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kaum 25 Jahr alt, am 6. Juni ſich er⸗ ſchoſſen hat. Man fand ſie ganz ange— kleidet, todt im Bett, das Terzerol noch in der Hand; ein Tiſchchen ſtand vor dem Bett, auf welchem noch meh— rere Zündhütchen lagen, ſo daß man wahrnahm, ſie habe mit vollem Bedacht ſich auch gegen einen Fehlſchuß ſichern wollen.

Waldeck. Die Fürſtlich Waldeck⸗ ſche Regierung hat unlängſt ein ohne Zweifel praktiſches Geſez gegen die Trunkenbolde erlaſſen. Es heißt:„Sol⸗ chen Perſonen, welche den Behörden zuverläſſig als Trunkenbolde bekannt ſind, ſoll ohne Rükſicht auf ihre ſonſti— gen Verhältniſſe die polizeiliche Erlaub—

N niß zur Verheirathung ſo lange ver—

ſagt werden, bis ſie durch ihren Lebens— wandel auf eine überzeugende Weiſe Beſſerung an den Tag gelegt haben.“ Gewiß wird dadurch viel eheliches Un— glük und in Folge davon eine Maſſe von menſchlichem Elend unmöglich ge— macht.

London. Im Irrenhauſe Lon— don's befindet ſich ein Mann, der ſich für die Königin des Mondes hält. Er ſtellt alle Tage Schenk ungs-Akten aus, worin er Beſizungen in ſeinem Mond— Reiche vertheilt, jedoch nur an Damen, und nur auf Lebenszeit; er machte es ſich mit großer Pünktlichkeit aus, daß die Veſchenkte nichts vererben kann, daß vielmehr, wenn ſie ſtirbt, Alles wieder der„Königin“ zufällt.

Bologna. Ein Schreiben Roſſi— ni's wiederlegt vollſtändig die ſeit Kur— zem über ſeine Geſundheitszuſtände ver— breiteten Gerüchte. Er hat ſich niemals wohler befunden, als eben jezt. Er iſt zwar von einer Krankheit befallen ge— weſen, allein ſeit mehreren Monaten vollkommen wieder hergeſtellt. Der be— rühmte Meiſter iſt Willens, im Oktober nach Paris zurük zukehren.

Etwas von Allem. Unſer Fe⸗ renezy iſt in Wien aſigekommen, um da⸗ ſelbſt Studien zu dem in Ungarn zu er— richtenden Mathias Corvinus-Monument zu ſammeln.— In Warſchau ſtarb am 12. Juli der Invalide Felix Rymkievic in einem Alter von 123 Jahren.— Der Muſiker Schilz in Paris arbeitet jezt an einer Militär-Muſik-Kompoſition, wozu er ganz beſondere, neu von ihm erfundene, bisher unerhörte Inſtrumen— te, deren Wirkung höchſt wunderbar u. überraſchend ſein ſoll, anfertigen läßt. —„Auf dem Markte zu Antwerpen wurde dieſer Tage ein lebendiger Stör geſehen, der 600 Pfund wog.“ Dieſe gewichtige Nachricht kann man auf einer u. derſelben Seite des geſchäzten Wiener Morgenblattes(Nr. 92) zwei Mal leſen. Alles wiederholt ſich im Le— ben, warum nicht auch in einem Blat⸗ te?“— In Baden-Baden hat neulich ein Franzoſe aus Marſeille 60,000 Frks. an der Spielbank verloren.— Zu En⸗ de Juli ward in Air der Prozeß des Notars Arnaud de Fabre vor den Aſſi⸗ ſen verhandelt. Der Mann wird nicht weniger als 1200 Fälſchungen beſchul⸗ digt.— Demoiſelle Taglioni gab im Pariſer Opernhauſe drei Vorſtellungen, die 33,200 Frks. einbrachten.— Kaum daß wir uns von den ellenlangen, zähen Artikeln über die verſchiedenen Gut— tenbergsfeſte in verſchiedenen Städten Deutſchlands(als wenn Deutſchland allein berechtigt wäre, ſich über die Seg— nungen der Preſſe zu freuen, d. h. zu trinken) erholt haben, ſo drohet der Tanz von Neuem zu beginnen, denn wir erfahren ſo eben, daß nun auch die Berliner bie Genehmigung zur Feier des Guttenbergfeſtes erhalten haben u. dieſe etwas post festum am 28. u. 29. Auguſt ſtattfinden werde.— Unſere lie⸗ be Sonne hat wieder einen Flek erhal— ten, und zwar den größten im laufen— den Jahrhundert. Von dieſem Flek in