15. September.
Thiermedicinische Rundschau etc.
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Es zeigten: ver- bei In- Temperaturerhöhung höchsten Temperaturstand suchs- über 39 Grad in der thier nach der Injection 5 7 Stunde culin von? bis?Stunde 3 0,5 6 12 40,4 12 4 0,5 15 15 39,5 15 5 0,5 14 29 40,6 21 6 0,5 11 26 40,0 15 7 0,5 13 23 39,3 15, 21 p. 23 10 0,5 8 1 39,5 12 12 0,2 15 17 39,3 16 13 0,2 15 20 39,4 18 und 20 14 0,2—— 38,9 14 629) 03 9 22 40,2 16 17 15 0,2 9 10 39,4 9 17 0,2 12 22 39,8 14 18 0,2 8 14 und 22 39,8 13, 14 2 0,2 9 19 40,2 12, 14 3 14 40,5 14 25 0,4—— 39,0 20 bis 23 26 0,4—— 38,6 14 27 0,4 3 24 39,9 6 30 0,4 6 15 40.,3 12 33 0,3 8 23 40,3 5 3 03 6 15 401 13 35 0,3 12 17 39,6 15 15 27 03 6
Hiernach zeigten von 23 tuberculösen Thieren 21 deut- liche Temperaturerhöhungen über 39 Grad. Die Erhöhung der Körperwärme begann zweimal vor der 6. Stunde, zehn- mal zwischen der 6. bis 9., dreimal zwischen der 10. bis 12., sechsmal in der 13. bis 15. Stunde nach der Injection und erreichte ihr Ende einmal in der 6. bis 11., fünfmal in der 12. bis 15., dreimal in der 16. bis 18., neunmal in der 19. bis 24., dreimal nach der 24. Stunde. Die höchsten Temperaturen von 39— 40,6 Grad wurden erreicht viermal in der 6. bis 11., zwölfmal in der 12. bis 15., dreimal in der 16. bis 18. Stunde, zweimal nach 18 Stunden.
Die Temperaturerhöhungen standen nicht im geraden Verhältnisse zur Ausbreitung der Tubereulose, so dass bei stark verbreiteter Tuberculose zuweilen geringe, bei ganz geringer tuborculöser Veränderung auch höhere Tempe- raturen vorgefunden wurden. Sie waren im Allgemeinen höber und Iänger andauernd bei den grösseren Dosen von Tuberculin(im Durchschnitt 0,9 Grad C. über 39 Grad C. und 10 ½ Stunden andauernd bei 0,5), niedriger und kürzer andauernd bei kleineren Dosen(im Purchschnitt 10,7 Grad über 39 bei 0,2 und 6 Stunden anhaltend). Eiu besonderer Einfluss des Lebendgewichtes derart, dass bei grösserem Gewichte relativ geringere und weniger andauernde Tempe- raturerhöhung folgte, liess sich nicht feststellen.
Keine Temperaturerhöhung über 39,0 bei vorhandener Tuberculose trat in drei Fällen(Vers. 14, 25 und 26) her- vor. Die eine Kuh Nr. 14, welche auf 0,2 keine Verände- rung aufwies, zeigte jedoch Reaetion, als einige Tage später(s. Vers. 46 b, e) Dosen von 0,3 und 0,4 T ver- wendet wurden. Bei dem Versuchsthier Nr. 25 stieg die Temperatur nur auf 39; jede Reaction blieb aus bei Nr. 26. Da bei beiden Thieren Tubereulin derselben Sendung und Zubereitung verwendet wurde, wie bei dem Versuche Nr. 27 mit dentlicher Reaction, so bleibt der Ausfall der Tempe- raturerhöhung unaufgeklärt.
In der Regel ging mit der Temperaturerhöhung eine Steigerung der Pulszahl um ½— ½ der Normalzahl der betreffenden Thiere einher. Bei der nicht unerheblichen Verschiedenheit der Normalzahl der Pulse bei den Rindern,
erhöhungen folgen können.
sowie bei der Veränderung derselben infolge äusserer Ein- flüsse, Beunruhigung etc. lassen sich feste Zahlen nicht aufstellen und ebensowenig die Veränderung als diagno- stisches Hilfsmittel verwenden.
