Bekanntmachungen.

Edictalladungen.

80) In den 1780r Jahren entlieh der Bürger Johannes Luh zu Großenlinden

1 bei Jungfer Margarethe Vetzberger zu Gie— ßen ein Kapital von 40 fl. und am 28. April 1812 N

2) bei Wilhelm Will's Wittwe daselbst ein Kapital von 60 fl.,

welche Schulden abgetragen, allein, weil die Verbriefungen angeblich verloren gegangen, im Hypothekenbuch nicht gelöscht worden sein sollen. Es werden daher Alle, welche Ansprüche an ge— dachte Obligationen begründen zu können glauben, aufgefordert, solche sogewiß binnen 4 Wochen, vom 1. April d. J. an gerechnet, dahier geltend zu machen, als sonst nach Ablauf dieser Frist die Schuldposten als getilgt ang sehen, und der Eintrag im Hypothekenbuch unbedingt geloscht werden wird. Gießen den 24. März 1840.

Großh. Hess. Stadtgericht. Müller, e i n de

83) Heinrich Reitz von Haarbach entlehnte bei dem dasigen Kirchenkasten gegen Einlegung einer gerichtlichen Schuld- und Pfandverschreibung vom 7. März 1789 ein zu 5 proEt. verzinsliches Darlehn von 41 fl. Dieses Darlehen ist zurück— gezahlt, die deßfallsige Schuldurkunde soll aber abhanden gekommen sein, und da der dermalige Besitzer der verunterpfändeten Grundstücke dem Fortbestand der Hypothek widerspricht; so werden alle Diejenigen, die aus jener Urkunde Ansprüche herleiten wollen, aufgefordert, solche sogewiß binnen 8 Wochen a dato dahier anzuzeigen, ge— genfalls die Urkunde für erloschen angenommen und der deßfallsige Eintrag in den Pfandbüchern gelöscht werden wird.

Grünberg den 28. März 1840.

Großh. Hess. Landgericht das. Kraft. Nay ß.

90) Bekanntmachung die von dem Großh. Gewerb-Verein fuͤr Fabrikation der vorzuͤglichsten Backsteine ausgesetzte Praͤmie betreffend. Der Großh. Gewerb-Verein hat für jeden Baubezirk des Großherzogthums eine Prämie von

255 fl. für denjenigen inländischen Ziegler aus⸗ gesetzt, welcher im Jahre 1840, bei einer Anzahl von wenigstens 20 Bränden, die vorzüglichsten Backsteine brennt und mir in Bezug auf den Baubezirk Grünberg die bemerkte Summe in der Art zur Disposition gestellt, daß ich demselben vor Ablauf des Jahres denjenigen Ziegler zu bezeichnen und Proben der durchschnittlichen Qua— lität der von solchem gelieferten Waare einzu⸗ senden aufgefordert worden bin, welchem der Preis zunächst gebührt.

Ich ersuche daher die Großh. Bürgermeister, die in ihren Gemeinden wohnenden Ziegler hier— von in Kenntniß zu setzen und diejenigen, welche zur Erlangung des gedachten Preises zu konkur⸗ riren gedenken, aufzufordern, sich deßfalls bal— digst an mich zu wenden, worauf denselben so⸗ wohl hinsichtlich der Qualität der Steine, als auch der Einlieferung der Proben das Nähere eröffnet werden wird.

Gießen den 5. April 1840.

Der Großh. Kreisbaumeister Müller.

Versteigerungen. f

4 580 Die zum Nachlaß des Wirths Heinrich

Deibel zu Wieseck gehörigen Immobilien, als:

1) zwei Wohnhäuser, Scheuer, Stallung und etwa 2 Morgen großer Garten;

2 ohngefähr 8—9 Morgen Ackerland und Wiesen in den besten Lagen der Feldge⸗ markung von Wieseck;

3) ein Kiefernwald, ohngefähr 4 Morgen haltend,

sollen auf Antrag der Erbinteressenten, Dienstag den 14. April d. J., Vormittags 10 Uhr, zu Wieseck in der oben bezeichneten Hofraithe, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Gebäude, sowie der dabei befindliche Garten sind zur Wirthschaftsbetreibung gehörig eingerichtet, und durch ihre günstige Lage in ge⸗ ringer Entfernung von Gießen, ganz besonders dazu geeignet. Gießen den 3. März 1840.

Großh. Hess. Landgericht das. Ploch. Sei n.

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