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,, Gießener Zeitung"

Nr. 31.

Samstag,

Samstag, den 6. August 1932.

und Sicherheit dem Staate in den letzten Monaten geleistet haben, seinen besonderen Dant und Anerkennung aus.

Gleichzeitig ermächtigt Minister Leuschner die zuständigen Stellen zur Erteilung eines Sonderurlaubs von drei Tagen an die Polizei und Gendarmeriebeamten als Ausgleich für die durch die außerordentlich vermehrte Dienstleistung eingetretene Ueberanstrengung.

Die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Juli 1932.

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Sowjet- Union.

In Rußland wieder Privatwirtschaft? Mostau. Das bisherige Staatsmonopol der Rohstoffbe= Rates der schaffung ist durch ein gemeinsames Dekret des Voltskommissare und des Zentralegekutivkomitees der Kom­munistischen Partei mit dem gestrigen Tage aufgehoben worden. Der Einkauf von Rohstoffen und damit die Fabrikation von Waren sind den einzelnen Privatunternehmern freigestellt.

Das Dekret bedeutet das Wiederaufleben der Privat­wirtschaft in Sowjetrußland. Es erlaubt ausdrücklich den Verkauf von Waren auf dem offenen Markt, wobei der Ver­dienstspanne der Fabrikanten nicht einmal Grenzen gezogen werden. Die Regierung verzichtet auch auf jeden Einfluß auf die Preisbildung.

Die Regierung hofft, daß die Fabrikation von Fertig­waren, die bisher ausschließlich dem Staate zustand, sich durch das Defret steigern wird, und daß der besonders auf dem Lande start empfindliche Warenmangel allmählich behoben

wird.

Im Laufe der letzten zwei Monate hatte die Sowjetregie­rung, wie gemeldet, die Zwangswirtschaft in der Landwirt­schaft durch Erlasse bereits start eingeschränkt und den Bauern unter anderem einen freihändigen Verkauf ihrer Erzeugnisse zu beliebigen Preisen gestattet.

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,, Udarnik Uglia" Nr. 24 meldet, auf der Schachtanlage ,, Go­lubowfa" im Donbaß haben 511 Mann ebenfalls ihre Zechen we gen der schlechten Lebensweise verlassen. Auf der Schachtanlage ,, Proletarstaja Diktatura" haben die neueingestellten Bergleute überhaupt kein Fleisch bekommen. Die Bergarbeiter, die auf der Schachtanlage Pietrowsk" eingestellt wurden, waren ge= zwungen, in den ersten Wochen ihrer Arbeit auf nackten Bret tern zu schlafen. In der ersten Woche ihrer Einstellung haben sie nicht einmal Brot bekommen. Auf 50 Mann wurden nur 8 Handtücher und drei Krüge herausgegeben. Die Zahl der willkürlich Feiernden steigt. Jm November 1931 haben sich von den Feiernden 554 Mann wieder zur Arbeit gemeldet und 363 Mann meldeten sich wieder ab. Im Dezember von 480 Mann, die sich zur Arbeit wieder gemeldet haben, haben 419 Mann ihre Arbeitsplätze wieder verlassen.

Die Sowjetregierung hat in letzter Zeit auf den entschei­denden Gebieten der Produktion und der Verteilung Loderun­gen der Zwangswirtschaft vorgenommen, die wie eine Rückkehr zu individualistischen Wirtschaftsmethoden anmuten können. Dieser Schluß wäre voreilig. Die Russen denken bestimmt nicht daran ,, Gewerbefreiheit" zu schaffen. Die Russen erleben jetzt die erste große Ernüchterung über die wirtschaftlichen Folgen des Fünfjahresplanes.

