chern. Aber, die Obrigkeit lasse es nur nicht bei dieser Bereicherung bewenden, sondern verbrauche das neuerworbene gemeinsame Vermögen aller ihrer Gemeinden mit frommer Sorgfalt zu deren Erzie— hung für jenen ächtdeutschen Weltbürger⸗ finn, für das Heil ihrer Seelen, ihrer Mitwelt, ihrer Nachkommen, für das Ewige!
„Dann werden die Deutschen,— schon von Jugend auf geübt in der Pflicht, das Ganze zu fordern, die Selbstsucht zu verachten und sich selbst für die Erhaltung des Allgemeinen zu opfern,— für alles Vesserwerden und Bessermachen empfäuglich seyn, und das verschönerte Vaterland wird, im neuen Wachsthume seiner Millionen Blüthenbäume, auch reichliche Früchte einer tüchtigen Gesinnung hervorbringen. Dann endlich wird jede bisherige Armenanstalt überflüssig seyn, und jede Ge— meinde wird für ihre Armen selbst sorgen können, weil es keine Arme mehr giebt, sondern nur Elende. Ich fand sehr oft die reichsten deutschen Armen— anstalten als die schädlichsten, weil alle Um- stände bewiesen, daß man sich in ihrer Nähe mit wahrer Liebe der Armuth befleißige.— Ihr lieben deutschen Brüder! stählet doch endlich euer Gemüth in der edlen Flamme der Wahrheit! Laßt doch Euer allzuweiches Gefühl nicht länger von jenem Geschrei hinreißen und bestechen:„Tau— send Nackte werden hier alljährlich gekleidet; tau— send Hungrige alltäglich gespeiset; tausend Dür— stende getränkt!“ Waren denn zehn von jenen Tau— senden der Wohlthat wahrhaft bedürftig?— Blieben nicht Tausend wahrhaft Dürftige, jener Verschwendung wegen, wirklich hülflos? Wurden
vorher? Pflegen und nähren müßt Ihr nur Eure
Kranken u. Elendenz ergquicken die verschämte Dürftigkeit; aber ausrotten sollt Ihr die Armuth; dieses eingebildete Ungeheuer, welches in ein Nichts zerfließt, sobald Ihr es fest ins Auge faßt. Ver⸗ tilgen mußt Ihr diese lästigen Armen von einer so unermeßlich reichen Erde, wie die deutsche ist. Und das vermögt Ihr durch die Erziehung ver⸗ mittelst der baumzucht!“
Wechsel der Getreidesaat.
Selbst das vollkommenste Getreide muß man bisweilen wechseln, und verbessert es sicher durch Einführung desselben aus fremden Klimaten. Aus wärmeren Gegenden hat es stets eine Neigung zu tiefer Wurzelung, was eine lange dauernde Voll⸗ kommenheit ist; aber man muß dann freilich sein Land tief graben oder pflügen, denn in seinem Va⸗ terlande ist es gewohnt, tiefe Wurzeln einzuschlagen. Der Engländer hat gewiß schöne Getreidearten,
aber doch finnt er stets darauf, solche zu verbessern.
Rur giebt es gewisse Arten des Getreides, welche durchaus einen wasserfreien, fetten und reinen Bo— den, ohne viel Unkraut, verlangen, um üppig zu gedeihen. In keinem stagnirenden Boden gedeiht Weizen, und selbst nur unvollkommen in einem sauern metallischen Boden.
Theater in Giessen. Freitag den 26. September: Prolog,(von F. Dingelstedt.) Zur Er- öffnung der Bühne, gesprochen von A. Friese. Dann folgt: Der Luftschiffer, oder der leicht⸗ sinnige Lügner, Original-Lustspiel(Preisstück)
nicht Tausend dadurch niederträchtiger als in 3 Akten, von L. Schmidt. r ruchtereige.
3 80 Walzen. Korn Gerste. Hafer.[Erbsen.[Linsen. VẽwFVVVVHVTTVTTTVTTßT½„„ r
Malter. Malter. Malter. 0 Nalter. Malter.
pfund fl. kr. Pfund fl. kr. Iplund fl. kr. fund fl. kr. vl. fl. tr. pf. Gießen e eee 200 5 300 4804 25 160 3 30— 2 3— 1 3 5 2 Grünberg 19. April.— 4 40— 3 30— 4—— 2 35 5 30— 6—— Darmstadt.. 16. Sept.„„ f t Mainz 1. Sept. e ee 55— 4 1— 3— 4— 1 5 2— Fraukfurt a. N. 445. Sept. 5 40 A ie- 3 451 4/20— 9 5
Einführung einer allgemeinen Obst⸗
Drück und Verlag der G. D. Brühl' schen Buch und Steindruckerei.
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