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Nr. 37

Is die, die die Volls ischen Anstalt vermil

aftlicher Tätigkeit das

erforderliche Maß an

Samstag, den 17. September 1932.

Die

,, Gießener Zeitung"

diesjährigen Reichswehrmanöver,

recht glaubhaft. Hätte außerordentlich beteiligt war, fanden in Nordthüringen, in dem Bu Gericht begeben, jo Dreied Mühlhausen- Sondershausen- Langensalza statt. Die Ge­terjahren, daß ihm in fechtslage am Dienstag früh war folgende:

an denen unser Gießener Bataillon( I./J.-R. 15)| seitige Flankenbewegungen nach Norden sich die Kampfhandlung

in höheres Gehalt z

, wenn dies Manöver

n Finanzministers ge präsidium erhielt, b

Die rote Armee( stärker als der Feind", blaue Armee) hat als Angreifer, von Südosten tommend, bis zum Abend des 12. 9. in erfolgreichen Kämpfen die allg. Linie Höhe Leithe 3 Ki­lometer westlich Blankenburg) Neunheiligen Thamsbrüd Weberstedt erreicht. Die Fortsetzung des An­

Schönstedt

-

-

er nie etwas mit Begriffs Richtung Hüpstedt ist für den 13. 9. befohlen.

e. Vor Gericht erklär

Polizeipräsident gehö

ind diese Herren. S

n und mittleren Beam

Das auf dem offenen rechten Flügel von Bad Tennstedt über Ebeleben als Korpsreserve vormarschierende verstärkte 14. Jnf.- Regt., dem die Korps- Aufklärungsabteilung terstellt ist, hat Befehl erhalten, am 13. 9., nördlich Mühlhäuser

un­

verlagern will, dann aber entschließt sich der rote Führer, den Stier bei den Hörnern zu paden und den Mehlisch frontal und durch Flankenangriff von Südwesten her zu nehmen. Ein faures Stüd Arbeit! Langsam, sehr langsam zwingt sich der rote Angriff aufwärts, da die schweren Waffen nur mit Mühe nachgebracht werden. Da, 12.15 Uhr, gibt es eine Bewegung auf dem äußersten linken roten Flügel. Graue Ungetüme rasen feuernd im Zickzac heran. Tantangriff! Tantangriff mit Attrappen, wie es Versailles fordert, Aber schneidig gefahren und schneidig von den Blauen auf der Kuppe mit Tantabwehr­maßnahmen bekämpft. Manche Riesenschildkröte muß nach Schiedsrichterspruch stoppen und die Verlustflagge zeigen. Und vielleicht hätte Rot doch noch unter schweren Opfern den Meh­

bie en für enbehrlidhardt vorgehend, vorzustoßen, um dem tuft es Uhr:

Examien für die

als erleichtert worden

und Können. Wenn

mit dessen Zurüdgehen gerechnet wird, am Duen( nördlich der Linie Hüpstedt Holzthaleben) vorzulegen. Das Regiment, Bellstedt anmar­

twas geistesarmen Beauf Straße Großenehrich- Wenigenehrich. ihnen aber Anfang der Vorhut den Osteingang von Rockstedt. Die Korps- Aufklärungsabtei­Landrat ja ſeinen ja lung hat 4,30 Uhr Ebeleben erreicht, um von dort aus auf die den Aſeſſor, und de Söhen südlich Holzthaleben vorzugehen und in Richtung Hüp­

Stat.

Beobachter" wurde na

5 Voltes!" Aber au

bei Gießen.

etwa 400 Meter Do

t gegen 2.30 Uhr

ges Menschenleben zu Joachim Handte fu Flugleiters Friedr. Re wagen von Gießen na üfung abzulegen. Bei A.- 6. Berlin und ch Ablegung der P dfahrt nach Gießen Nebels wurde him en sehr schwierig. der Baum vor seinem 3. Dadurch wurk bet

ite der Fahrtrichtung

en Anprall wurden die

n. Der Führer Handl

stedt aufzuklären.