Sind bereits in normalen Zeiten die Monate Juli und August die sogenannten Hauptreisemonate, überwiegend schäftsstille Zeiten für das Handwerk, da mit einer längeren Abwesenheit des zahlungskräftigen Publikums gerechnet werden muß, so gestaltete sich in diesem Jahre unter dem Druck der all­gemeinen anhaltenden wirtschaftlichen Depression die Geschäfts­lage im Handwerk geradezu katastrophal. Die bestehende Krise hat sich im Berichtsmonat noch weiter verschärft und keine Aussichten auf baldige Besserung aufkommen lassen. Db dies zum Teil auf die ungeklärten politischen Verhältnisse zu­rückzuführen ist, die die Entschlußkraft des freien Unternehmer­tums lähmend beeinflussen, ob sich für bestimmte Berufe die zurzeit stattfindenden Saisonausverkäufe ungünstig auswirken, ob und inwieweit auch die Witterung einer Besserung der Ge­schäftslage im Wege steht, läßt sich sehr schwer sagen. We nigstens berichten selbst die Handwerksberufe, auf die die Reise­zeit sonst belebend einzuwirken pflegt, dieses Mal, daß das Ge­schäft nahezu völlig still liegt. Im Schneiderhandwerk sind die sonst üblichen Aufträge für Reisekleidung beinahe gänzlich aus­geblieben. Auch im Sattlerhandwerk, dessen Umsäge durch den Verkauf von Reiseartikeln im Juli für gewöhnlich eine Stei gerung erfuhren, blieb dieses Mal die erwartete Geschäftsbele­bung aus. Die übrigen leder- und papierverarbeitenden Hand­werksberufe wiesen durchweg eine Verschlechterung ihres Ge­schäftsganges auf. Die Nahrungsmittelhandwerke hatten ebenfalls unter der Reisezeit sowie der zeitweisen warmen Wit­terung zu leiden. Der Absatz zeigte hier, auch beeinflußt durch das vermehrte Angebot von jungem Gemüse, Kartoffeln und Obst, stark rückläufige Tendenz auf. Eine geringe Belebung wird lediglich von den metallverarbeitenden Handwerksberufen in ländlichen Gebieten gemeldet, die infolge der Erntearbeiten vermehrte Aufträge für Reparaturen aufzuweisen hatten. Je­doch hielt sich infolge der schlechten Lage der Landwirtschaft die Auftragserteilung in ungewöhnlich engen Grenzen. Sehr ge­ring blieb auch die Bautätigkeit, die sich fast ausschließlich auf Kleinwohnungen, Siedlungsbauten und Reparaturarbeiten be­schränkte. Infolge der starken Konkurrenz der Schwarzarbei­ter blieben jedoch diese Aufträge, die ohnehin nur einen geringen Umfang erreichten, für die gesamte Lage des Bauhandwerks völlig bedeutungslos. Von der Handwerkskammer Nürnberg wird noch besonders darauf hingewiesen, daß das Betätigungs­gebiet einer Reihe von Handwerksberufen neuerdings auch eine starke Beeinträchtigung durch die produktive Beschäftigung von Wohlfahrtserwerbslosen durch die Wohlfahrtsämter erfährt. Verschiedentlich mußten auch schon Angriffe des freiwilligen Arbeitsdienstes auf Arbeiten des selbständigen Handwerks ab­gewiesen werden.

Die anhaltende Wirtschaftskrise machte sich naturgemäß in einem immer stärkeren Druck auf die Preisgestaltung bemerk­bar. Zu einer weiteren Gefährdung der Handwerksbetriebe werden auch neben der drückenden steuerlichen und sozialen Be­lastung in immer größerem Umfange die Verluste durch Kon­kurse und Zwangsversteigerungen der Schuldner des Handwerks.

Die Landsknechte

Sportroman von Emil Wöhner.

( Nachdruck verboten.)

Berichte der Russischen Arbeiterpresse.

Wer sich ein unparteiisches Urteil über die russischen Ar­beiterverhältnisse bilden will, wird gut tun, auch die in der russischen Gewerkschaftspresse veröffentlichten Berichte, in denen die Beschwerden der Arbeiterschaft selbst zum Ausdruck kommen, zu lesen. Auch die kommunistische Presse wird diese Berichte nicht als unwahr abtun können, denn die Sowjetbehörden wür­den ihre Veröffentlichungen sicherlich nicht dulden, wenn es sich um unwahre Berichte handelte. Nachstehend einige Meldungen aus den letzten Monaten:

Unhaltbare Zustände im Wohnungswesen. ,, Uudarnik Uglia" Nr. 5 meldet, auf den Schachtanlagen von Tschelabinst ist das willkürliche Feiern der Bergleute auf Grund der schlechten Lebens- und Wohnverhältnisse weiter ge­stiegen. Im Oktober feierten 5690 Hauer und 18 107 weitere Leute( Hilfsarbeiter, Lehrhauer, Schlepper etc.). Im Vergleich mit September ist das Feiern der Bergleute im Oktober um 65,2 Prozent gestiegen.

