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Nr. 14

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Einzelpreis 20 Rpf.

Allgemeine Hessische Sport- 3eitung

Verbreitet im Bezirk Hessen- Hannover des W. S. v. und in den Gauen Gießen- Wetzlar, Dill und Marburg

Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge ührt, vierteljährlich 1,50 M, für sonstige Bezieher viertel­fährlich 2,40 Mt. Erscheint jeden Dienstag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags.

7. Jahrg.

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Tel. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 531 Frankf.- M. Drud und Verlag: Albin Klein, Gießen. Verantwortlich: Klein jun. und Georg Burgeleit.

Mittwoch, den 6. April 1932

BSV. Jugendheim- Opfertag in Hessen- Hannover

Der erste April- Sonntag war, wie in allen westdeutschen Bezirken, so auch in Hessen- Hannover, Opfertag für das WSV­Jugendheim in Duisburg. Die Einnahmen aus allen Spielen Fliegen in die Kassen des Heimes. Im Bezirk Hessen- Hannover bürfte dem guten Zwed das Spiel in Kassel

Städte- Mannschaft Kassel Borussia Fulda 3: 2( 2: 1) an besten erfüllt haben, denn es waren immerhin 2500 3u= [ dauer zum Kurhessen- Plaz gekommen. Der Sieg der Kasseler Mannschaft war verdient; sie war auf allen Posten gleichmäßig gut besetzt, nur der Halbrechte verdarb viel durch zu langsames Spiel. Die Fuldaer Mannschaft wehrte sich sehr tapfer; sie marim Feldspiel faum unterlegen und hätte sogar in der Bis Halb­Shlußminute noch zum Ausgleich kommen fönnen. Beit hatten die Kasseler durch Kellner, der einen Elfmeter ver­wandelte, und durch Brössel schon eine 2: 0- Führung; doch konnte Fulda durch einen Bombenschuß Leugers gerade noch vor der Bause auf 2: 1 verbessern. In der 7. Minute nach dem Wechsel erwangen die Borussen den Ausgleich, aber vom Wiederanstoß weg ging Kajjel durch einen Fernschuß Markerts erneut in Füh Tung und behauptete diesen Vorsprung bis zum Schluß.

Germania Fulda- Horas tomb. Kaffel B 3: 3( 2: 2). Eine zweite Kasseler Vertretung spielte in Fulda, fonnte aber dort gegen eine aus Spielern von Germania Fulda und Horas zusammengesetzte Elf nur ein Unentschieden erzielen, das übrigens dem Spielverlaufe vollauf gerecht wurde. Kassel tam, nachdem Fulda einen Elfmeter eingeschossen hatte, zum Aus­gleich; wieder erzwang Kassel die Führung, abermals stellte Fulda den Gleichstand her. Auch nach dem Wechsel war jede Bartei noch einmal erfolgreich. Die Leistungen in dem Spiele waren mitunter recht gut.

Göttingen 05 SC Grone 3: 1( 2: 1).

Vor 700 Zuschauern famen die Göttinger zwar zu einem ver­dienten Siege, aber erst nach hartem Kampfe, denn der End­erfolg wurde ihnen viel schwerer gemacht, als es das ohnehin happe Ergebnis besagt. Erst furz vor Schluß fiel der den Sieg enb gültig sicherstellende Treffer.

Jungendheim- Opfertag in Marburg.

Germania Marburg Städtemannschaft Gießen- Weglar 4: 2. Da man sich in Marburg nicht einig wurde, betreffs Auf­Stellung zweier Stadtmannschaften fand man die Lösung so, daß in Marburg die Germanen- Elf und in Wallau die VfB K.- Elf fpielen sollte. Richtig war dies auf keinen Fall und auch die maßgebenden Instanzen werden wohl noch nicht das letzte Wort gesprochen haben. Allgemein freute man sich nämlich eine Mar­burger Stadtmannschaft wieder einmal zu sehen und auch ein großer finanzieller Erfolg wäre zu verzeichnen gewesen, denn diefes war doch letzten Endes diesmal die Hauptsache. Nun es war halt nichts anderes, jedoch wollen wir hoffen, daß es in Jufunft wieder besser wird.