Das Bild ist sofort ein anderes. Die friegerischen Situationen sind verschwunden; friedlich stehen Blau und Rot gegenüber und dazwischen die Gruppe der Schiedsrichter um die Maß­

geblichen mit den roten Streifen. Auch ein ausländischer Offiz zier, wohl ein diensttuender Chilene, ist darunter. In einstün diger Besprechung, die die Presse dank des verständnisvollen Entgegenkommens des Divisionskommandeurs, Generalleutnant

Liebmann, mit anhören kann, werden Verlauf und Maßnahmen

Führer Rot: Oberst Blaskowitz( Kmdr. des 14.( Bad.) durchgesprochen. Klar und einfach erläutert Generalmajor

Inf. Regt.).

Truppen: J.-R. 14( Konstanz, Tübingen, Meiningen). 3. Abt. A.R. 5( Ludwigsburg), Pion.- Batl. 5( Ulm), 2. Komp. Kraftf.- Abt. 5( Ulm) mit Kampfwagennachbildungen, Teile des R.-R. 18 und die 3.( mot.) Komp. des Pion.- Batl., 5 als Korps­Aufklärungsabteilung.

Die blaue Armee ist in der Nacht, unter Belassung von Nachhuten am Feind, zurüdgegangen, um sich am 13. 9. am Südrand des Volkenroder Waldes und auf den Höhen nördlich und westlich Mühlhausen erneut nachhaltig zu verteidigen. Ver­Stärkungen sind im Anmarsch. Von diesen erreicht das von Worbis anmarschierende verstärkte 15. Jnf.- Regt. am 13. 9. 6,30 Uhr mit der Vortruppfompagnie den Nordeingang von Hüp­stedt mit dem Auftrag, in Gegend südlich Holzthaleben Flanke und Rücken der blauen Hauptkräfte zu schützen. Die 6 Uhr in Horsmar eingetroffene Aufklärungsabteilung 7 hat Befehl, die Höhe Mehlisch( 2 Kilometer südostw. Holzthaleben) zu errei­chen und in Richtung Ebeleben aufzuklären.

Führer Blau: Oberstlt. Gabde( b. Stab J.-R. 15). Truppen: J.-R. 15( Kassel, Gießen, Eisenach, Weimar), 1. Wbt. A.R. 5( Fulda), Teile des R.R. 18( Cannstadt, Ludwigs­burg) und die 3. Komp. Kraftf.- Abt. 5( Kassel) mit Panzer­nesdorf in Ostpreußen traftwagennachbildungen als Aufklärungsabt. 7.

en, während sein Se chs auf der Stelle tot

Sperrt.

In nach Wieled wird Wiejeder Weg von renze für den Vertebr eres gesperrt. Umlei Se über die Karlsruhe ngsschilder sind zu be

aar Wassertropfen

eutschem Wasser get jeine gefunden 3äh cher nur mit Luft."

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ge ich aus," sagte fi

,, O, jeh'n Sie, da stehe eiten Blättern und meinte Marielieje ,, mich in die Tiefe." Den jest um... Wasser. Marieliese

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gefehrt," lachte

n das nicht, weil es g Wind hat das natur

Am Dienstag( 12. 9.) werden von uns in Keula die Blauen( J.-R. 15) gesichtet. Sie streben, den Mehlisch, die beherrschende Kuppe im Manövergelände, zu gewinnen, finden aber dort schon die Roten, das J.-R. 14, mit seinen ersten auf­tlärenden Streitkräften vor, die jedoch vertrieben werden.

Nun geht ein mehrstündiges Ringen um den Mehlisch und jeine benachbarten nördlichen Höhenzüge an. Aus dem gegen­seitigen Vorrüden entwidelt sich ein Bewegungsgefecht. Inter­essant zunächst die beiderseitige Entwicklung aus der Marsch tolonne zur Gefechtsfront! Erst scheint es, als ob durch gegen=

Vielleicht kommen wir überhaupt nicht wieder zusammen,' dachte der junge Mittelstürmer traurig.

Bunte Papierlaternen brannten auf der Veranda. Dunkel lag der See. Hinter den Tannen stieg der Mond auf. Gold­gelb funkelte der Wein im Glase.

,, Wohlsein, Fräulein Henderson, auf eine glüdliche Reise!" Ihre Blide begegneten sich.

,, Auf das Wohl Jhrer Mannschaft, Herr Hansen. Und daß es Ihnen vergönnt sein möge, in diesem Jahre die Deutsche Fußballmeisterschaft zu erringen."

Theo leerte das Glas bis auf den Grund.

