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wieberkehrte. Nachforſchungen wurden angeſtellt, eine gerichtliche Anzeige ge— macht, Alles jedoch ohne Erfolg. Allein nach Verlauf einiger Tage entdekten einige Schnitter zwiſchen Miſſérd und Dieneſt, in einem buſchigten Geſträuche, einen weiblichen Leichnam, während ein Hund dieſer Schnitter in geringer Ent— fernung zu bellen und winſeln anfing. Die Schnitter begaben ſich dahin und fanden daſelbſt eine aus dem friſch ver— ſcharrten Erdreich hervorragende Hand. Eiligſt grub man das noch ſehr lokri— ge Erdreich auf, und fand mit Entſe— zen einen zweiten mehrfach verwundeten weiblichen Leichnam. Die Anzeige wur— de ſogleich gemacht, und das Gerücht verbreitete ſich allenthalben. Nach län— gerem eifrigen Suchen fand man auch den verſtümmelten Körper des ermorde— ten Vitéz. Da man zu Wajka den Ver— kehr des Jek mit Vitéz kannte, fiel der allgemeine Verdacht auch ſogleich auf ihn und zwar um ſo mehr, als man in Er— fahrung brachte, daß Jak nur kürzlich erſt mehrere ſeiner Schulden bezahlt habe. Bald wird er auch ſeine größte abtragen! Denn er wurde aufgeſucht, gefunden und eingezogen. Er läugnete aber, troz der deutlichſten Inzichten, ſtandhaft. Nur erſt, als ſeine Nichter ihm die Reinigung der Gemordeten über— trugen, erwachte ſein entmenſchtes Ge— wiſſen, und ward unter Thränen und Weheklagen und Verwünſchungen ſeiner beiſpiellos gräßlichen That geſtändig, geſtändig, daß er der Frau, nachdem er ſelbe durch Schläge betäubt, das Ge— nik umdrehte; dem Manne, nachdem er ihn rauſchig gemacht, den Kopf ab⸗ ſchnitt; die Magd aber mit mehreren Meſſerſtichen, nachdem er ihr, mit ihr ringend, den Haarzopf ausgerißen, er—
ſtach. Heute, den 27. d., findet deſſen leztes Verhör ſtatt.— N. S. Jek's Eheweib hat dieſer Tage Drillinge geboren, wovon jedoch nur eines mehr am Leben iſt. Km.
Hlignon- Zeitung.
Potpourri aus Paris. Die Gazette de France, welcher bekanntlich die Allianz Frankreichs mit England ſtets ein Dorn im Auge war, ſagt:„Englands politiſche Händel ſind ſtets Waarenhän— del; in China ſchlägt es ſich des Opiums, in Neapel des Schwefels, am Senegal des Gummi wegen herum. Sehr tref— fend ſtellt eine Karikatur den engliſchen General dar, der, ſiegreich zu St. Se— baſtian in Spanien einrükend, den De— gen in der Hand, die brittiſche Fahne aufpflanzt, und dabei ausruft:„Jezt laßt die Baumwollenwaaren vor⸗ rüken!““
Peéele-méele aus London. Die Hauptſtadt des brittiſchen Reiches zählt gegenwärtig nahe an zwei Millionen Einwohner, alſo auf einem Flächenin— halte von ein Paar Quadratmeilen mehr Menſchen, als, einzeln genommen, das Königreich Würtemberg mit etwa 360 Geviertmeilen und 1,600,000 Bewoh⸗ nern; oder das Königreich Sachſen mit ebenfalls 1,600,000 Einwohnern; oder Hannover mit 700 Geoiertmeilen und 1,700,000 Einwohnern; oder eben ſo viel als Kurheſſen(209 Geviertmeilen und 650,000 Einwohner); und Baden (280 Quadratmeilen und 1,230,000 Be⸗ wohner) zuſammengenommen. Und in dieſer Stadt fließt neben einer Maſſe betriebſamer u. redlicher Leute auch der Abſchaum aus allen fünf Erdtheilen zu— ſammen, um Lebensunterhalt zu erwer— ben, und neben dem übertriebenſten Lu— zus von Menſchen, welche die Erzeug—⸗ niſſe aller Zonen für ſich verwenden, in Lekereien aller Art ſchwelgen, und täg⸗ lich zwölf Mal die Handſchuhe wechſeln, finden wir das gräßlichſte Elend und armſelige Geſchöpfe, die kaum mit Lum⸗ pen ihre Blöße zu deken vermögen, und oft keine Brodkruſte haben, um den bellenden Hunger zu ſtillen. Während


