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Thiermedicinische Rundschau etc.
1888. No. 21.
und That mitgeholfen haben, darunter den Herren Bezirks- thierarzt Dr. Prietzsch-Leipzig, Direktor des Münchener Schlachthofes Röbl, der zur Freude des Herrn Redners per- sönlich der Feier beiwohnte, und dem neuernannten Direktor des Leipziger Schlachthofes Bezirksthierarzt a. D. Hengst. Nach Schluss der Rede fand eine eingehende Besichtigung unter Führung des Herrn Direktors Hengst und des Herrn Architekten Moritz statt. Allgewein war das Urtheil zahlreicher zuständiger Personen, dass eine zweite gleiche Anlage in dieser Ausdehnung und mit solchen Fortschritten und Einrichtungen der Technik und öffentlichen Gesund- heitspflege in Deutschland zur Zeit nicht vorhanden ist.
— Die Generalversammlung des thierärztlichen
Vereins in Niederbayern für 1888 findet Sonntag den 5. August in Passau, Hötel Spahn statt. Aus der Tages- ordnung: Mittheilungen aus dem bactericlogischen Kurs und Besprechung über die Körordnung. Die 46. Generalversammlung des Vereins Pfälzer Thierärzte findet am 18. August in Kaisers- lautern statt. Aus der Tagesordnung: Besprechung über die Körordnung: Kreisthierarzt Gross. Mittheilungen über den bacteriologischen Kurs: Bezirksthierarzt Louis.
— Der Herr Minister der geistlichen Unterrichts- und Medicinalangelegenheiten in Preussen hat entschieden, dass die ärztliche Vorprüfung im Falle des Misslingens un- begrenzt wiederholt werden kann.
— BRichtigstellung. Durch ein Versehen des Setzers ist in der Tagesordnung des thierärztlichen Vereins für dis Provinz Westfalen bei der für die Kreisthierärzte zu er- strebenden Rangklasse IV statt VI gedruckt worden. Be- kanntlich stehen die Kgl. Regierungs-Räthe und Landräthe in der IV. Rangklasse.
Bücherschau.
Impfung, Impfgeschäft und Impftechnik. Fin kurzer Leitfaden für Studirende und Aerzte von Dr. M. Schulz, Stadt-Physikus und Vorsteher der Königl. Impfanstalt zu Berlin. Berlin. Fr. Euslin. Preis 3 MKk.
Die auf Veranlassung von Robert Koch verfasste Schrift enthält in ihrem ersten Theil Angaben über die geschichtliche Entwicklung der Impfung, ihre physiolo- gischen Grundlagen und ihre Pathologie. Im zweiten Theil ist das Impfgeschäft und die Impftechnik abgehandelt und hier auch die Gewinnung und Aufbewahrung von Thier- lymphe besprochen worden. Hat die Schrift auch in erster Linie für den Menschenarzt Interesse, so ist sie doch auch für die Thierärzte und besonders für diejenigen von Werth, welche an Impfinstituten thätig sind. Sehr lehrreich sind die der Schrift angehängten Tabellen über das Auftreten der Pocken von 1870— 1883.
Handwörterbuch der gesammten Medicin. Unter Mit- wirkung zahlreicher Fachgelehrten herausgegeben von Dr. A. Villaret. Stuttgart. Verlag von Ferd. Enke. Lieferung 5— 9. Preis der Lieferung 2 Mk.
Von diesem Werke, das wir bereits in No. 23 des vorigen Jahres besprochen haben, liegen jetzt die ersten neuen Lieferungen vor. Die letzte reicht bis Gelenkrheu- matismus. Unsere früheren Erwartungen sind nicht ge- täuscht worden. Das Werk wird gewiss auch unter Thier- ärzten manchen Freund finden, da es einen treuen Spiegel des gegenwärtigen Standes der Medicin liefert.
Bipliotheca Medico-Chirurgica pharmaceutico- che- mica et veterinaria. Herausgegeben von Gustav Ruprecht. Preis jährlich 6 Mk. Göttingen, Vanden- hoeck& Ruprecht's Verlag.
