Thiermedieinische
Bd. VI. Mo. 24.
in Breslau.
Herausgeber W gii è Expedition hr. 6. Selemn besonderer Berücksichtigung W. Fnpps ſerio
der
189192.
Halle a. S.
vergleichenden Pathologie und des gesammten Veterinär-Medicinalwesens.
Bleichzeitig Organ zur Vertretung üer Iteressen des mierärztlichen Standes.
Neue Folge der im Jahre 1885 begründeten„Rundschau auf dem Gebiete der Thiermediein“ Postzeitungs-Catalog-No. 9141 b.
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Die Rundschau erscheint alle 14 Tage in der Stärke von mindestens Bogen. Der Abonne- mentspreis beträgt 2,50 M
K. pro Vierteljahr, Ein-
Beiträge für den redactionellen Theil wolle man direct an den Herausgeber Dr. Schneide- mühl in Breslau, Annoncen an den Verleger Wilb.
zelnummer 75 Pf. Man abönnirt bei Wilhelm Den 15. September 1892. Knapp in Halle a S. senden. Inserate werden
Knapp in Halle a S., bei jeder Buchhandlung, sowie bei den Postanstalten unter Postzeitungs- Catalog No. 6141 b.
mit 30 Pf. die 3gespaltene Petitzeile berechnet. Bei Wiederholungen hoher Rabatt. Beilagen 25 Mark.
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mhalt. An unsere Leser.— Genersich: Zur Aetiologie der Trichinose.— M. Wolff u. James Israel: Ueber Reinkultur des Actinomyces und seine Uebertragbarkeit auf Thiere.— Ueber Arzneiwirkungen.— Warmes Wasser zur Stockung von Wehen.— Zur Therapie des„Weidroths“.— Kleine Mittheilungen.— Tagesgeschichte. — Bücherschau.— Bersonalien.— Offeue amtliche Stellen.— Offene nichtamtliche Stellen.— Xnzeigen.
„Nachdruck ohne Genehmigung des Herausgebers verboten.“ (Reichsgesetz v. I1. Juni 1870.)
An unsere Leser.
Mit dieser Nummer beschliesst die„Thier medicinische Rundschau“ den siebenten Band seit ihrer im Jahre 1885 erfolgten Begründung. Gleichzeitig wird dieselbe zu erscheinen auf— hören, da es dem Herausgeber neben seinen an- deren Obliegenheiten leider nicht möglich ist, die Zeitschrift in der seit ihrer Begründung ver- folgten Vielseitigkeit zu leiten und zu bearbeiten. Einen Wechsel der Leitung eintreten und die Zeit- schrift weiter erscheinen zu lassen, musste um so eher Abstand genommen werden, als die Zahl der Thierärzte, welche gewillt und in der Lage sind, die Leitung einer solchen Zeitschrift zu über- nehmen, im Deutschen Reiche nicht gross ist.
Es kann nicht die Absicht sein, im gegen- wärtigen Augenblicke einen Rückblick auf alle die Freignisse zu werfen, welche in die Zeit des Erscheinens der Zeitschrift fallen, oder in die Redactionsmappe zu greifen und interessante Beiträge zum Thema„Erlebtes und Erstrebtes“ hier niederzulegen. Wer wissen will, welche Ziele sich die Zeitschrift bei ihrer Begründung gesteckt, wie sie dieselben verfolgt und was der Leiter der Zeitschrift bei seinen Bestrebungen erlebt hat, der blättere in den sieben Bänden und er wird ohne Schwierigkeit auf alle Fragen ausreichende Antwort erhalten. Nur sehr Wenige aber werden ahnen können, welche Mähe und Ar-
beit, welche materiellen Opfer zu leisten waren, um zu erreichen, was erstrebt wurde. Es möge nur daran erinnert sein, dass seit Begründung der „Thiermedicinischen Rundschau“ nicht weniger als fünf neue thierärztliche Zeitschriften im deut- schen Reiche ehtstanden, darunter eine mit dem offenkundigen Bestreben unter Zuhilfenahme aller nur denkbaren Mittel der„Thiermedicinischen Rundschau“ zu schaden, weil dieselbe von An— beginn nur der thierärztlichen Wissenschaft und dem thierärztlichen Stande diente und für Per- sonencultus wie überbaupt für gewöhnliche Be- strebungen keinen Raum in ibren Spalten hatte.
PTrotz dieser Vorkommnisse bat die Zeit- schrift sich einen grossen Leserkreis erworben, und dem Unterzeichneten wird es für immer zur höchsten Befriedigung gereichen, in derjenigen Zeit Herausgeber und verantwortlicher Leiter einer thierärztlichen Zeitschrift gewesen zu sein, wo für Stand und Wissenschaft die hervorragendsten Umgestaltungen seit Bestehen einer wissenschaft- lichen Thierheilkunde sich vollzogen. Das gute Bewusstsein, nach besten Kräften das Erreichte gefördert zu haben, wird ihm auch über viele unangenehme Erfahrungen leichter hinweghelfen, die nun einmal Niemand erspart bleiben.
Breslau, Ende August 1892. Dr. Georg Schneidemühl. 47