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,, Udarnik Uglia" Nr. 62 vom 5. Juni meldet: Unhaltbare Zustände im Wohnungswesen der russischen Bergarbeiterschaft auf der Grube ,, Kaganowitsch". Die Abwanderung der Berg­leute von der Grube ,, Kaganowitsch" dauert an. Das willfür­liche Feiern der Bergleute nimmt zu( die Leute feiern, weil sie zum Teil keine Kleidung haben und ungenügend mit Lebens­mittel versorgt werden. Der Uebersetzer). Welches sind nun die Ursachen der Abwanderung? Die Wohnbaraden find nie­drig und einstödig. Die Fußböden sind zerstört. Um die Ba­raden herum liegt Bauschutt und Schmutz. Es ist keine Gelegen­heit vorhanden, sich vor der brennenden Sonne schützen zu kön­Bäume, nicht einmal ein Grashalm sind vorhanden. In der Ledigenheimbarade Nr. 99 der Zeche Nr. 51 sieht es genau so schlecht aus. In den Stuben herrscht eine erstidende Luft. Auf den zerbrochenen Eisenbettstellen liegen Matratzen, welche bereits seit 4 Jahren nicht ausgewechselt wurden. reine Bettwäsche ist überhaupt nicht zu denken, diese ist mit schmutzigen Lappen ausgebessert und auch nur zum Teil. Besen und Puzzlappen fehlen. In den Kollektiobaraden stehen Schränke, die aber nicht benutzt werden können. Verschiedene Schränke haben keine Türen und andere sind nicht verschließbar, da keine Schlösser vorhanden sind.

Die Bergarbeiter verlassen in Scharen die Schacht­anlagen wegen der schlechten Ernährungsfrage. ,, Udarnik Uglia" Nr. 7 meldet, die Lebens- und Wohnver= hältnisse des russischen Bergarbeiters sind tatastrophal, so z. B. im Tschelabinster Kohlenrevier; hier wurden allein im Monat Juli 1931 an Lebensmitteln für die Bergarbeiterschaft zu wenig geliefert: 155 Tonnen Mehl, 40 Tonnen Graupen, 36 Tonnen Fleisch und Fisch, 5 Tonnen Butter, und Konserven wurden überhaupt nicht geliefert. Im September hat sich die Lebens­mittelversorgung noch weiter verschlechtert. Die Tschelabinsker Schachtanlagen haben bis zum 15. 9. 31 11 025 neue Bergarbei­ter eingestellt, aber auf Grund der schlechten Ernährungsfrage haben wieder 9167 Mann die Schachtanlagen verlassen.

( 12. Fortsetzung.) Es war ihm schon seit ein paar Tagen aufgefallen, daß der sonst so fröhliche Mittelläufer ein anderes Wesen zur Schau trug. Wie fein anderer Spieler hatte Adolf es sonst verstanden, die Mannschaft durch seinen nie versiegenden Humor zu erfreuen. Aber jetzt trat oft ein gequälter Ausdruck in sein Gesicht, wenn seine Kameraden scherzten. Ihn mußte irgend etwas bedrüden.

,, Sag mal, Adolf", begann Theo zögernd und setzte sich zu seinem Freund ,,, du hast irgend etwas auf dem Herzen. Kannst du es mir nicht sagen? Vielleicht ist es eine Angelegenheit, die du mit dir alleine abmachen mußt. Dann will ich nicht weiter fragen. Aber wenn die Möglichkeit besteht, daß ich dir nur ein wenig helfen oder beistehen kann, dann bitte ich dich, mir doch dein Vertrauen zu schenken."

Adolf Müller wehrte ab.

,, Laß doch, Theo. Du meinst es gewiß gut..."

