men nicht angebauet, obgleich der neuseeländer Flachs bereits englische Winter ertragen haben soll.

Sandboden mit einiger Bindung, die man ihm durch oft gestreueten Lehmmärgel am leich— testen giebt, liefert den besten Flachs. Die Bin— dung kann er aber nicht entbehren, wegen der ihm nöthigen Feuchtigkeit. An der Mittagsseite der sandigen Hügel ist daher der Flachsbau im— mer mißlich, es sey denn, daß der Sand so kie— sig als in der Markt Brandenburg ist. Alsdann kann er 3 bis 4 Schuh Höhe erlangen, zumal wenn ihm im Gebirge durch seine üppige Vege— tation atmosphärischer Niederschlag zu Gute kommt, und wenn man ihm zur Düngung fetten Teich— schlamm giebt.

Thonboden, besonders wenn er gekalkt wor— den ist, hat selten eine ergiebige Flachs-Erndte, es sey denn, daß er ungemein durch Kunst und tiefe Rajolung gelockert worden wäre.

Der beste Dünger für jeden Flachs sind ve— getabilische Rückstände, gemengt mit Asche, Aus— wurf und Kalk. Alte Bedenkraft erzeugt den besten Bast. Ist der Dünger nicht innig vermengt, so wachsen dünne und stärkere Stängel, und die daraus gewebte Leinwand wird ungleich. Nach Pottasche wird der Flachs lang und der Bast fein, weil er so viele Feuchtigkeit aus der At— mosphäre annimmt, und besonders einen bindi— gen Boden zertheilt. Ein alter Waldboden ist für Flachs sehr genial.

(Fortsetzung folgt.)

Einiges uͤber zweckmaͤßige und Holz er— sparende Oefen-Anlegung, nebst einer naͤchstfolgenden lith. Tafel verschiedener Oefen.

Unter den verschiedenen Arten der Heizung ist ungeachtet trefflicher neuerer Erfindungen (Luftheizung, Dampfheizung, Heißwasserheizung) die Heizung mit einzelnen Oefen noch immer bei weitem die gebräuchlichste, u. dieß mit Recht, weil sie den mannichfaltigen Einzelbedürfnissen des bürgerlichen Lebens am meisten entspricht.

Der Ofenbau war bis vor etwa 100 Jahren außerordentlich vernachlaͤssigt. Erst mit der zuneh— menden Theurung des Brennmaterials wandte man mehr Aufmerksamkeit darauf, u. eigentlich erst seit 0— 50 Jahren sind zweckmäßigere Stubenöfen, wenigstens in Deutschland, allgemei— ner eingeführt worden. Ueberdieß kann man wohl annehmen, daß auch jetzt noch der großere Theil aller gangbaren Oefen wenigstens im Verhältniß zu den Orten, wo diese stehen, unvortheilhaft ein⸗ gerichtet ist. Die in neuerer Zeit zur Verbesse— rung des Stubenofens gemachten Vorschläge sind unzählig. Einen großen Theil der Schriften, welche darüber erschienen sind, findet man ver— zeichnet in Leuchs Feuerungskunde, Seite 262— 285.— Die Frage, welches der zweckmäßig⸗ ste Ofen sey, kann nicht allgemein beantwortet werden, denn für verschiedene Zwecke sind sehr verschiedene Constructionen erforderlich. Die An— forderungen, welche an einen guten Stubenofen gestellt werden können, sind folgende: 1) Er soll das Zimmer schnell erwaͤrmen. 2) Er soll die hervorgebrachte Erwärmung bequem, dauernd u. gleichmäßig unterhalten. 3) Er soll der Gesund⸗ heit zuträglich seyn. 4) Er soll den geringsten Naum einnehmen u. unbenutzbar machen. End— lich 5) soll die größtmögliche Ersparniß des Brennmaterials Statt finden.—

(Fortsetzung folgt.) eue Art, Kirschen einzumacheun.

Nimm von den schönsten Kirschen, wiege sie, nimm so viel Zucker, als sie wiegen, lege einen Satz Zucker in einen neuen gut glasirten Hafen und eine Lage von den Kirschen, mache es so bis sie alle darein kommen, allein der letzte Satz muß Zucker seyn. Schütte dann ein wenig Wein darauf und lasse sie so lange beim Feuer stehen, bis du merkest, daß der Zucker ganz ge— schmolzen und der Saft ganz klar ist, zu wel— chem Ende man den Hafen bisweilen vom Feuer wegnehmen, schütteln und abschaumen muß.

Auf diese Art können alle Sorten von Obst— früchten, die Beeren haben, eingemacht werden.