1. August.
Thiermedicinische Rundschau etc.
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sat?z der Verluste bei dieser Krankheit bedingt, erfolgreicher wird verhindert werden können als
bisher, muss durch weitere Versuche festgestellt
werden.
Der Umstand jedoch, dass bei Anwen-
dung der obigen Mittel auf diesem Wege von keiner Seite ein Nachtheil beobachtet ist, lässt
diese Erwartung nicht ganz unberechtigt er- scheinen. Nur bei einem Pferde, welches an sehr hochgradigen Athembeschwerden litt, stellte sich bei der Ausspülung des Schlundkopfes Erstickungs- gefahr ein, die dureh den Luftröhrenschnitt be- seitigt wurde. Das Pferd ist wiederhergestellt worden.
theilen etc. entstandenen Pneumonie war durch Einspritzungen in die Luftröhre überhaupt nicht zu erwarten, und wenn von einigen Referenten diese Behandlungsweise trotzdem versucht worden ist, 8o heben dieselben gleichzeitig hervor, dass
Aus den angeführten Thatsachen ergiebt sich, dass die Einverleibung von Arzneimitteln durch die Luftröhre etc., wenn sie in sachgemässer Weise und unter Berücksichtigung der pei allen Operationen nothwendigen Vorsichtsmassregeln stattfindet, in erster Linie eine Gefahr nicht einschliesst, die vor der Anwendung der Me- thode zurückschrecken liesse, dass Ausspülungen des Schlundkopfes bei den Complicationen der Druse unter Umständen sehr gute Dienste leisten
können, und dass bei der Behandlung der Blut-
feckenkrankheit die intratrachealen Injectionen
wegen ihrer bequemen und leichten Anwendungs- Fine Heilung der durch Aspiration von Futter⸗
die Mittel erst zur Anwendung kamen, nachdem
die Prognose als ungünstig zu bezeichnen und
ein günstiger Verlauf überhaupt nicht mehr zu
erwarten stand.
Hieraus erklärt sich auch das
anscheinend ungünstige Verhältniss zwischen den
mit trachealer Injection behandelten und den ver- storbenen Pferden, wie es aus vorstehender Ta- belle zu ersehen ist.
Uebereinstimmend günstig lautet da- gegen das Urtheil über den Werth der Behandlung mit Lugol'scher Lösung bei der als Complication bezw. Nachkrankheit auf- tretenden Blutfleckenkrankheit, welche früher theils direet durch Tod, theils indirect dadurch bedeutenden Verlust herbeigeführt hat, dass eine Reihe von Pferden, bei denen Necrose der Haut der Extremitäten eingetreten war, wegen der entstellenden und den Gebrauch behindernden Narben ausrangirt werden mussten. Das Aus-
weise und der allgemein dabei beobachteten guten Erfolge zu weiterer Benutzung empfohlen werden können.
Mittheilungen aus Vereinen und
Versammlungen.
— Bericht über die General-Versammlung des thierärztl. Vereins Stettin-Stralsund am 29. April 1888 im Hötel de Prusse zu Stettin.(Schluss.)
Nach diesen Misserfolgen wandte ich mich einer chro- nischen Sehnenaffection zu. Das betr. Thier that nach Behandlung einer mächtigen Sehnenentzündung(Vorder- fuss) durch scharfe Salben seit einem halben Jahre, ohne wieder lahm geworden zu sein, seinen Dienst, aber die Verklebung der Sehnen und die Neubildung war eine so mächtige geworden, dass durch eine starke Verdickung an der betr. Stelle dieser abnorme Zustand selbst dem Laien bemerkbar wurde. Zaghaft wagte ich mich an dieses Leiden heran und begann zunächst damit, dass ich 8 Tage lang zweiwal täglich die Verwachsungen 15 Minuten lang kneten liess und dann Gummipapier zur Umwickelung benutzte; das Thier machte dabei täglich 2 Mal seine Tour vor dem Pferdebahnwagen. Nach 8 Tagen waren die Massen weich geworden und nach 30 Tagen eines täglichen
einmaligen Streichens(20 Minuten) waren die Sehnen
rangiren war bei dieser Behandlungsmethode in
diesem Seuchengange nur in vereinzelten Fällen erforderlich. Ganz besonders wird empfohlen,
sofort bei den ersten Krankheitssymptomen, die auf die Entwickelung der Blatfleckenkrankheit
schliessen lassen, mit den Injectionen zu beginnen
und am zweckmässigsten täglich kleine Dosen
(0— 20 g) der Lugol'schen Lösung anzuwenden. Die Anschwellungen der Unterhaut verschwinden dann oft in überraschend kurzer Zeit, während bei den zur Controle in anderer Weise behandelten
Pferden oft 14 Tage bis 3 Wochen zur Herstellung
duss der ganze Fuss von oben bis unten hart und prall
erforderlich waren und gewöhnlich Neerose der war
Haut eintrat, die noch einer langen Nachbehand- lung bedurfte. Nur von einem Referenten wird seiner alten Behandlungsweise— 10 proc. Carbol- säure mit ½ Liter Wasser einzugeben— wenn auch nicht der Vorzug gegeben, so doch dieselbe Wirkung zugesprochen.
weich und elastisch, von aussen unterschied sich der Fuss in Nichts von dem gesunden, die Verklebungen waren ebenfalls beseitigt und sind bis heute, nach 1 ½ Jahren, nicht wiedergekehrt.
Geringfügige frische Sehnenentzündungen, welche ich im Laufe der Zeit der Massage unterwarf, waren leicht zu verstreichen und mit Unterstützung Priessnitz'scher Umschläge in 7 bis 9 Tagen zu beseitigen; bei derartigen Zuständen wirkte die Massage überraschend und blieb der Erfolg ein anhaltender.
Zu empfehlen ist die Massage ferner bei denjenigen chronischen Verdickungen, welche, namentlich an den Hinterfüssen vorkommend, als„Elephantiasis“ bezeichnet werden. Hier glänzte mir bei Behandlung eines derartigen Zustandes ein goldener Stern. Eine Rappstute von hohem Werthe war von dem Besitzer als reif für den Pferde- schlächter bezeichnet werden; das Thier hatte sich vor ½ Jahren eine Verletzung des Sprunggelenks zugezogen, war dann mit scharfer Salbe so hinreichend tractirt worden,
Das Pferd schleppte den Fuss im Hüftgelenk nach aussen schleudernd hinter sich her. Kühn gemacht durch die Zertheilung der Sehnenverklebungen wagte ich mich mit der Anpreisung der Massage, als letztem refugium, hervor, und der Besitzer war mit Bezug auf den Werth des Thieres mit der Einleitung der Behandlung einver- standen. Der Stellmacher des Gutes musste aus Linden- holz ein Paar Hölzer schnitzen, welche starken Pauken-
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