,, Udarnik Uglia" Nr. 12 meldet, auf der Schachtanlage ,, Go­lubowfa" werden die Löhne der Bergarbeiter meist mit größter Verspätung ausbezahlt, so daß die Dezemberlöhne noch lange nicht Ende Januar 1932 ausbezahlt waren. Die Bergleute stehen täglich in langen Reihen vor den Schaltern und verlan gen empört ihr schwer verdientes Geld.

Adolf ergriff Theos Hand.

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Barade Nr. 408. Kollektivwohnungen. Die Zimmer sind 5 bis 6 Quadratmeter groß. In jedem Zimmer wohnen 8 bis 14 Personen. Jedes Zimmer hat Steinplatten. In dem Zim mer ist es dunstig und schmutzig. Keller sind teine vorhanden. Die Lebensmittel etc. werden unter die Bettstellen gelegt und aufbewahrt. Die Barade erinnert an einen Eisenbahnschlaf­wagen. Auf den Betten und Wänden wimmelt es von Wanzen. Kleine Kinder, ungefähr 50 an der Zahl, liegen auf den Fuß= böden herum und wühlen im Schutt.

,, Du brauchst mir nicht zu danken," wehrte der Mittelstürmer ab. Es ist doch unter Sportskameraden selbstverständlich, daß einer dem anderen hilft, soweit es in seinen Kräften steht... Ich fahre jetzt gleich nach Hause. Sei morgen nachmittag gegen 4 Uhr bei mir, dann erledigen wir die Sache. Ich freue mich ja, daß ich dir helfen kann. Oder glaubst du, daß ein Spiel­führer seinen Mittelläufer im Stich läßt? Und wie gesagt, die Hauptsache ist, daß du wieder der Alte wirst..."

,, Ja, Adolf. Es ist bestimmt keine Neugier. Wir sind doch Freunde. So wie wir auf dem Sportplatz zusammenhalten, sollten wir doch auch außerhalb des Mannschaftsspiels treue Kameraden sein. Nicht nur in guten Tagen. Ein Freund be= währt sich erst in der Not. Es ist ja möglich, daß dir ein ande­rer Spieler unserer Mannschaft näher steht als ich, dem du dich besser anvertrauen könntest. Die Hauptsache ist, daß du wieder der Alte wirst."

,, Wenn ich irgend jemandem vertraue, Theo, dann bist du es. Ich will dir auch sagen, was mich bedrückt. Mit noch drei anderen Bankbeamten ist mir gestern gekündigt worden. Jetzt bin ich arbeitslos und kann stempeln gehen. Ich wußte es schon seit einigen Tagen."

,, Besteht gar keine Aussicht, daß du wieder eine Stelle be­tommst, Adolf?" fragte Theo leise und mitfühlend.

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Ein paar Stunden später saß Theo Hansen in seiner Stube am Schreibtisch. Nachdenklich stützte er den Kopf in die Hand. ,, Bis morgen muß Adolf das Geld haben", dachte ,, Fünfhundert Mark habe ich auf der Bank. Wenn es irgend möglich ist, muß ich ihm die ganze Summe beschaffen. Aber woher die vierhundert Mark nehmen?"

Es erübrigt sich, diesen Berichten, deren Zuverlässigkeit außer Zweifel stehen dürfte, noch etwas zuzufügen.

Ueber 11 Millionen Arbeitslose in USA. Washington. Die Zahl der Arbeitslosen in den Vereinig ten Staten beträgt nach Angaben des Präsidenten des Ameri kanischen Gewerkschaftsbundes, Grenn, gegenwärtig 11 238 000. Gegenüber dem Januar d. J. ist eine Erhöhung der Arbeits­Tosenziffer um 1336 000 eingetreten.

In Gedanken ging er die Reihe seiner Bekannten durch. Aber er fand keinen darunter, dem er seine Bitte vortragen möchte. ,, Wenn ich mein Motorrad verkaufte?" dachte er einen Augenblick. Aber erstens werde ich es nicht so schnell los und zweitens ist es ein Geschenk von Johannisson."