Wenn man mitunter von einer unverdienten Niederlage dieser oder jener Partei spricht, so muß man diesmal behaup= ten, daß dies bei der Gäste- Mannschaft unbedingt zutreffend wax. Die Städtemannschaft- Gießen- Wetzlar hat, gemessen an ihrer guten sportlichen Leistung, unverdient verloren, damit vill ich jedoch nicht sagen, daß die Germanen schlecht gewesen find. Der Spielaufbau seitens der Gäste war sehr gut; aller­dings vor dem Tore hatte die Mannschaft Pech. Gute Chancen Durden herausgearbeitet und dabei blieb es. Frei vor dem Tore stehend fonnte der Halblinke noch nicht mal einsenden und ein Elfmeter wurde direkt auf den Mann geschossen. Pünktlich 3 The gab der Schiedsrichter Heuser- Cölbe das Zeichen zum Be­ginn. Die Mannschaften stehen wie folgt:

Gießen- Weglar: Balzer; Benner 1., Benner 2.; Leutheu­fr Lippert, Henrich; Haupt, Arnold, Wohlgemuth, Wilhelmi, Heilmann.

Germania: Happ 2.; Haupt, Schmidt; Sauerwald, Happ 1., Suhl L.; Emmler, Schaub, Wagner W., 3schoffe, Wagner H.

Die Gäste beherrschten sofort das Feld und gehen in der Minute durch schlechte Abwehr des Torhüters Happ in Füh­ung. Bei Germania will es nicht recht flappen; immer und immer wieder find die Gäste schneller am Ball. Zwei Eden ir Marburg bleiben erfolglos. Die Zebraleute kommen einige Minuten gut auf und Gießens Hintermannschaft hat schwere Abwehrarbeit zu verrichten. Hierbei zeigt sich der Torhüter Salzer von der besten Seite, aber auch die Gebrüder Benner erraten, daß sie zwei alte routinierte Kämpen sind. Die Läufer­rihe war sehr gut. Die Stürmerreihe war nicht schlecht, je­oder genaue Torschuß fehlte. In der 27. Minute: Elfmeter ix Marburg. Allerdings eine recht harte Entscheidung. W. Wegner ist der Schütze. Der Ausgleich ist erzielt. Kurz darauf jgt 3ichoffe einen Bombenschuß auf die Kiste, den Balzer in ganz hervorragender Weise meistert. Die Gäste sind nehr im Angriff und Heilmann erzielt Nr. 2. Kurz vor der Sause: Elfmeter wegen Hand für Gießen. Schlecht getreten geht der Ball direkt auf den Mann und wird gehalten: Pause für die Gäste. In der 2. Hälste sehen wir fast das gleiche Spiel wie zuvor. Die Gäste scheinen sich jedoch in der ersten hälfte zu stark verausgabt zu haben, denn als in der 30. Minute ür Marburg der Ausgleich fällt, lassen sie nach. Ein Kopfball on 3schokke bringt den Germanen die Führung und kurz vor Gahluß knallt derselbe Spieler in blendender Manier ungefähr on 20 Meter den 4. Treffer.

immer

Die Germanen zeigten nicht das technisch gute Spiel wie ie Gäste; die Angriffe waren sehr lüdenhaft. Happ im Tor par zeitweise recht unsicher, das Verteidigerpaar ging an, wäh­tend die Läuferreihe in Sauerwald die beste Kraft hatte. Im Sturm waren Zschokke und Staub der erfolgreichsten. W. Wagner hat man schon besser gesehen. Die beiden Außen ge= ie len gut durch ihre Flanken. Der Schiedsrichter leitete torreft. Das Spiel wurde von sämtlichen Spielern äußerst fair ausge­

tragen.

Ein großer Wallauer Erfolg!

FV Wallau VfB 05 Kurhessen Marburg 2: 1( 1: 0). Der Jugendopfertag sah die Wallauer Meisterelf in aus­gezeichneter Form und kein anderer Gegner als der Tabellen­

zweite der Sonderklasse, der erste Kasseler Vereine hoch geschla= gen hat, mußte in Wallau Haare lassen.

És fann fein Zweifel darüber bestehen, daß Marburg gute Techniker und raffinierte Spieler in seinen Reihen stehen hat. Aber auch darüber besteht kein Zweifel, daß die Leute aus dem Hinterland neben ihren technischen Fähigkeiten eine ausgezeich= nete Kombination beherrschen.

