nur wenig mehr verändert. Der Weizen gibt also beiläufig/ seines Gewichtes Mehl und Kleie und Abgang, wobei sich übrigens nach der Ge⸗ schicklichkeit des Müllers, nach der Güte der Mühle und des[Beutelapparates ꝛc. mehr oder weniger merkliche Verschiedenheiten ergeben. Ja es gibt sogar noch Müller, die von 100 Kilogrammen Korn nur 33 bis 35 Kilogrammen Mehl und 60 Kilo—⸗ grammen Kleie liefern!
Die sogenannte ökonomische Mahlmethode, bei welcher die Kleie mehrere Male unter die Mühle kommt, und der man vielleicht mit Recht den Vor⸗ wurf macht, daß bei ihr die Kleie gemahlen und mit dem Mehle vermengt wird, gibt folgende Ne— sultate:
1000 Kilogrammen Korn nach
der oͤkonomischen Methode gemahlen, geben: ö 755
Kilogrammen.
Weiße 1. Erstes sogenanntes Kernmehl 7550 Mehl 35 Erstes sogenanntes Griesmehl 192674 ehle(3. Zweites Griesmehl. 96 Schwarze 4. Drittes Griesmehl 50% 80 Mehle 5. Viertes Griesmehl 30 Afterkleie(recoupettes) 1
Kleien Kleienmehl(recoupes). 62 284 Magere Kleie. 1 108
f
Summa 1000 Kil.
Durch das grobe Mahlen(mouture à la grosse),
wobei das Korn nur ein einzigesmal unter dem
Mühlsteine durchläuft, und wo ein Theil der Kleie
in Staub verwandelt wird, der sich mit dem Mehle vermengt, erhält man folgende Nesultate.
Mittleres Product von 1000 Kilogrammen Korn bei dem groben Malen:
Weißes Mehl! 3588 Kilogr. Schwarzes und weißes Mehl 72 7
Transport 660 Kilogr.
Kleie*** 1**** N 315 77 Verlust*** 0*** 25 77 3 Summa 1000 Kilogr. Die nach dem englischen Systeme verbesserten Mühlen endlich, in welchen die Kleie so vollstän⸗ dig als möglich, mittelst Bürsten von dem Mehle geschieden wird, geben beiläufig folgende Nesultate. 100 Kilogramme Korn geben:
1) Weißes und schwarzes Mehl von 74 bis 78 Ki⸗
a imnfkfe. 76 Kilogr. 2) Afterkleie oder Grützenkleie(re- 5
moulages) 3 bis 3½ Kilogr. 1. 57 3) Kleienmehl, 3½ bis 4 Kilogr. 3¼ 55 4) Kleie, 14 bis 15 Kilogr. 14 5 Verlus tt;
Summa 100 Kilogr.
Wenn man, sagt Parmentier, aus einem Sester des besten Kornes mehr als 180 Pfund(75 Procent) Mehl erhält, so können wir nach mehrfach wiederholten, verschieden abgeänderten, und bei un⸗ seren gewandtesten Müllern verglichenen Versuchen versichern, daß, wenn die Mühlsteine einander hin⸗ reichend genähert worden und die Beuteltücher sehr weit waren, alle Kleie in ein feines Pulver ver⸗ wandelt wurde und in das Mehl überging, mit welchem es vermischt bleibt.
Aus allem diesen ergibt sich nun, daß, un⸗ geachtet der zahlreichen Verbesserungen, die an der Kunst, das Getreide zu mahlen, angebracht wurden, das vollkommenste Verfahren, zu welchem man bis⸗ her gelangte, doch noch immer nicht mehr als 75 Procent weißes und schwarzes Mehl von dem Ge⸗ wichte des angewendeten Getreides gibt. 25 Pro⸗ cent oder der vierte Theil gehen also noch immer fuͤr die Nahrung des Menschen verloren, und auf dem Lande, wo die Müllerei noch viel weiter zu⸗ rück ist, beläuft sich dieser Verlust selbst oft au 50 Procent. N
(Fortsetzung folgt.) 0
Fruchtpreise. 1 8 [Waizen.] Korn. Gerste. Hafer.[Erbsen. Linsen. Städte. Datum.— i Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Pfund fl. ö kr. Pfund fl. kr. Pfund fl. kr. Pfund fl. kr, f fl. kr. pf. fl. kr. pf. Gießen: 22. März. 2006 15 180 4 20 160 3 30— 2 500— 1 Grünberg.. 22. März.— 5—— 8 30— 3—1— 2 330 5——1 6—— Darmstadt 22. März.— sene—— Mainz 22, Mirz. Cf!— 5 25.— Frankfurt a. M.. 24. März.— 4— 54— 8 45—[320]— 2 400 I
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.
7 Transport 660 Kilogr.
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