,, Die Bezirksmeisterschaft ist uns so gut wie sicher. Ich hoffe, daß wir sie ungeschlagen erreichen werden. Aber bis zur Deutschen Meisterschaft ist noch ein harter Weg..."

Ueber den Wiesen lag weißer Nebel. Graue Nachtschmetter­linge schwirrten gegen die bunten Lampions. Dunkelrote Ro­sen dufteten auf dem Tisch.

Theo erhob sein Glas und stellte es unberührt zurüd. ,, Nun fahren Sie Dienstag fort," sagte er traurig und ein

rsuchen, wieder an La Denig mutlos.

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bei der Anlegestelle ef Marieliese und spro

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als die beiden Fahrg

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gedacht! Früher habe

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hl wahr."

Marieliese sah auf den See hinaus, in dem die Sterne sich piegelten.

Einmal muß ja geschieden sein. Wir haben doch schöne Stunden verlebt..."

Theo streichelte sanft ihre Hand, die auf dem Tische lag. Ich darf Ihnen schreiben?" fragte er leise. ,, Gerne. Ich werde Ihnen meine Anschrift von Paris aus mitteilen."

Der Wirt tam auf die Veranda.

,, Wünschen die Herrschaften vielleicht etwas Musik?"

Er wies auf den Lautsprecher an der Wand und blätterte in dem Programmheft.

,, Berlin überträgt gerade Tanzmusik." ,, O ja," rief Marieliese erfreut.

,, Sie hören jetzt, Sehnsucht', Blues von Benahky," tönte die Stimme des Ansagers aus dem Lautsprecher.

Theo erhob sich. Darf ich um diesen Tanz bitten, Fräulein Marieliese?" ( Fortsetzung folgt.)

Weekend

In den letzten Jahren macht in Deutschland eine Bewegung ich bemerkbar, die einem englischen Beispiel folgend, das so­genannte Wochenende" einführen will. In England ist die finem Sport entsprungene Flucht aus der Stadt seit langen Jahren tein Sport mehr, sondern ein Schritt auf dem Wege ju Kraft und Gesundheit, den man nun auch in Deutschland tan will. Wohl tennen wir seit langen Jahren das Wandern

Muff, der Uebungsleitende und Infanterieführer 5, den Ver­lauf des Manövers in seinem ersten Teil.

*

Mit umgestellten Verbänden gehen die Manöver am anderen Morgen( 14. 9.), und zwar schon sehr früh, weiter. Die Farben sind gewechselt, die Kriegslage hat der Oberkomman­dierende" Generalmajor Muff wie folgt angenommen:

Die rote Armee, inzwischen verstärkt, hat aus nord­westlicher Richtung mit seinem linken Flügel vom Großen Weinberg aus mit Richtung über Ebeleben Richtung Schlotheim zum Angriff überzugehen. Hinter dem offenen Südflügel hat das bisher nicht eingesetzte 12 J.-R. 8.30 Uhr mit der Masse die Höhen ostw. Schernberg( beiderseits Straße Sondershausen Thalebra) mit dem 3. Batl.( bisher Divisionsreserve) die Dorfstelle Batzgerode( zwei Kilometer südlich Himmelsberg) er­reicht. Das Regiment hat Befehl erhalten, über Ebelebener- Berg und Hoher- Berg vorgehend, sich in Besitz des Almenhäuser= Berges( südostwärts Schlotheim) zu setzen. Für den Angriff sind dem Regiment unterstellt: Aufkl.- Abt. 5, die sich seit 6.30 Uhr von Sondershausen aus im Vorgehen auf den Gänse- Berg ( südlich Thalebra) befindet und gegen die Linie Mühlhausen Langensalza aufklärt. 1. Abt. Art.- Regt. 5, die bei Immenrode in Stellung steht, 1. Komp. Pion.- Batl. 5, die mit der Beseiti­an Straße Sondershausen­gung von Sperren( Annahme) Hohenebra beschäftigt ist, sowie Kampfwagentomp. 5, die 10.30 Uhr auf Straße Sondershausen- Ebeleben mit Anfang am Südausgang Bebra eintrifft.

