15 September.

Thermediciinische Rundschau ete.

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151 200 Pferde 5 Kreise 61 00 1 50 322

5 frei blieben. 33 Kreise.

Sicht man von der Stadt Berlin ab, so ergiebt sich zunächst, dass die sämmtlichen 16 Kreise

geographische Karte übertragen, so würde sofort

in die Augen fallen, dass die Rotzkrankheit ihre

intensivste Verbreitung gefunden hat in den Rogierungsbezirken Oppeln, Bromberg, Posen,

mit den grössten Verlustziffern mit Ausnahme

des Kreises Angerburg den Provinzen Posen, Westpreussen und Schlesien angehören. Auffallend

gross ist die Zahl der Verluste in den Kreisen

Mongrowicz, Inowraclaw, Schubin und Pr. Stargard. Die Kreise Beuthen und Tost Gleiwitz haben nur wenig über die Hälfte der ersten drei Kreise verloren.

Legt man dieser Beurtheilung die Berechnung der Verluste auf je 1000 vorhandene Pferde zu Grunde. so ergiebt sich Folgendes:

Es sind in den 9 Jahren im Durchschnitt pro Jahr auf 1000 vorhandene Pferde gefallen und getödtet:

9,51 10,00 Pferde in

1 Kreise(Renthen 9,84) LReg.-Bez.

Marienwerder und Danzig, ebenso dass die am stärksten verseuchten Kreise des ganzen Staates durchweg an der russischen und polnisch-russischen Grenze liegen. Es dürfte sich hieraus ohne weiteres der Schluss rechtfertigen, dass die Rotz- krankheit in den östlichen Provinzen im Wesent⸗ lichen durch stete Neu-Einführung des Contagiums bei dem Ankauf von Pferden aus dem Ausſande, besonders aus Russland und Polen, unterhalten wird. Als thatsächlicher Beweis hierfür Folgendes: Die Rotzkrankheit wurde innerhalb der letzten 7 Berichtsjahre notorisch durch 198 angekaufte Pferde in den preussischen Staat eingeschleppt und zwar stammen von diesen Pferden allein 102 aus Russland und Polen, 28 aus Oesterreich-Ungarn. Finige Wochen oder Monate vor Constatirung der Rot?krankheit waren ausserdem innerhalb der letzten 6 Berichtsjahre angekauft 840 Pferde, von denen ein nicht geringer Theil bereits zur Zeit des Ankaufs inficirt gewesen sein und somit nicht unwesentlich zur Weiterverbreitung der Rotzkrankheit beigetragen haben wird.

Bei Beaufsichtigung der Pferdemärkte und der Rossschlächtereien wurden innerhalb

der letzten 6 Berichtsjahre rotzkrank befunden:

8,01 8,50 1(Kattowitz 8,05) Oppeln. 51 8,00 e tdtr 7,83 5,01 5,50 1 Qlumedyð49 Reg. Bez. Aachen. 3 rost Gleinit⸗12)] 5 Wonsrwie440 ſbheb 3rOMD. (Pr. Stargard, Bromberg S5 00 5 Stadtkr., Gnesen, Olpe und Saarbrücken.) (Thorn, Stralsund Stadtkr., Kröben, Inowraclaw, Mo- gilnow, Schubin, Rosen- 3,01 350 5 10 berg in W.-Preussen, Tar- nowitz, Zabrze und Bochum Stadtkreis.) (Angerburg, Strassburg in W.-Preussen. Pleschen, 2,51 3,00 de Brom berg Landkreis, Breslau Stadtkreis.) 201 250 14 Kreisen 1,51 2,00 50 00 0,01 0,50209 0,00 33

Aus Vorstehendem ergiebt sich, dass die

Rotzkrankheit innerhalb dieser 9 Jahre die grösste

Verbreitung in den Kreisen Beuthen und Kattowitz des Reg.-Bez. Oppeln gefunden hat; demnächst folgen Stadt Elberfeld, die Kreise Malmedy, Mongrowiez und Tost. Gleiwitz; die hierauf am stärksten verseucht gewesenen 21 Kreise gehören mit wenigen Ausnahmen den Provinzen Westpreussen, Posen und Schlesien an.

Würde man die Verbreitung der Rotzkrankheit innerhalb der letzten 9 Berichtsjahre in den einzelnen Kreisen des preussischen Staates nach dem Verlustverhältniss auf je 1000 vorhandene Pferde durch verschiedene Schattirungen auf eine

a) auf den Märkten b) in den Rossschlächtereien

1880/81= 43 Pferde 46 Pferde 186381 1 188165 13 23 1885/86= 13 12

II Pferde 165 Pferde.

Diese Zahlen dürften die Nothwendigkeit der Ueberwachung der Vichmärkte und Rossschlächte- reien am besten beweisen.

Stellt man die sämmtlichen innerhalb der letzten 7 Berichtsjahre auf polizeiliche Anordnung getödteten Pferde nach dem Verhältniss zusammen, in welchem sie sich auf grössere Güter, auf kleinere Pandwirthschaften und auf solche Besitzer vertheilen, deren Pferde vorzugsweise zum Transport von Menschen und Gütern benutzt werden, so ergiebt sich Folgendes:

Es entfallen im Durchschnitt für den ganzen Staat

a) von den auf poli- b) von den ver-

zeiliche Anordnung seuchten getödteten Pferden. Beständen. 1. auf grossen Gütern 45,58 Proc. 22,74 Proc. 2. auf Keinen Landwirthsch 27,74 38,79 3. Fuhrwerksbetrieb 21,87 28,20 4. unbestimmt. 4.81 10,27

100,00 Proc. 100,00 Proc.

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