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für Kunſt, Eleganz und Mo de.
8 Dreizehnter Jahrgaug. Halbjähriger Preis à fl., mit Poſtverſendung 5 fl. Auf Velinpäpier mit erſten Kupferabdrüken
5 fl. u. poſtfrei 6 fl. C. M.— Man pränumerirt im Kommiſſionsamt zu Ofen Feſtung, außerhalb des Waſferthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. bei allen t. k. Poſtämtern.
5. Mittwoch, 1. Juli. S840.
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Eine Uegerverſchwörung auf einer franzöſiſchen Kolonie.
Alle Negerverſchwörungen entſpinnen ſich zuerſt auf dem Lande, dann zie⸗ hen die Vanden, haben ſie hier Alles geplündert und gemordet, in die Städte, wo ſie ihr Werk vollenden, oder ihren Untergang finden müſſen.
Frankreich hielt ſtets nur wenig Truppen in den Kolonien, ein Paar Kom— pagnien aus Linienregimentern und einige Gendarmen waren in den Städten und Dörfern zerſtreut. Alle Städte und Fleken liegen am Meeresufer und wie dem Mutterlande zugewendet. Im Innern des Landes dehnen ſich die Pflan— zungen aus; dort ſieht man nichts als Zuker, Kaffe und Getreidefelder; hier erinnert nichts an Frankreich, hierher verirrt ſich keine franzöſiſche Uniform; es gibt nur Neger, und unter ihnen leben einige Weiße; die Neger und Weißen haſſen und fürchten einander gleich ſehr. Eine Pflanzung in einiger Ferne geſſ⸗ hen, bietet den Anblik einer großen, grünen Maſſe dar, die der Wind bewegt. Lange Alleen durchſchneiden ſie in allen Richtungen, wie die Straßen einer alten Stadt, deren Palläſte von dem üppigen Grün überwachſen wurden, und führen alle auf einen großen Plaz, der das Zentrum und der Mittelpunkt der Pflan—
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