In der ersten Halbzeit wurden hauptsächlich schöne Feld­leistungen gezeigt. Abwechselnd sah man aber auch gefahrvolle Momente vor beiden Toren. Jedoch die Hintermannschaften er­wiesen sich derart zuverlässig, daß keine Erfolge zustande tamen, obwohl Fischer und Adorf auf der einen, Runkel und Schwarz 1. auf der anderen Seite ihre bekannten Bomben aufs Tor sekten. Kurz vor dem Seitenwechsel gelingt den Wallauern der erste Treffer. Eine Flanke von Schwarz 1. fommt furz vorm Tor nach links und schnell ist der Ersatz- Linksaußen Blöcher zur Stelle, um einzuschießen.

Nach dem Wechsel lagen die Mannen aus Marburg etwas mehr im Angriff, aber das hervorragende Schlußtrio des Hinterländer Meisters Henkel- Schwarz 2., Bonader 3. und die zähe Läuferreihe Roßbach, Henkel 1., Bonader 1. hielten dieser Offensive glänzend stand. Ja durch diese fertige Arbeit fam immer noch mehr Schwung und Feuer in die Wallauer Elf, die oft mustergültig tombinierte. Eine Flanke von dem nach links gegangenen schnellen Bonader 2. wehrt Weŋand im Marbur ger Tor sich werfend glänzend ab und Henkel 4. schießt im Fallen zum 2: 0 ein. Großer Jubel herrscht im Wallauer Lager. Die Gäste tommen kurz darauf durch ihren besten Läufer Rueff zum einzigen Gegentreffer, der ganz plöglich aus dem Hinterhalt scharf einschoß. Die Marburger verschärfen daraufhin noch das Tempo sehr, die Läuferreihe kommt in Hochform, jedoch die Wallauer halten mit letzter Aufopferung den schönen Sieg fest. Schiri Barth- Breidenstein versteht gut zu leiten. In Weglar unentschieden.

Stadtmannschaft B.

Ehringshausen- Aẞlar 1: 1. Für Weylar- N. spielten: Schreier( SV); Schneidmüller ( N.), Flick, Hahn, Voltmar, Kridau,( SV), Scheer( N.), Zam­bedri, Gräb( SB), Blättel, Stoll, Kling( N.).

Für Ehringshausen- Aßlar spielten: Sommer, Kaps, Rinker ( A.), Fuhrländer( E.), Bernhardt( A.), Nell( E.), Keul, Rinker ( A.), Schneider( E.), Keul und Zimmermann( A.).

Vor leider schwachem Besuch wurde dieses Jugendopfertag= Spiel ausgetragen. Man erwartete allgemein einen sicheren Sieg der Ehringshausen- Aßlar- Kombination, aber Weylar- N. geigte sich trok ersatzgeschwächter Aufstellung als gleichwertig, denn nach verteiltem Spiel ist das 1: 1- Resultat dem Spielver­lauf entsprechend gerecht. Blättel( N.) konnte Wetzlar bis zur Pause 1: 0 in Führung bringen. Volkmar( W.) wurde noch vor der Pause derart verlegt, daß er ausscheiden mußte, für ihn wurde Gräb( W.) eingesetzt. Wegen Schiri- Beleidigung mußte leider ein Spieler von Ehringshausen des Feldes verwiesen werden. Bernhardt( A.), welcher nach der Pause einsprang, leistete mit frischen Kräften Vorzügliches als Mittelläufer, bis der Ausgleich im Anschluß an einem Strafstoß erzielt wurde. Wagenborn- Steinberg in Hochform.

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Streife durch den Bezirk

Ueberall im

Der Jugendheim- Opferspieltag" ist vorbei. Bezirk Hessen- Hannover waren die Vereine dem guten 3wed dienstbar. Spielerisch sind stellenweise unerwartete Resultate dabei herausgekommen, indem die Favoriten unterlagen. Man darf das aber wohl meistens darauf zurückführen, daß nicht im­mer die stärksten Mannschaften die Spiele bestritten, weil eines= teils manche guten Spieler absagten und unvollkommen ersetzt werden mußten, andernteils auch an manchen Plätzen die Lotal­gegner nicht zu einer einheitlichen Elf zusammengestellt werden fönnten, da jeder eine Ertrawurst gebraten haben wollte. Die Folge dieser unseligen Vereinspolitik war dann natürlich ein Fernbleiben der Vereinsanhänger von den Spielen, also ein starte Verminderung der Besucherzahlen, was sich dann auf den finanziellen Erfolg schädigend auswirkte. Da auch die allge­meine wirtschaftliche Notlage manchen vom Sportplatz fernhielt, der sein Geld lieber für den Besuch von interessanten Punkte= fämpfen oder von zugkräftigen Gesellschaftsspielen aufbewahren wollte, so muß man wohl damit rechnen, daß in diesem Jahre die pekuniäre Ausbeute nicht allzu groß war, jedenfalls hinter denen früherer Jahre bedeutend zurüdgeblieben ist. Zahlen­material fann natürlich erst später, nach der Abrechnung, vor­gebracht werden.

