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Man hat nicht umhin gekonnt, hier diejenigen Leser der gemeinnützigen Blätter), welche dem Stande der Landwirthe u. Viehzüchter angehören, wohlmeinend zu warnen, von der Befolgung von Anrathungen, wie solche in den Probeblättern der gemeinnützigen Blätter gegen eine so gefährliche Viehkrankheit, wie es die Lungenseuche ist, gegeben sind. Der Erfinder dieser Curart ist der Thierarzt J. J. W. Lux), der durch Zufall darauf verfallen ist, aber auch in seiner Zeitschrift deutlich gezeigt hat, daß er die Lungenseuche gar nicht kennt und daß er über⸗ haupt nicht einmal den fieberhaften Zustand bei den Wiederkäuern beurtheilen kann. Und nach des sen Nathschlägen sollt Ihr Euer, an der Lungen- seuche erkranktes Vieh behandeln?! Nust Euch, wenn Euer Vieh erkrankt ist, einen tüchtigen Thier arzt, und befolgt, was der Euch angiebt, oder Ihr werdet zu spät erkennen, daß dieser mein Nath nur wahrhaft gemeinnützig gewesen ist.

g Dr. Vix. *) In Gießen bei Heyer erscheinend. ) Siehe dessen homöopatische Zeitschrift für Thierarzte Ltets

Heft. Leipzig 1884.

Ueber Reinigung der Obstbaͤume.

Es ist ein allgemein anerkannter Grundsatz, daß wie bei den Thieren, so auch bei den Bäumen, zum Wohlgedeihen derselben auf das Reinhalten sehr viel ankommt. Nirgends treibt man es damit so weit, als in Holland. Zwar wird die Liebe des Holländers zur Neinlichkeit von ihm übertrieben; er genießt z. B. sein Essen kalt, damit nur nicht das Kochgeschirr schwarz gemacht wird; allein in Anse bung der Bäume hat er Recht. Er sagt:so wie unreine Menschen, haben auch unreine Bäume Un⸗ geziefer; dieß besteht in allerlei kleinen Thier⸗ chen und Maden, welche unter dem Moose der

40 ein blau tuchenes altes Kinderwämmschen mit gelben kleinen messingenen Knoͤpfen; 5) einen blau tuchenen Frackrock und dergleichen Hose.

Wahrscheinlich sind diese Gegenstaͤnde entwendet; man fodert daher Jeden, der uͤber dieselben Aus⸗

schluß ertheilen kann, auf, dieses sofort dahier zu thun.

f Großherzoglich Hessisches Landgericht.

Gießen den 6. Januar 1835.

Pho ch.

Bäume ihre Wohnungen haben. Diese Thierchen treiben es dann lustig und lebhaft im Wonnemonat; ste verändern ihre Wohnung und ziehen in die Blüthe; die Blüthe wird alsdann fleckig und setzt keine Frucht an; dann heißt es:die fatalen Nachtfröste haben alle Blüthe verdorben. Ei ja doch, die Nacht⸗ fröste! Faulheit versteckt sich hinter Sonne, Mond 1 und Sterne! die Faulheit und Unwissenheit ist Schuld; macht Eure Bäume rein! Die Art nun, wie der Hollander seine Bäume rein hält, ist fol N gende: Nach einem durchweichenden Negen(am besten im April) nimmt er einen stumpfen Besen oder eine eiserne Scharre und fegt alles Unreine, sowohl vom Stamme, wie von den Aesten weg; hierauf nimmt man eine Lauge, bereitet von Wer muth, Naute, Salbei und etwas Asche und wäscht mit einer Bürste die vorher gefegten Stellen; dieß vernichtet Brut und Ungeziefer. In einigen Tagen, nachdem die Borke oder Rinde wieder trocken ge⸗ 9 worden, streicht man bei schönem Wetter den gan 3 zen Stamm mit altem Ochsenblute an. Sobald die Sonne darauf scheint, eröffnen sich die Schweiß⸗ löcher wieder, die Rinde wird glänzend braun wie Mahagonyholz und setzt nie mehr Moos an. N U

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Das Krebsot. 8

Die Eigenschaft des Nauches, die Erhaltung des Fleisches zu sichern, ist jedermann bekannt; denn fast allgemein und schon seit undenklichen Zei⸗ 1 ten hat man sich desselben, besonders auf dem Lande, 1 zu diesem Zweck bedient. Eine neuere Entdeckung erst ist es, daß diese fleischerhaltende Eigenschaft ö auch dem bei dem Kohlenbrennen, einer trocknen N Destillation, gewonnenen Holzessig inwohne, und 1 daß daher das Bestreichen des Fleisches mit dieser Fluͤssigkeit, dasselbe eben so sicher vor Fäulniß be⸗ wahre, wie das Näuchern und beinahe eben so wohlschmeckendes Rauchfleisch liefere, daher in man⸗ chen Verhältnissen mit Vortheil statt desselben an⸗