Führer Rot: Oberst Kienitz( Kommand. des 15. J.-R.). Truppen: 15. Inf.- Regt.( Kassel, Gießen, Eisenach, Wei­mar) verstärkt durch 3. Batl. J.-R. 14( Konstanz); R.-R. 18 ( Cannstatt, Ludwigsburg) verstärkt durch einen Zug der 3. Komp. Kraftf.- Abt. 5 mit Panzerkraftwagennachbildungen als

zu Rad und zu Fuß, aber das, was die Engländer uns lehren, geht über den Rahmen unseres Wanderns hinaus. Es ist in Verfolg eines Wortes Rousseaus die Rückkehr zur Natur", es ist ein Feierabend fernab vom Getöse der Stadt, fernab vom Wege der Eisenbahn, es ist ein Jubelruf der Freiheit, eine Verherrlichung der Unabhängigkeit von Zeit und Raum.

Mit dem Wochenende ist in England das sogenannte Camping" verbunden, das ist das Campieren unter freiem Himmel, verbunden mit dem, was der vornehme Engländer ,, Picnid" nennt. Wir haben dieses Campieren bei unseren Wandervögeln gesehen, nur daß sie das Picnic" etwas pro­saischer Abkochen nennen, und auch unsere Wanderradler haben schon vor Propagierung des Wochenendgedankens das so­genannte ,, Camping" geübt. Wanderer zu Fuß und zu Rade sind sich oft begegnet und preisend mit viel schönen Reden hat jede Wanderfakultät die Vorzüge ihres Sports gelobt. Man hat sich verständigt, und man darf sagen, daß die Freundschaft zwischen den Reitern auf Schusters Rappen und denen auf dem Rüden des Stahlrosses herzlich sich gestaltet hat, obwohl das Wandern zu Rade dem Wandern zu Fuß alljährlich eine Armee von Anhängern entzieht. Vielleicht ist der Ausdruck ,, entzieht" zu hart, weil die zum Radwandern übergehenden ehemaligen Fußwanderer ihrer alten Liebe nicht untreu werden. Es gibt nämlich beim Radwandern viele Gelegenheiten, in denen man zum Fußwandern zurückkehren muß, und so haben in den letzten Jahren die Radwanderer eine Kombination zwi­schen dem Wanderer zu Rad und dem Wandern zu Fuß vorge­

nommen.

Der Fußwanderer empfindet es oft als beschwerlich, das für das Camping" erforderliche Gerät mitzunehmen, während der Radwanderer Kochtöpfe, Eßgeschirr, Bekleidungsstücke,

D

JH

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Aufklär.- Abt. 5; 1. Abt. Art.- Regt. 5( Fulda); 1. Komp, Kraft.­Abt. 5( Ulm) mit Kampfwagennachbildungen.

Die blaue Armee. war in die Verteidigung gegangen und hatte die Aufgabe, so zu kämpfen, daß Rot die Unstrut nicht vor dem 16. September früh erreichen kann. Den ersten Wider­stand beabsichtigen die blauen Hauptkräfte am 14. September in der Linie: Mäuse- Berg B 314 Hardt 335- Wald stücke nördlich Dom. Peuckendorf Waldstück Hausholz Mehlisch 430- Die Watte 443 zu leisten.

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Das am 14. September, 6 Uhr, in den Raum Schlotheim Marolterode neu herangeführte 14. Jnf.- Regt. hat Befehl er­halten, die erste Widerstandslinie nach Osten zu verlängern und hierzu die Höhen südlich der Helbe zwischen Großenehrich und Ebeleben zu gewinnen. Am Helbeabschnitt zwischen Phü­ringenhausen und Marksußra stehen seit 6 Uhr schwache blaue Sicherungen( Teile des 2. Batls. J.-R. 14).

Blau soll bis zum Abend des 14. September die Linie: Wälder Gr. Horn Eichholz Oberholz Almenhäuser­Berg Alte Schanze Nordostrand Volkenroder Wald halten. Führer Blau: Oberstlt. Sieglin( b. Stab J.-R. 14). Truppen: J.-R. 14( Konstanz, Tübingen, Meiningen) ohne 3. Batl.( bei Rot), III./A.-R, 5( Ludwigsburg); Pion.- Batl. 5 ( Ulm) ohne 1. Komp.( bei Rot); 1 Zug R.-R. 18; ein Holz­geschützzug J.-R. 15; 3. Komp. Kraftf.- Abt. 5( Kassel)( ohne 1. Zug) mit Panzerkraftwagennachbildung.