Das gewiss sehr dankenswerthe bibliographische Unter- nehmen müsste bezüglich der Thiermedizin, welche in einem
Anhange sich befindet, noch sehr durchgreifende Aende-
rungen erfahren, wenn es auf Zuverlässigkeit und Voll- ständigkeit Anspruch machen will. Vielleicht gelingt es der Redaction auch nach dieser Richtung hin die Vorzüge der anderen Abschnitte des Werkes zu erreichen.
Personalien.
Auszeichnungen. Der Landesthierarzt bei der Statt- halterei in Innsbruck, Herr Bernhard Sperk, ist zum Ministerialsecretair im k. K. österreich-ungarischen Ministe- rium des Innern ernannt worden. Prof. Phanhoffer in Budapest wurde der Titel eines königl. Rathes verliehen. Prof. Varga in Budapest wurde zum Direktor der Buda- pester Thierarzneischule ernannt. Dr. F. Huttyra erhielt den Titel eines a. o. Professors.
Ernennungen und Anstellungen. Grenz- und Kreis- thierarzt Mehrdorf in Beuthen zum Kreisthierarzt in Breslau. Thierarzt H. Schmitz in Gommern(Reg-Bez. Magdeburg) zum Kreisthierarzt in Fupen ernannt. Thier- arzt Munier zum Assistent an der Thierarzneischule in München. Zum Bezirksthierarzt wurde ernannt Josef Igl in Kemnath Distriktsthierarzt Jacob Riedinger in Nab- burg, Distriktsthierarzt Heinrich Haussler in Teuschnitz. Dem Thierarzt Louis Gehrig zu Goslar ist die von ihm bisher kommissarisch verwaltete Kreis-Thierarztstelle des Kreises Goslar definitiv verliehen worden.
Niederlassungen und Wohnsitz-Verinderungen. Thierarzt Weinberg in Aachen. Thierarzt Schönen in Langendorf Kreis Jülich). Thierarzt Beckers in Busch (Kreis Erkelen?). Thierarzt Edel hat seinen Wohnsitz von Bocholt nach Lüdenscheid verlegt.
Offene Stellen.
Offene amtliche Stellen.
— Grenz- und Kreisthierarztstelle für Beuthen und Kattowitz. Amtssitz Beuthen. Gehalt 2400 Mk. Privatpraxis nicht gestattet. Bewerbungen an die Königl. Regierung in Oppeln
— 6Grenz- und Kreisthierarztstelle des Kreises Briesen. Amtssit? Gollub. Gehalt 2400 Mk. Privatpraxis ausgeschlossen. Bewerbungen bis 26. August an den Herrn Regierungs-Präsidenten in Marienwerder.
— Kreisthierarztstelle in Strassburg-Westpreuss. Bewerbungen bis 26. August an den Herrn Regierungs- Präsidenten in Marienwerder.
Kreisthierarztstelle in Gross-Wartenberg. Bewerbungen bis 23. August an den Herrn Regierungs- Präsidenten in Breslau.
— Distriktsthierarztstelle in Heidenheim. Feste Einnahmen 714 Mk. Bewerbungen bis 14. August bei dem Bezirksamt Gunzenhausen.
— Kreisthierarztstelle des Kreises Westerburg⸗ Amtswohnsitz in Westerburg. Bewerbungen bis 10. August an die Königl. Regierung in Wiesbaden.
Offene nichtamtliche Stellen. — In Drossen(Kreis Weststern berg). Näheres vom Magistrat. — In Ballenstedt(Anhalt). 1200 Mk. Näheres vom Magistrat.
Feste Einnahmen etwa
Briefwechsel.
Herrn M. in S. Einen Schadenersatz würde der Be- sitzer nur dann beanspruchen können, wenn er im Stande ist, Ihnen nachzuweisen, dass Sie das Mittel in einer Dosis angewendet haben, die mit den in den Lehrbüchern an- gegebenen Verhältnissen nicht übereinstimmt. Den Beweis


