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11) Freitag den 23. Februar 1838, sollen die, dem verstorbenen Andreas Seng zu Schaden⸗ bach gehörigen Güter, bestehend in 28 alten Morgen Ackerland, 12 alten Morgen Wiesen, auf 9 Jahre, stückweise oder im Ganzen, verpach⸗ tet und zugleich dessen nachgelassener Hausrath, sowie alle Arten Früchte an den Meistbietenden in demselben Termin mitversteigert werden.
Der Vormund Johannes Diehl.
13) Holzversteigerung.
Montag den 26. Februar dieses Jahres, des Morgens um 9 Uhr, sollen in dem hiesigen Gemeinde-Wald, Distriet Langenbruch und Buchkopf, nachstehende Holzsortimente als:
10 130 Fichten und Kiefern von vorzüglicher Güte, worunter sich Stämme befinden, welche 80 bis 90 Fuß Länge und 11 bis 14 Zoll Durchmesser haben, enthaltend 5000 Cubik⸗Fuß;
2) 230 Kiefern- und Fichten⸗Stangen, sehr gut und brauchbar zu Werk⸗ und Nutz⸗ holz; f
3) 1 Stamm Eichen⸗ Bauholz, 116 Cubik⸗ Fuß enthaltend,
unter den bei der Versteigerung eröffnet werden⸗ den Bedingungen, öffentlich meistbietend verstei— gert werden.
Steiglustige werden hierdurch eingeladen, sich um die bestimmte Stunde an dem Fußweg, der von Beuern nach Allertshausen führt, am Clim⸗ bacher Kiefern- und Fichten-Wald, einzufinden.
Die Großherzogl. Vürgermeister der Kreise Gießen und Grünberg werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden öffentlich bekannt zu machen. Zu allen Gegendiensten wird bereit sein
Climbach am 10. Februar 1838.
Der Bürgermeister Schmidt.
12) Arbeits versteigerung.
Die bisherige Wohnung eines hiesigen Gloͤck— ners und Kirchendieners soll durch Reparatur in bewohnbaren Zustand gebracht und die damit verbundene Arbeit an die Wenigstnehmenden ver— steigert werden. Hierzu wird der 8. März, Vor⸗ mittags 10 Uhr, in dem hiesigen Gasthaus be⸗ stimmt.
Nach dem Ueberschlag beträgt:
Die Maurerarbeit. 93 fl. 38 kr. Die Zimmerarbeit.. 208„ 19„ Die Schreinerarbeit. 84„ 37„ Die Weißbinderarbeit 43„ 50 17 Die Schlosserarbeit 0 67 77 16 77 Die Glaßnerarbeit. 21„ 48 75 Die Dachdeckerarbeit. 131„ 43„
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Summe: 651 fl. 14 ½ kr. Ueberschlag und Bedingungen sind bei der unterzeichneten Behörde jederzeit einzusehen. Kirchberg am 14. Februar 1838. Der Kirchenvorstand daselbst.
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Miscellen.
Die Obstbaumzucht zu eigentlichen land— wirthschaftlichen Zwecken.
Pon Betzhold, herzogl. Hofgärtner zu Mergentheim in Würtemberg.
(Fortsetzung.) B. Die Baumschule. Nachdem nun dieses Geschäft im Frühjahre, wo dann die Augen noch in demselben Jahre antreiben, oder nach Johanni, wenn die Baume
in den zweiten Safttrieb kommen, wo die Au⸗ gen vor dem nächsten Frühjahre nicht mehr an⸗ treiben, vorgenommen wird, so wird ersteres das Okuliren aufs treibende und letzteres das Okuliren aufs schlafende Auge genannt.
Das Okuliren auf's treibende Auge.
Es wird im Frühjahre in den Monaten vorgenommen, wo die Bäume gerade zu treiben anfangen und der Saft völlig in Umlauf gesetzt ist, so daß sich die Rinde an Wildling und Edel⸗ reis gut ablösen läßt. Nur muß man darauf sehen, daß das Auge noch nicht angefangen hat,


