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nimmt, die vorzuͤglichsten der in der bei dem Ackerbaue und der Gärtnerei in Gebrauch gekommenen oder dazu vorgeschlagenen Werkzeuge und Maschinen bildlich darzustellen und zu beschrei⸗ ben. Ganz vollständig ist zwar diese Sammlung

nicht zu nennen; denn es fehlen viele

ganzen Welt

sehr gute und

häufig gebrauchte deutsche und andere Pflüge und Eggen(z. B. der gewöhnliche sächs. Pflug, der thü⸗

ringische, der verbesserte thüringische altenburgsche Pflug, die vortreffliche Egge ꝛc.), so wie mehrere der bessern

sogenannte altenburgsche Exstirpatoren,

Skarifikatoren, Pferdehacken und andere Geräth⸗ schaften darin; auch dürften wider die Abbildung einiger sehr erhebliche Einwendungen zu machen

seyn; aber dennoch ist dieses Werk ei

ne angenehme

Erscheinung zu nennen, da es, wenn auch nicht

vollstaͤndig, doch sehr reichhaltig ist

und von den

meisten Werkzeugen eine treue Darstellung und Be⸗

schreibung giebt, so daß man wenigste

ns einen rich⸗

tigen Begriff von ihrer Form und Einrichtung be⸗ kommt, wenn es auch sehr schwierig seyn möchte,

eins der zusammengesetzteren, z. B.

einen Pflug,

darnach zu verfertigen. Die Kupfertafeln sind uüber⸗ dies so zierlich, der Druck auf schönes weißes Pa⸗ pier so sauber, und dabei der Preis so mäßig, daß

dieses Buch es wohl verdient, in rech

t vielen land⸗

wirthschaftlichen Bibliotheken als eins der bessern

Bilderwerke aufgenommen zu werden.

Der erste bis

jetzt erschienene Band enthält auf 105 Tafeln die Abbildungen von 604 verschiedenen Werkzeugen.

Den Anfang machen die verschieden Spaten, Hacken, Gabeln und Karst

en Arten von en; dann fol⸗

gen die Pflüge, Eggen, Walzen, Rechen, Reini⸗ gungs werkzeuge, Pferdehacken, Exstirpatoren ze,

Schiebkarren, Tragen, Hand⸗ u. Tr

agkörbe, Gar⸗

tenmesser und Scheren aller Art, Leitern und man⸗ nigfaltige Garteninstrumente. Der zweite bald ver⸗

heißene Theil soll die zusammengesetzte schaftlichen Maschinen darstellen und

ren landwirth⸗ ziemlich eben

so viel Abbildungen enthalten, wie der erste.

(Fortsetzung folgt.)

Ueber eine Methode, Kirschen zu treiben. Ich stelle die Kirschbäume zu Ende des Jahres,

5 Pagrieulture et de jardinage, francais

ciennes et nouvellement inventés ou perlfectionnés; par

Boitard. Paris. Abel Ledoux, Rue de Pr. 4 Thlr. 12 Gr. 0

et ctrangers, an-

Nüebelieu 1855.

in meine Häuser und begieße sie nur wenig; dadurch, finde ich, sind sie besser vorbereitet, um im Früh⸗ jahre stark zu blühen. Die Töpfe halten 2 bis 8 Quart, je nach der Größe der Pflanzen; aber das Erdreich, worein sie gepflanzt sind, ist keineswegs fett; denn ich habe beobachtet, daß sehr stark ge⸗ düngtes Erdreich geneigt ist, die Schüßlinge zu üppig zu machen, und sie zu veranlassen, harzig zu werden. Wenn ich anfange, zu treiben, fahre ich fort, nur sparsam zu begießen, und trage Sorge, sowohl bei Nacht als Tag so wiel Luft, als das Wetter erlaubt, zuzulassen, dieß ist besonders nö⸗ thig; denn nichts macht die Kirsche zum Treiben so unfähig, als abwechselnd Luftzug bei Tage und Einsperrung bei Nacht. Ich öffne die hinteren Fen⸗ ster dicht bei den Bäumen beinahe in jedem Wetter. Beim Frostwetter mache ich das Feuer so stark, daß ich noch frische Luft zulassen kann, ohne daß die Temperatur bis auf 32e F.(10% N.) heruntersinkt. Auf diese Weise fahre ich sehr langsam fort, bis die Bluthen alle angesetzt sind, zu welcher Zeit die Blätter, wenn das Treiben gut geleitet worden ist, dunkelgrün, fest und vollkommen gut gebildet seyn sollten. Ich erhöhe nachher die Temperatur, erst -auf 65 F.(14% R.), und später allmählig auf 700 F.(16% R.), indem zu gleicher Zeit die Feuch⸗ tigkeit der Luft vermehrt, und stets Sorge getragen wird, den Luftwechsel so reichlich als möglich zu unterhalten. Dadurch finde ich, wird die Kirschen⸗ erndte gewiß und reichlich, ohne Lohe, Laub oder irgend eine Grundwärme.

Zur Nachahmung.

Der würdige Pfarrer zu Eresing bei Windach

ist ein sehr thätiger Beförderer der edlen Obstbaum⸗ zucht. Er hat schon einige hundert Stück der besten und verschiedenartigsten Obstbäume theils auf seinen Gründen, theils auf Gemeindeplätzen mit frucht⸗ tragendem Erfolge gepflanzt, und die Gemeinde damit beschenkt. Er beschrieb sich vor einigen Wo⸗ chen erst wieder über 100 Stücke verschiedene der besten Obstbjume auf eigene, nicht unbedeutende Keosten, setzte solche im Angesicht der Schuljugend, und lehrte sie die Vortheile kennen, die bei Setzung der Obstbäume durch zweckmäßiges Beschneiden der Wurzeln und Krone nothwendig sind, die oft Gärt⸗ ner und Oekonomen nicht wissen, und also das Ge.