Bei den Reichswehr- Herbstübungen am 14. und 15. September in Thüringen.

Von unserem Spezial- F.K.- Berichterstatter wird uns da­rüber vorerst furz folgendes geschrieben:

Die wellige, ziemlich waldlose Gegend zwischen Langen­salza, Mühlhausen und Sondershausen war am 14. und 15. September der Schauplatz friegerischer Ereignisse, die allerdings unblutig verliefen. Das Infanterie- Regiment Nr. 14( Garni­sonen: Konstanz, Meiningen, Tübingen, Donaueschingen und Villingen) und das Infanterie- Regiment Nr. 15( Garnisonen: Kassel, Gießen, Eisenach, Weimar und Marburg) kämpften mit zugeteilten Waffen( Artillerie, Straßenpanzerwagen, leider nur Attrappen, Pionieren und Nachrichtentruppen) gegeneinan­der. Es sollten die hinhaltende Verteidigung und der An­griff gegen einen in dieser Art fechtenden Gegner geübt werden. Wenn auch das Wetter anfangs sich zweifelhaft zeigte, so war dennoch eine sehr große Menge Zuschauer zu Wagen und zu Fuß, besonders auch zahlreiche Schulklassen mit ihren Lehrern, in das Manövergelände gewandert; ein Zeichen, daß der mili­tärische Geist dem deutschen Volte noch nicht ganz entschywunden Diejenigen, die die Manöverschlachten vor dem Welt­friege miterlebt haben, werden den sehr großen Unterschied zwischen der früheren und der jetzigen Kampfweise festgestellt haben. Die große Leere des Schlachtfeldes ist das Kennzeichen der modernen Kriegführung; nur dünne Infanterielinien, aller­dings mit den überall wertvollen Maschinengewehren, die es bekanntlich lange vor dem Krieg überhaupt nicht gab. Da­gegen konnte man die erhöhte Tätigkeit bei den führenden Stä­ben erkennen, die die weit auseinandergezogenen Truppen sicher leiten müssen. Bessere Nachrichtenmittel stehen hierzu gegen früher zur Verfügung. Drahtlose Meldungen, Fernbelichtungen fonnte man sehen; besonders fielen aber die fast tollkühn fah­

iſt.

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Schlafsäde, das Zelt, Regenmantel, Kamera und Guitarre an seinem Rade leichter unterbringen kann. Hat der Radfahrer in seinem Rade einen Padesel, so muß der Fußwanderer alles selbst tragen, und diese Last fällt namentlich älteren Wochenend­schwärmern schwer. Der Radfahrer ist Herr über Raum und Materie. Er fann alles Gepäd mit sich führen, ohne seinen Körper zu belasten und die Lungen durch einen schweren Rud­sad in ihrer Tätigkeit zu behindern. Er kann weiter kommen als der Fußwanderer, und er tann sein Wochenende in gottes­gewollter Einsamkeit verleben, wenn er das Radwandern mit dem Fußwandern verbindet. Man findet heute in jedem Gast­hof einen Raum, wo man sein Fahrrad diebessicher verwahren lassen kann, um als Fußwanderer an Orte zu gelangen, zu de­nen man auf dem Rade nicht zu gelangen vermag. Man fann querfeldein wandern, durch den Wald sich pürschen und sich frei ergehen, ohne auf sein Rad achten zu müssen, man kann sein Wochenende froh verleben und körperlich und geistig erfrischt nach Hause zurückkehren, sofern man seine Fahrt frühmorgens, wenn die Hähne trähen, beginnt. Das Wandern auf ver­staubten Straßen macht kein Vergnügen und so muß man den Kameraden von Motors Gnaden zuvorkommen. Hat man in frischer Morgenluft sein Radlerziel erreicht und den Ritt auf Schusters Rappen begonnen, wird das Wochenende zu dem er­hofften Genuß werden.

Der Kampf für das Wochenende wird behördlicherseits unterstützt, und an alle, die Gottes freie Natur lieben, ergeht der Aufruf, das uns frei und frisch machende Wochenende zu einem Bestandteil unseres Lebens zu gestalten. Die Radwan­derer sind auf diesem Kampf gerüstet, und man wird auch dies= mal wieder in allen Sonnabenden eine Flucht der Radfahrer aus den Städten sehen.

Rein Lebewesen entzieht sich ungeftraft der Eigenbewegung.