Nur in einer kleineren Zahl von Fällen ging mit der Temperaturerhöhung eine Vermehrung der Zahl der Athem- züge einher; vereinzelt wurde auch ein öfteres Husten in der Reactionszeit oder später beobachtet.
Von den 17 nicht mit Tubereculose behafteten Thieren zeigten nach der Einsprit⸗ung von Tubereulin, abgeschen von einer Kuh(Nr. 29) mit zweimaliger geringer, vorüber- gehender Temperaturerhöhung über 39,0 Grad, drei Thiere eine deutliche Reaction, und zwar:
Nr. 2 von 11.— 32. Stunde, mit höchstem Tempe-
, Nr. 11 von 10.— 29. Stunde, mit höchstem Tempe- Nr. 37 von 10.— 16. Stunde, mit höchstem Tempe- raturstande von 40,6.
Bei Nr. 2 trat die Temperaturerhöhung auch bei Wieder- holungen der Injection(Vers. 42) hervor.
Bei zweien von den Thieren fanden sich bei der Section Echinococcen und einige andere Abweichungen; bei dem Ochsen(Nr. 11) gar keine Veränderungen. Aller- dings muss anerkannt werden, dass aus ökonomischen Gründen bei den betreffenden Thieren nicht die sämmt- lichen Knochen durchsägt und untersucht wurden, es ist deshalb der Einwand, dass möglicher Weise irgendwo ver- borgene tuberculöse Herde die sonst bei tubereulösen Thieren hervortretende Reaction veranlasst hätten, nicht ganz zu- rückzuweisen. Immerhin möchte betont werden, dass ausser der Untersuchung der inneren Organe und Lymphdrüsen auch bei der Besichtigung der relativ am häufigsten von Tubereulose betroffenen Wirbelkörper und des Brustbeines nach der Theilung der Schlachtthiere in der Mittellinie
tubereulöse Herde nicht haben wahrgenommen werden können.
Bei den Wiederholungen von Einspritzungen von Tuberculin nach Ablauf von 4—5 Tagen bei einem und demselben Thiere(Vers. 41— 47) trat die Temperatur- steigerung beim Vorhandensein von Tuberculose vereinzelt nicht, in der Regel aber abgeschwächt hervor. Im Ver- suche 43 blieb, nachdem zuerst eine Injection von 0,5 T. eine deutliche Reaction hervorgerufen, bei den späteren Finspritzungen von 0,2, 0,3, selbst 0,5 jede deutliche Re- action aus. In den Versuchen 44— 47, in denen mit den Dosen 0,2 begonnen und dann gestiegen wurde, fehlten zwar die Reactionen bei den höheren Dosen nicht, sie traten jedoch weder in Stärke noch Dauer so hervor, wie dies im Durchschnitt bei den erstmaligen Einspritzungen beobachtet wurde.
Hiernach ist das Tubereculin als ein sehr wichtiges diagnostisches Hilfsmittel bei Zweifeln über das Vorhandensein der Tubereculose bei Rindern zu bezeichnen, indem Einspritzungen desselben bei tubereulösen Thieren,
selbst wo klinisch wahrnehmbare verdächtige Erscheinungen noch nicht vorhanden sind, in der Regel nachweisbare und
charakteristische Temperaturerhöhungen veranlassen. Als ein vollständig untrügliches Mittel Kann es aber deshalb nicht bezeichnet werden, weil in Ausnahmefällen trotz des Vorhandenseins der Tuberculose die Temperaturerhöhungen ausbleiben oder nur schwach hervortreten und andererseits auch bei anscheinend tuberkelfreien Thieren Temperatur- Immerhin sind und bleiben dies, unter Berücksichtigung der bei anderwärts angestellten Versuchen durchaus günstigen Ergebnisse, Ausnahmen, welche bei etwaigen polizeilichen Massregeln Ewangs- tödtung) gegen die Tuberculose nicht häufiger diagnostische Irrthümer veranlassen werden, wie dies noch jetzt bei der Diagnose des Rotzes und der Lungenseuche sich ereignet.
In Bezug auf die Verwendung des Tuberculin dürften sich die grösseren Dosen von 0.4 und 0,5 insofern
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