Amtlich verlautet, daß der VfB Gießen auch auf die Auss tragung des Wiederholungsspieles gegen die Kurhessen in Kassel verzichtet hat, so daß dem Platzverein nun endgültig die zwei Puntte tampflos zufallen, durch welche er mit Hessen 09 punkte­gleich wird. Es muß also nun ein Entscheidungsspiel angesetzt werden, ohne Rücksicht darauf, ob der Antrag der Kasseler Ver­eine, statt der Zehnerliga eine Zwölferliga für das nächste Spieljahr einzurichten, von der Wahlversammlung genehmigt wird oder nicht. Die Anregung Kassels wird übrigens im Be zirk ganz verschieden aufgenommen; in Fulda und Marburg 3. B. steht man einer Vermehrung der Bezirksliga um zwei Vereine, die zurzeit aus Kassel stammen würden, durchaus nicht unsympathisch gegenüber, weil man sich sagt, daß die in Frage fommenden Vereine einen guten Ruf haben und stets cine grö= Bere Anziehungskraft ausüben, als mancher Verein aus der Provinz. Wenn der Bezirksvorstand den Antrag des Kasseler Rasensportverbandes mit Wohlwollen entgegengenommen hat und auf der Wahlversammlung und vorhergehenden Verbands­vorstandssitung vertreten will, so haben ihn dazu jedenfall ähn­liche Gesichtspunkte veranlaßt, wie sie verschiedenen Vereinen vorschweben. Der Antrag Kassels tommt aber zunächst erst vor den Bezirkstag und hat auch dann, wenn er dort Entgegenkom­men findet, noch verschiedene Klippen zu umschiffen, ehe er glücklich im Hafen landet,-wenn er dieses Ziel überhaupt er­reicht. Vom sportlichen Standpunkte aus betrachtet, ist das Ganze eine Extratour, die sich die Kasseler Vereine heraus­nehmen, weil sie durch die Provinzler zur Rolle von Mauer­blümchen verurteilt worden sind. Bei einem umgekehrten Ver­hältnis hätte sich in Kassel niemals eine Stimme zugunsten der Provinzvereine erhoben. Das ist der springende Punkt" der ganzen Angelegenheit, und für den Verbandsvorstand heißt es nun: hic Rhodus, hic salta!", d. h. soviel als: an dieser Sache beiß' dir mal die Zähne aus, zeig', was du bist und kannst, dann werden wir die Konsequenzen ziehen!"

Wagenborn- Steinberg 1. Garbenteich- Steinbach tomb. 9: 3 Um die Westdeutsche Meisterschaft

( 4: 1).

Einen ganz großen Tag für die Jdee und Ziele des WSV. erlebte man am vergangenen Sonntag in Wagenborn- Stein­berg. Herrliches Fußballwetter loďte Groß und Klein auf das schön gelegene Sportgelände an der neuen Mühle. Als beide Mannschaften gemeinsam begeisterte Sportlieder singend die Straßen des Dorfes nach dem Sportplay hinauszogen, wußte man, der Gedanke und die Jdee marschieren mit uns. Ein er­hebendes Bild, als 22 kampfbegeisterte junge, gesundheits­strogende Sportler auf das Spielfeld sprangen, die von den vielen Zuschauern begeistert empfangen wurden. Gaufußball­sachbearbeiter Herr Henkel- Gießen, der in dankenswerter Weise erschienen war, verstand es, Sinn und 3wed des Opfertages den Spielern durch eine kurze Ansprache flar zu machen. entspann sich nun ein Kampf, der wohl in jeder Beziehung für die Sportbewegung warb. Garbenteich und Steinbach hatten es verstanden, den Platzbesitzern eine spielstarke Mannschaft ent­gegenzustellen. Die Teutonen waren in Hochform und spielten wohl eines ihrer schönsten Spiele.

