Bekanntmachung. Billigste

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legenheit

nach Nordamerika. Der unterzeichnete bevollmächtigte Agent der

Herrn Lüdering& Comp., Schiffsrheder und Großherzogl. Hess. Konsul in Bremen, macht hiermit bekannt, daß nunmehr am 1. und 15. Tage eines jeden Monats, wie früher, große schnell⸗ segelnde dreimastige Bremer Schiffe, mit hohen ge⸗ räumigen Zwischendecken versehen und bestens ein⸗ gerichtet, von Bremen aus nach Baltimore

und New⸗York und mitunter auch nach Phi⸗ ladelphia und New⸗Orleans abgefertigt wer⸗ den, und daß daher zu jeder Zeit Passagiere, die sich zur Ueberfahrt nach Nordamerika ent⸗ schlossen haben, unter den besten und billigsten Be dingungen, bei dem Agenten angenommen und bundige Schiffskontrakte mit demselben abgeschlossen werden koͤnnen, so wie derselbe auch jede nähere Auskunft über die abgehenden Schiffe sowohl, als auch die gedruckten Ueberfahrtsbedingungen unent geldlich ertheilt. Offenbach den 7. März 1842.

E. Kugler, Agent.

Vorstehende Anzeige wird hiermit bestätigt von Lüdering& Comp., Schiffsrheeder und Großh. Hess. Konsul in Bremen.

Miscellen.

Fortsetzung.)

Düngung. Obschon der Roggen auch in ma⸗ germ Boden fortkommt, so verträgt er doch die fri⸗ sche Düngung nicht nur sehr gut, sondern kommt auch nach einer solchen um so besser fort. Wo er die Hauptfrucht ist, düngt man zu ihm, so weit der Mist langt. Man darf jedoch nicht zu stark düngen, weil er sonst zu üppig im Herbst wächst, im Winter leicht fault und im folgenden Frühjahre lagert und zwar nicht selten vor der Blüthe, wo er dann wenig Körner ansetzt. Beim Bau des Noggens als Hauptfrucht findet die Regel Anwen⸗ dung: schwächer, aber öfter zu düngen welche sich jedoch natürlich nach der Beschaffenheit des Bodens modificiren muß, indem man bindigere und kältere Bodenarten stärker, als leichte und warme düngt. Der Roggen liebt es, wenn der Mist mehr zergan gen ist, und man bringt ihn in der Brage unter; ist jedoch der Boden mehr kalt und bindig, so scha det es nicht, wenn der Mist unmittelbar vor der Saat untergebracht wird, nur darf er nicht zu stro⸗ hig und zu wenig zergangen seyn, weil dann die

Pflanzen des Roggens leicht eingehen. Am besten sagt ihm der Schaf⸗ und Pferdemist zu, Rindsmist hat zur Folge, daß die Körner dickschalig werden, und es wird daher eine Mengung der Mistarten empfohlen. Schafpferch, er mag vor oder nach der Saat gegeben werden, äußert stets eine gute Wirkung und wird besonders bei spätern Saaten empfohlen. (Fortsetzung folgt.)

Anekdote.

Ein von der Neise ermüdeter Israelit bat einen vorbeireitenden Lieutenant, ihn doch mit auf das Pferd zu nehmen. Der Ofstzier gab endlich seinen Bitten unter der Bedingung nach, daß sich der Jude soweit auf den Hinterhalt des Pferdes setze, daß er den Christen nicht berühre. Es ging rasch einen ziemlich steilen Berg hinauf, und der Christ, ab⸗ sichtlich immer weiter zurückrutschend, rief dem Ju⸗ den gebieterisch zu, sich nicht von ihm erreichen zu lassen; der furchtfame Jude retirirte immer fort. Endlich rief er ganz ängstlich:

Herr Affezierer!

Nun, was giebt's denn, Abraham?

Der Schimmel wird alle! Der Schimmel wird alle!.

Druck und Verlag der G. D. Brühl' chen Buch- und Steindruckerei in Gießen.