15. Oktober.

Thiermedicinische Rundschau ete.

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Personalien.

Auszeichnungen. Professor Dr. Johne in Dresden wurde zum Mitglied der Kgl. Commission für das Veterinär- wesen, Professor Siedamgrotzky zum Medicinalrath er- nannt.

Corpsrossarzt Rust erhielt den Kronen-Orden IV. Cl.

Ernennungen. Der zur Zeit als Repetitor an der Königl. Thierarzneischule in Hannover thätige Thierarzt Dr. Vaerst ist zum commissarischen Kreisthierarzt des Kreises Weissensee mit dem Amtswohnsitze in Erfurt er- nannt worden.

Professor Roeckl an der Königl. Thierarzneischule in Stuttgart ist zum Kaiserl. Regierungsrath und Mitglied des Kaiserl. Gesundheitsamtes ernannt worden.

Beförderungen. Militärthierarzt Barnik ist zum Oper- rossarzt befördert worden.

Die Oberrossärzte Plaettner und Brand sind an das

Königl. Militär-Veterinär-Institut nach Berlin perufen worden. Anstellungen. Dem Thierarzt Rudolf Lorenz zu

Berlin ist die interimistische Verwaltung der Kreisthier- arztstelle des Kreises Heydekrug übertragen worden. Dem Thierarzt Ernst Wallmann in Schleusingen ist

unter Anweisung des Wohnsitzes in Schleusingen die commissarische Verwaltung der Kreisthierarztstelle des

Kreises Schleusingen übertragen worden.

Dem Kreisthierarzt Buch in Berlin ist die Stelle des Repetitors am pathologischen Institut der Königl. Thier- arzneischule daselbst zum 1. October übertragen worden.

Dem Thierarzt August Sälzer in Görlitz ist die Kreisthierarztstelle des Kreises Görlitz definitiv übertragen worden.

Niederlassungen. Thierarzt Göttelmann hat sich in Schlettstadt, Thierarzt Haag in Strassburg i. E. nieder- gelassen.

Militärthierarzt Schurig hat seinen Wohnsitz nach Frankenberg i. S. verlegt.

Todesfälle. Am 21. August d. J. starb in Colmar Kreisthierarzt Reech im Alter von 77 Jahren. Derselbe war 53 Jahre in seiner Vaterstadt thätig und seiner treff- lichen Charaktereigenschaften wegen sehr geehrt. Zu seinem 50 jährigen Jubiläum erhielt der Verstorbene von dem Verein elsässischer Thierärzte einen silbernen Pokal.

In München starb der frühere Professor der dor- tigen Thierarzneischule Georg Ramoser im Alter von 82 Jahren. Derselbe hatte die Lehrstelle für Diätetik, Operationslehre und Exterieur inne. Bis kurz vor seinem Tode besuchte derselbe noch oft den Ort seiner jahrelangen Wirksamkeit.(Ad. Wochenschr.)

Offene Stellen.

Offene amtliche Stellen.

Die Kreisthierarztstelle des Kreises Heilsberg ist vacant. Bewerbungen sind bis zum 10. November an den Herrn Regierungs-Präsidenten in Königsberg i. P. zu richten.

Die Grenzthierarzt-Assistentenstelle in Stallupönen, mit der eine Remuneration von 1200 Mark jährlich ver- bunden ist, ist vacant. Bewerbungen sind bis zum 20. Oc- tober an den Herrn Regierungs-Präsidenten in Gumbinnen zu richten.

Erledigt ist die Stelle des Bezirksthierarztes für das k. Bezirksamt Bamberg I. Bewerbungen sind bis spä- testens den 20. October pei der zuständigen k. Regierung einzureichen.

Offene nichtamtliche Stellen.

In Bernstein(N. M.) wird die schleunige Nieder- lassung eines Thierarztes gesucht. Fixum aus der Fleisch- beschau jährlich etwa 600 Mk. Bewerbungen peim Magistrat.

In Berlinchen(Neumark) wird die Niederlassung eines Thierarztes gesucht. Näheres durch den Magistrat.

Briefwechsel.

Herrn B. in U. Allerdings bestehen Regierungs-Ver- fügungen, welche eine Controle der Nothschlachtungen anordnen, in einzelnen Bezirken seit vielen Jahren.

So in Breslau, Liegnit?, Königsberg, Minden, Magdeburg u. s. Nach diesen Verfügungen darf das Fleisch von Thieren, die wegen einer Krankheit geschlachtet worden sind, nur auf Grund eines thierärztlichen Attestes über die Unschäd- lichkeit desselben für Menschen feilgepoten werden. Ebenso ist An- und Verkauf des Fleisches von an Krankheiten gestorbenen Thieren untersagt und Zuwiderhandeln mit Strafe belegt. Ob dort eine derartige Verordnung be- steht, wissen wir nicht. Durch direkte Anfrage jedenfalls leicht zu erfahren.

W.

Herrn H. in M. Besten Dank für die Zusendung. Die Aufnahme wird in einer der nächsten Nummern erfolgen.

Herrn L. in S. Es ist nicht Schuld des Herausgebers, wenn Sie frühere Nummern derRundschau nicht er- halten haben. Sie müssen sich dieserhalb an die Ex- pedition wenden, bei der Sie die Zeitschrift bestellt haben.

Herrn B. in N. Der frühere Verleger unserer thier- ärztlichen Zeitschrift hat, wei!l er schon im Mai den Ver- trag aufgegeben, sehr wohl schon vor dem 1. Juli gewusst, dass dieRundschau nicht mehr in bisheriger Weise pei ihm zum 1. October erscheinen wird. Haben Sie in an- derer Voraussetzung bis 31. December abonnirt, so ver- langen Sie event. Rückgabe des irrthümlich zu viel ge- zahlten Betrages.

Herrn L. in S. Es ist allerdings wahr, dass das Rangverhältniss der Kreisthierärzte dem der Kreiswund- ärzte gleichsteht und seit einem halben Jahrhundert nicht geändert ist. Vorstellungen an zuständiger Stelle dieser- halb sind bisher vergeblich versucht worden.

Herryn 6. in N. Darüber, ob auch im nächsten Jahre eine Sitzung der Centralvertretung stattfinden wird, ist bisher nichts verlautet. Wir sind der Ansicht, dass zu- nächst und wie dies auch pei ähnlichen Vereinigungen der Fall ist, aljährlich eine solche Sitzung stattfinden müsste. An Berathungsgegenständen wäre gewiss kein Mangel.

Herrn M. in S. Wegen Abwesenheit des Redacteurs konnte in jener Zeit eine Controle der Annoncen nicht stattfinden. Natürlich wird die fragliche nicht wieder aufgenommen werden.

Herrn Sch. in N. genossen über den Sachverhalt Dies wird seiner Zeit geschehen.

Wir haben nur Interesse, die Fach- des Treibens aufzuklären.