welche schon mehrmals ihrem Vater entlaufen war, ist wieder seit 18 Wochen von Haus entfernt, ohne daß

ihr Aufenthalt bekannt ware.

Ich fodere Sie auf, auf dieses Madchen inviglliren solches im Betretungsfalle arretiren und anher

einliefern zu lassen.

Ouvrier.

Zu Nr. K. 602.

Betreffend: Einen aufgefangenen fremden Hund.

Grunberg am 29. Januar 1835.

Der Großherzoglich Heffische

Kreis rath

des Kreises

rünberg

a n die Großherzoglichen Buͤrgermeister dieses Kreises.

Geschehener Anzeige nach ist am 18. dieses zu Hof Friedelhausen ein fremder Hund, ein Bracke, weiblichen Geschlechts, von Farbe grau, mit einer weisen Plesse und abhaͤngenden Ohren, und welcher mit einem Halsbande mit eisernem Ringe versehen ist, aufgefangen und in Verwahrung genommen worden. Ich

beauftrage Sie, dieses mit dem Anfuͤgen in Ihren unterhabenden Gemeinden bekannt zu machen, daß der

etwaige Eigenthuͤmer sich bei dem Großherzoglichen Bürgermeister zu Staufenberg zu melden und resp. zu

legitimiren habe.

Ou vriey.

K 557.

Grunberg am 27. Januar 1835.

Betreffend: Bitte von Georg Lagerin von der Kröge, um Ertheilung einetz Reisepasses!

Nn Großherzo

Kreisrat h des Kreises an

glich Hessische Gruͤnberg

die Groß herzogl. Bürgermeister die ses Kreises.

Obgleich die. Verfuͤgung schon lange besteht, daß, wenn Jemand, der einen Reiscpaß bereits be sitzt, um einen neuen Paß nachsucht, das Zeugnis, daß der Ertheilung eines neuen Reisepasses kein Hindernis im Wege stehe, unter den abgelaufenen Paß gesetzt werden soll, so ist diese Verfugung doch in neuerer Zeit hier und da nicht befolgt vielmehr von den Großherz. Büurgermeistern, ohne Ruͤcksicht hierauf, ein Paß⸗

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berichts⸗ Formular adhibirt worden.

Miscellen. Anleitung, die Obstbaͤume zu kleinen nntz⸗ baren Lustanlagen zu verwenden.

Wenige sind im Fall, ihre Gründe zu Lust⸗ anlagen anlegen und ihren Boden fast, ausschließend auf Verschönerung verwenden zu können. Manche Kulturanten wünschten, das Schöne mit dem Nütz⸗ lichen zu verbinden, so daß das Letztere vorherrschte und Ersteres ihrem Vortheil keinen Eintrag thäte. Wirklich, ein Lustwäldchen, Gebusche, die zugleich Nutzen abwerfen, sind ein bescheidener Wunsch. Mancher ist aber darüber mit sich selbst nicht einig, wie er seinen Wunsch realisiren möge. Und doch liegt das Mittel so nahe. Die Obstbäume und

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Man sieht sich daher veranlaßt, Sie auf jene Verfugung aufmerksam zu machen und Sie zu deren pünktlichen Befolgung andurch anzuweisen.

Ouvrier. Beere nsträuche bieten hiezu den Liebhabern, welche ihren Grund sparen müssen, ihm aber doch gefällige ländliche Form und Reiz geben möchten, ihre Dienste an. Ein fruchttragendes Obstbaum⸗ wäldchen wird bescheidene Anforderungen eben so befriedigen, wie ein Park von unfruchtbaren Jiersträuchen und ausländischem Gehölze und da⸗ neben das Hauswesen mit dem Vorrath an Obst versehen, den Lustwandelnden aber eine Augenweide seyn, und mitunter zur Befriedigung der Gaumen⸗ lust dienen. Es soll also nach Herrn Pfr. Christ's Idee ein Fingerzeig gegeben werden, seinen kleinen Grundbesitz in englisch⸗ deutschem Geschmack durch Obstbäume und Beerenstrauche zu verschönern und ihm die Gestalt einer ländlichen Aulage zu geben. Vielleicht daß durch Auffassung der Idee für die