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Unter denen, dle da kamen, War ſo manche ſchöne Frau,
Eingehüllt in Spizen, Seide, Roſa, weiß und hümmelblau.
Herrchen kamen hergehüpfelt, In Tricot und Chapeau claque, Doch die dürren Rippen preßte Ein noch nicht ſaldirter Frak.
Tutti frutti von Limonie, Mir hieher, Puntſch à la glace, Erdbeer, Himbeer, Chokelade, Hleher viermal Ananas.
„Waſſer, Waſſer,“ quitſcht die Eine, „Zahlen!“ brummt der And're drein; Jeder will den Vorzug haben, Jeder will der Erſte ſein.
Dort ſizt Einer ganz verlegen, Seufzt und ſpielt mit ſeinem Stok,
Blitt voll Sehnſucht nach der Kaſſa, Wie ein erzverliebter Bot.
Weiter ſizen zwei Griſetten Und ein junger Herr dabel,
Eine wird mit Liebe lohnen Die bezahlte Näſcherei.
Ganz allein an einem Tiſchchen, Dieſes hungrige Gewühl
Zu betrachten, zu bekritteln, Ach welch herrliches Gefühl!
Doch weh' mir! da kommt gegangen Eine Dame, dit und klein,
Ihr zwel Mägdelein zur Seite Und zwel Stuzer hinterdrein.
Die erobern Tiſch und Stühle, Machen ſich kommod und breit,
Und zerſtören ſo dle Wonne Meiner lieben Einſamkeit.
Was das Schikſal mir entzogen, Gab es wuüchernd mir zurük, Das gewahrt ich mit Vergnugen Nach dem erſten Forſcherblik.
Mimi, Lina, zwel Geſtalten, Zart, und lieblich ſchon gebaut,
Augen, Lippen zum Entzüken, Wär' doch eine meine Braut!
Die Begleiter dieſer Damen, Schienen ſelben anverwandt,
Denn die Donna kommandirte Oft mit beiden ungalant.
Einer ſehnte ſich gewaltig Nach Stracchin und Pluzerbler, „Fi!“ rief Mimi,„welch ein Guſto, Wie ein alter Grenadier.“
Nun begann auch ich zu plaudern, Was mir eben kam in Sinn,
Von der Hiz', von Promenaden, Von der neuen Sängerin.
„Kinder, nun iſt's Zeit zu gehen,“ Sprach Mama gebleteriſch,
„Laſſen wir den andern Leuten, Die da kommen unſern Tiſch.“
„Zahlen muß ich, richtig zablen, Daran hätt' ich nicht gedacht, Lina haſt du meinen Beutel Von der Tante mitgebracht?“
„Nein, Mama, ich hab' vergeſſen,“ Stotterte das arme Kind,
„Dumme Gans! warum vergeſſen? Schöne Lag', in der wir ſind.“
Fruchtlos ſuchten die Begleiter Alle ihre Taſchen aus,
„Habt auch Ihr kein Geld! ſo geht, Bringet welches ſchnell von Haus.“
„Was, nach Hauſe gehen 2“ riefen Ganz erſchroken alle zwei,
„Wohn' am End' der Königsgaſſe.“— „und ich außerm Neugebäu.“
Nun war's Zeit, galant zu werden, Zeigt den Damen mich bereit, Durch vier Zwanziger zu retten Sie aus der Verlegenheit.
Glüklich pries ſich die Matrone, Die mich wahrhaft edel fand,
Gab mir ihre beiden Neffen Hin, als ſich'res Unterpfand.
Doch ich lehnt' es ab, und dachte, Gib du deine Lina mir
Und ich kauf' die ganze Bude Alſogleich und ſchenk ſie dir.
Mußt' mit eisgefülltem Magen Einſam ſtill nach Hauſe geh'n.
Zwanziger! Freude meiner Jugend! Werd' ich je euch wiederſeh'n?
Olindo.
Die Kunſtreitergeſellſchaft des Hen. Dumos, beſtehend aus 24 In- dividuen und 42 Pferden, wird zu Anfang des kommenden Marktes in Peſth erwartet. Sie wird ihre Bude auf dem Plaze vor dem Neugebäude aufſchlagen.
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Morgen Nachmittag wird die Bauer n⸗ Muſitbanda aus Hidegkut, zu ihren und zum Vortheil der andern Abgebrannten in die— ſein Orte, ſich im Bierhauſe„zum Gam— belnus“ produzlren.
Berichtlgung. Im lezten Blatte, Seite 459, Sp. 1, Z. 28, iſt Mad. Palmann, ſtatt„Steinfels“ zu leſen. 1
Modenbild. Uro. 30.
Paris, 1. Juli. Seidenhüte. Mouſſe⸗ lin- und Stoffkleider.
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


