Die wesentlichen Theile einer solchen Anstalt sind:

1) eine Art von Hängeboden oder Schoppen zu ebener Erde, in welchem sich die zum Auswaschen der Kleien bestimmten Bütten unterbringen ließen, und in welchen entweder durch eine Pumpe oder durch den Mechanismus der Mühle selbst die gehörige Quantität Wasser geschafft würde;

2) eine Trockenanstalt mit einer Trockenstube.

Die Kosten der Errichtung einer Kleien-Waschan⸗ stalt, welche täglich 250 Kilogr. trockenes Stärkmehl zu liefern im Stande ist, lassen sich folgender Maßen anschlagen.

1. Kosten der ersten Einrichtung.

1) Ein Schoppen 300 Frauk. 2) Vier Fässer oder Bütten, jedes zu 4 Hectoliter 80„ 3) Eine Pumpe, und Agitatoren in den Faͤssnrnrn 100„ 4) Ein Trockenboden u. eine Trocken⸗ VVV 400„ 5) Körbe, Zeuge und kleinere Aus— „ 120„ Summa 1000 Fr.

2. Kosten der täglichen Arbeit.

1) 36 Hectol. Kleien, in 9 Ladungen

auf die 4 Bütten vertheilt, welche

zusammen 1000 Kilogr. wägen,

den Hectol. zu 2 Fr. 50 Cent. 90 Frank. 2) Der Lohn zweier Arbeiter.. 59 65 3) Das Heizen der Trockenstube 8 4) Unterhaltung u. allgemeine Kosten 5

Summa 98 Fr.

3. Täglicher Ertrag.

19 250 Kilogr. trocknes Satzmehl, den Kilogr. zu 30 Cent. 2) 250 Kilogr. flüssiges Mehl oder trocknes Extract, das Kilogr. zu 10 Cent., dem mittleren Preise—

75 Frank.

der Kleie 500 Kilogr. ausgewaschene Kleie, welche wir trocken annehmen, und welche noch mehr als die Hälfte ihres Gewichtes an Kleber und anderen Nahrungsstoffen enthält; das Kilogr. zu(Cent. 0

Summa 130 Frank.

Mithin ergibt sich fur den Tag ein wahrschein— licher Gewinn von 32, und für das ganze Jahr ein wahrscheinlicher Gewinn von 10,000 Franken.

Nimmt man an, daß man kaͤglich 15 Kilogr. trockene ausgewaschene Kleie per Kuh verfüttert, so wären also beiläufig 35 Kühe nöthig, um die 500 Kilogr. Rückstand zu verzehren.

Man wird bemerkt haben, daß ich den in den Waschwässern enthaltenen Zuckerstoff, der sich wahr⸗ scheinlich weit vortheilhafter als zur Fütterung für das Vieh verwenden ließe, sehr niedrig angeschlagen habe. Denn 0* 5

1) können die 250 Kilogr. Extract oder fluͤssiges Mehl beinahe 300 Kilogr. Brod liefern;

2) ist das Waschwasser, besonders wenn das— selbe zweimal hinter einander zum Auswaschen ver, wendet worden, mit so vielen Nahrungsstoffen bela— den, daß es sehr gut zur Bierfabrikation verwendet, und auf dem Lande auch zur Berettung verschiedener wohlfeiler Getränke benutzt werden könnte.

(Schluß folgt.)

25„ 30 1

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Druck und Verlag der

Fruchtpreise.

8 8—

Waizen.] Korn. Gerste.] Hafer.[Erbsen.] Linsen.

Städte. Datum. 5— 8

Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Malter.

pfund] fl.] kr. Pfund] fl.] kr.[fund] fl.] kr. JIpfund] kl. kr.] ff. kr. pf. fl. kr. pf,

Gießen... e. März. 200 59 480 4 10 160 40— e Grünberg.. 19. April. r e Darmstadt 8 5. April., Mainz 12. April.— 5 52— 4. 29— 3150— 3 7 4-( 25 Frankfurt a. M.. 14. April.,

. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.

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