſche Varkationen mit wirklich ſtau— nenswerther Kunſtfertigteit exequkrte und un— ter der verſtändigen Leitung ſeines Lehrers, Hrn. Kohn, wohl auch einſt eine Stelle un— ter den muſikaliſchen Rotabilitäten einnebmen dürfte. Die Preghiera aus„Moſé“« wurde recht effektvoll ausgeführt. Am Schluſſe hör— ten wir das Tongemälde:„die Schlacht bei Leipzig“ von Tuezek, eine wirkſame charak— terlſtiſche Rotenmalerei, die mit vieler Prä— ziſton exekutirt wurde. Der Saal war ziem— lich voll.
Semper idem.
Mlaodenbild. Uro. 35.
Paris, 10. Aug. Neueſte Anzüge für Mädchen. Canezou von Mouſſelln. Dieſe Art Canezou's mit langen oder kurzen Aermeln kommen in Paris immer mehr in Mode. In Peſth verfertigt hr. Mindſzenty(große Brükengaſſe, Nro. 634, bereits nach dieſer neueſten Fagon, ſo wie überhaupt alle ſeine Arbeiten den Stempel der Neuheit und des Geſchmakes an ſich tragen. a
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


