Thiermedicinische

Bd. I. No 21. 168788.

Herausgeber Expedition Dr. E. Schleidenühl Bein Wilh. Inadp's Verlag Halle a. S. Halle a. S.

der

vergleichenden Pathologie und des gesammten Veterinär-Medicinalwesens.

gleichzeitig Organ zur Vertretung üer Mieressen des mierärztlichen Standes. Neue Folge der im Jahre 1885 begründetenRundschau auf dem Gebiete der Thiermediein.

Pie Rundschau erscheint alle 14 Tage in der Stärke von 1 ½ Bogen. Der Abonnementspreis be- trägt 2,50 Mk. pro Vierteljahr und ist dieselbe durch Wilhelm Knapp in Haile a. S. und durch jede Buchhandlung zu beziehen.

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holungen hoher Rabatt. Beilagen nach Upereinkunft.

Den 1. August 1888.

mhalt. Hafner: Einige Mittheilungen über Gewinnung von Vaccine an jungen Bullen. Brieger: Ueber das Vorkommen von Tetanin pei einem an Wundstarrkrampf erkrankten Individuum. Zorn: Ein seuchenartig auf- tretender acuter Kehlkopfs-Luftröhrencatarrh beim Pferde. Pfeiffer: Veber den Fettgehalt des Körpers und ver- schiedener Theile desselben bei mageren und fetten Thieren. Mittheilungen aus Vereinen und Versammlungen: Bericht über die Versammlung schlesischer Thierärzte. Kleine Mittheilungen: Die Futtermittel und die Ernährung des Pferdes auf Java von Franz Paszotta.(Schluss aus No. 19.) Tagesgeschichte. Bücherschau. Personalien.

Offene amtliche Stellen. Offene nichtamtliche Stellen. Briefwechel. Anzeigen.

Nachdruck ohne Genehmigung des Herausgebers verboten. (Reichsgesetz v. 11. Juni 1870.)

Finige Mittheilungen über Gewinnung von Vaccine an jungen Bullen.)

Von Bezirksthierarzt Hafner, thierärztlicher Assistent an der Impfanstalt zu Karlsruhe.

Die mit dem Schlacht- und Viehhofe in Karls- ruhe errichtete Anstalt zur Gewinnung animaler Lymphe wurde im Laufe des Monats Februar v. J. in Betrieb genommen. In ihrer Anlage wie in ihrer Einrichtung erhebt sie gleich dem Schlacht- hofe den begründeten Anspruch auf Mustergiltig- keit und gewährleistet im vollem Masse die Vor- aussetzungen, welche die öffentliche Gesundheits- pflege füglich an ein derartiges Institut stellen muss. Geräumige, luftige Stallungen für die Einstellung der Impfthiere, geräumige, thunlichst durch Oberlicht erhellte Impflokale zur Vornahme der Impfungen und Abimpfungen. sowie zweck- mässige Räumlichkeiten zur Aufbewahrung des Impfstoffes sind die hauptsächlichsten Punkte, in welchen die gedachten Forderungen gipfeln. Demnächst stellt das Bedürfniss wiederholter und ausgiebiger Reinigung und Desinfektion nament- lich der Stallungen(aber auch der Operations-

lokale) das Verlangen nach einer diese Mass-

nahmen in gründlicher Weise ermöglichenden Beschaffenheit und Finrichtung der Böden, Wände, Krippen, Stände etc. sowie einer geeigneten

Wasserversorgung. Allen diesen sanitären An- sprüchen trägt das neue Karlsruher Impfinstitut hinreichend Rechnung.

Da die amtlichen Impfungen seit März 1886 im Grossherzogthum Baden mit Thierlymphe aus- geführt werden müssen und die früheren Impf- anstalten in Mannheim. Freiburg und Ueberlingen zu derselben Zeit aufgehoben wurden, fällt der Impfanstalt in Karlsruhe die Aufgabe zu, den Gesammtbedarf thierischer Lymphe für das ganze Land zu produciren. Sie ist deshalb ein staat- liches Institut und untersteht der Leitung eines Staatsarztes, welchem ein ärztlicher und ein thier- ärztlicher Assistent beigegeben sind.

Zur Gewinnung thierischer Lymphe hat man

bpisher vorzugsweise Kälber verwendet und ver-

wendet sie heute noch. Dieses Verfahren accep- tirte auch jene durch das Reichsamt des Innern zur Berathung einerAnweisung für die Ge- winnung, Aufbewahrung und Versendung von Thierlymphe einberufene Sachverständigenkom- mission und gestattete nur für den Fall, dass geeignete Kälber nicht zu beschaffen sind, die

) Im Anschluss an die Artikel in No. 19 und 20 bringen wir mit freundlicher Genéhmigung des Herrn Verfassers

den nachstehenden aus denBadischen Thierärztlichen Mittheilungen zum Abdruck.

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