wieder durch Verabreichung von Tropfen den Zustand eines Kranken bedeutend verschlimmert, und den⸗ selben in eine sehr mißliche Lage versetzt.

Ich beauftrage Sie daher, Ihre Bürgermeisterei-Angehörigen vor diesem Quacksalber zu war⸗ neu, ihn selbst aber, wenn er sich in Ihren Gemeinden einfindet, auf das Schärfste zu beobachten, und falls er sich auf einer Quacksalberei betreten läßt, zu arretiren und gefänglich an mich abliefern zu lassen.

8 g In Verhinderung des Kreisraths G. Stumpf, Kreissecretaͤr.

Giessen den 23. September 1834.

Betreffend: Die Geschaͤftstage der Sparkasse für die Kreise Gießen und Grunberg.

Der Director der Anstalt

an die Großherz. Bürgermeister und Beigeordneten der Nebengemeinden des Kreises Giessen und Grünberg.

Nach b. 24. der Statuten ist ein wöchentlicher Geschaͤftstag festgesetzt, an welchem das Ver⸗ waltungspersonal an dem bestimmten Orte versammelt seyn soll. Dieser ist für Gießen Freitag und für Grünberg Mittwoch von 9 12 Uhr Morgens. 8

Man hat indeß seither die Wahrnehmung machen müssen, daß diese Geschäftstage nur wenig berücksichtigt wurden, und an allen Wochentagen Geldsuchende erschienen. Ohne Nachtheile und Stö⸗ rungen in den Dienstgeschäften des Verwaltungspersonals kann dieses ferner nicht mehr gestattet werden, und wird deßfalls in Zukunft es Jedermann sich selbst zuzuschreibeu haben, wenn er an, einem andren als an einem Geschäftstage nicht zugelassen werden wird.

Sie wollen dieses in Ihren Gemeinden bekannt machen.

N K. Ch. Knorr.

Nach officieller Nachricht ist in Leipzig ein Falschmünzer entdeckt worden, der außer Königl. Preußischen/ Thalerstücken vom Jahr 1766 und hauptsächlich vom Jahr 1764, auch Kurhessische /, Thalerstücke mit der Jahrzahl 1824 und 1828 gefertigt und in Umlauf gesetzt hat.

Dieses wird, mit der Warnung gegen die Annahme der bezeichneten Münzen, hierdurch unter dem Bemerken zur öffentlichen Kunde gebracht, daß die unächten ½ Stücke vom Jahr 1828, wie jene von 1824, bis auf die Verschiedenheit der Jahreszahl, dasselbe Gepräge haben, auch deren Unächtheit jedem Aufmerksamen leicht erkennbar ist. Gießen den 24. September 1834.

Großherzogl. Hess. Kreisrath des Kreises Gießen. In Verhinderung desselben G. Stumpf, Kͤreissecretär.

Bekanntmachungen. durch das Anzeigeblatt einem verehrten Pub-

69) Alle Sorten Stempelpapier sind stets zu licum bekannt machte, jährlich zweimal, im haben bei Früh- und Spät jahre, daselbst zu erscheinen, J. G. Pfeil, Stempelpapieraustheiler zeige ich hiermit an, dass ich bis zum 12. Oet. . p! AUslh) 7 2 5 5

wohnhaft bei Kaufmann Spruck auf dem Markt eintresfe, um daselbst 8 Tatze 25 verweilen. in Gießen. Nit dem bekannten Zutrauen mir schmeichelnd, . empfehle ich mich ergebenst. Mein Logis

ist im Gasthause zum Eixnonx. N

Besondere Anzeige. Jos. Galette, Sohn,

5 840) Meinem Ver sprechen zufolge, das pract. Zahnarzt aus der Residenz Darmstadt. ich bei meinem letsten Aufenthalte in Giessen a. n

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