Es

Spielverlauf: Die komb. Mannschaft hat Anstoß, spielt sich durch, doch die Verteidigung der Platz besitzer flärt. Die Teuto­nen finden sich schnell, arbeiten eine Feldüberlegenheit heraus und in der 3. Minute erzielt der Mittelstürmer nach schöner Kombination den Führungstreffer. Den Anstoß der Gäste fan­gen die Einheimischen sofort ab und ziehen wieder vor deren Tor. Nach einigen Minuten erhöhte der Halblinke auf 2: 0. Durch ihr flaches, vorbildliches Kombinationsspiel sind die Teu­tonen tonangebend. Vor allem zeigte die Stürmerreihe eine selten an ihr gesehene Durchschlagskraft. Durch ihr Flügelspiel versuchen die Gäste das Resultat zu verbessern, scheitern aber an der gegnerischen Hintermannschaft. Trok hartnäckiger Ab­

Am 10. April werden drei Spiele der Vorrunde ausgetra­gen, nämlich in Elberfeld: Schwarz- Weiß Barmen Borussia Fulda, in Köln: Spielogg. 07 Köln- Sülz- FV Koblenz- Neuendorf, in Gladbec: Spvgg. Herten Meidericher Spielverein; am 17. April folgt das vierte Spiel

in Gladbeck: Ruhrbezirksmeister Spusp. 09 Hüsten. Der Vertreter von Hessen- Hannover muß also doch eine weite Reise machen, nach Elberfeld- Barmen, und trifft dort mit dem Meister vom Bergisch- Märkischen Bezirk, Sportfreunde Schwarz- Weiß Barmen, zusammen, der also zuhause auf be= fanntem Plaße und vor start interessiertem Publikum antreten fann und damit von vornherein einen nicht zu unterschäzenden moralischen Vorteil. hat, zu welchem sich auch noch eine spiele­rische Ueberlegenheit gesellt( die man auf Grund der Verbands= spiele pp. annehmen muß.) Der Westdeutsche Mitarbeiter der befannten Sportzeitschrift Der Kicker" schreibt über die ver­mutlichen Ergebnisse der Spiele:

Der Verlierer scheidet aus, und es dürfte mit ziemlicher Sicherheit feststehen, daß Neuendorf und auch die Fuldaer Bo­russen gleich beim ersten Anlauf stürzen werden. In Köln bleibt der alternden Garde der Koblenzer feine große Chance, und im Wuppertal müßte es schon mit dem Teufel zugehen, wenn sich die unheimlich harte und standfeste Barmer Elf von den Bonifatiusstädtern übertölpeln ließ. Anders ist die Sache mit Meiderich und Herten die vom Niederrhein haben allen Grund, den Westfalenmeister als ganz große Gegnerschaft an­zusehen; uns dünkt sogar, daß es diesmal erstmalig in der

wehr der Kombinierten erhöhte die Plazmannschaft auf 4: 0. Es hat sich herausgestellt,

Ein gut hereingegebener Edball bringt dann den Gästen den ersten Treffer und so geht es mit 4: 1 in die Halbzeit. Nach der Pause wird das bis dahin schon schnelle Tempo noch verschärft. Die Zuschauer, die von dem ritterlichen Kampf begeistert sind, feuern die Mannschaften an. Der junge Mittelstürmer der Playmannschaft zeigt wahre Kabinettstückchen fußballerischen Könnens. Von der vorzüglichen Läuferreihe der Teutonen wird der schußfreudige Sturm mit genauen Vorlagen_bedient. So blieben dann auch weitere Torerfolge nicht aus. In regel­mäßigen Abständen wurde das Resultat auf 8: 1 erhöht. Doch auch die Gäste tämpfen unentwegt weiter und erzielen ein 2. Tor. Nachdem beide Parteien noch zu je einem Erfolg tommen, Die ertönt der Schlußpfiff des gut amtierenden Schiri Noll. Gäste hatten gute Spieler in ihren Reihen, es mangelte aber etwas am Zusammenspiel. Die Teutonen waren den Gästen technisch und in der Ballbehandlung überlegen. Der Mann­5. schaft gebührt ein Gesamtlob.

daß die Leser der Gießener Zeitung" neben den politischen, wissenschaftlichen, werktätigen und all­gemeinen Nachrichten etc. auch noch gern viel= feitige Sportnachrichten aus der engeren Hei­mat lesen wollen. Ab heute wird darum der ,, Gießener Zeitung" die Allgemeine Hessische Sportzeitung" mit angefügt. Diese größere Viel­seitigkeit des Blattes wird sicherlich überall sym­pathisch aufgenommen werden. Wer sonst Wünsche hat, möge diese dem Verlag nach Gießen, Süd­anlage 21, mitteilen.