,, Nein... oder doch. Wenn mir sofort neunhundert Mark zur Verfügung ständen, hätte ich wohl Aussicht, einen anderen Platz zu bekommen. Aber ich habe das Geld nicht..." Er brach plötzlich ab, mutlos und verzagt. ,, Neunhundert Mark, Adolf? Jch verspreche dir, daß du das Geld bis morgen haben sollst, wenigstens den größten Teil," erklärte der Mittelstürmer schnell und bereitwillig und sein Ge­sicht erhellte sich.

fiel ihm doch schwer. Aber da sah er auf einmal wieder Adolfs trauriges Gesicht und hörte seine Worte: ,, Wenn mir sofort neunhundert Mark zur Verfügung ständen

Johannisson! Daß er daran nicht eher gedacht hatte. Das war der Mann, der ihm helfen konnte. Was hatte er damals doch zu ihm gesagt: Wenn Sie ein Anliegen haben sollten, fommen Sie ruhig zu mir. Ich bin immer für Sie zu spre= chen..." Ja, der konnte ihm das Geld geben und würde es auch tun. Leicht würde es ihm allerdings nicht fallen, eine solche Bitte vorzubringen; aber es mußte sein...

,, Was macht denn das Fußballspiel?" erkundigte sich Jo­hannisson. Ihr Verein hat sich ja gut entwidelt. In der Zeitung las ich davon. Mein Sohn, der bei keinem größeren Spiel fehlt, ist ganz begeistert über die Leistungen Ihrer Mannschaft."

Am anderen Morgen in der Frühstückspause ging Theo Han­sen aus der Fabrik hinüber nach den Büroräumen. Jm Vor­zimmer des Direktors saß der Prokurist über seine Arbeit ge­beugt.

,, Guten Morgen! Ich möchte den Herrn Direktor sprechen. Wollen Sie mich bitte anmelden?"

Theo saß seinem Chef gegenüber.

Ja," entgegnete Theo zerstreut, ,, wir haben schon ganz schöne Erfolge errungen..."

Wieder trat eine Pause ein.

Da sagte Theo entschlossen: Ich habe eine Bitte, Herr Di rektor. Ich benötige sofort vierhundert Mark."

,, Es freut mich, Herr Hansen, Sie wieder einmal bei mir zu sehen. Uebrigens Jhre Gangschaltung an dem neuen Mo­torrade hat sich glänzend bewährt. Der Absatz dieser Maschinen ist in letzter Zeit gewaltig gestiegen. Ich hatte damals ja Wie sind Sie denn mit Ihrem Rade zu­meine Bedenken frieden?"

,, Sehr gut, Herr Direktor, es läuft tadellos." Eine kleine Pause trat ein.

Johannisson sah Theo Hansen einen Augenblick erstaunt an. ,, Ja... natürlich... selbstverständlich, die können Sie gerne bekommen."

,, Jetzt muß ich meine Bitte vorbringen," dachte Theo. Es

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,, Sie haben vielleicht ein Recht, Auskunft darüber zu ver langen, wozu ich das Geld gebrauche. Ich bitte Sie aber, mich nicht zu fragen. Ich möchte es nicht gerne sagen." ,, Nein, Herr Hansen, das ist auch nicht nötig. Darf ich Ihnen einen Sched ausschreiben?"

Theo nidte.

,, Sie können mir die Summe dann an meinem Lohn wie der abziehen lassen."

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,, Ausgeschlossen," lachte Johannisson. ,, Sie geben mir das Geld zurück, wenn Sie dazu in der Lage sind. Diese Angelegen heit bleibt ganz unter uns...

,, Gott sei Dank, auch das wäre erledigt," dachte Theo, als er wieder draußen war...

Nachmittags kam Adolf Müller. Es bereitete Theo Han sen große Freude, dem Mittelläufer das Geld überreichen z tönnen.

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Seine Hilfsbereitschaft trug die besten Früchte: Es gelang Adolf Müller bald darauf, eine neue Existenz zu finden... Als Theo Hansen ein paar Tage später von der Fabrit nach Hause kam, fand er auf seinem Schreibtisch einen Brief, dessen Schriftzüge ihm unbekannt waren. Ein feiner betäuben der Duft entstiegt dem Büttenumschlag. Zögernd öffnete er den Brief. Dann las er:

,, Verehrter Herr Hansen!

Ich bitte Sie um eine Zusammenkunft heute abend

acht Uhr im Hotel Bristol.

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