Sejtalozzischule
Rr. 44 Samstag, den 5. November 1932
hnungen und Bildchen hrt.„ Kinderland und
eighöfer die Sammlung Alter von 10-14 Jab meten Bildern! Herrn Dant für die Erstehung mlung. Anspruchsloje bereitet. Interessant it btes tombiniert, wie es
3weden umgestaltet Dantens"!! Eine Ham Ausstellung in Hamburg
hrer" den Kindern der
Mittelschule den Auf s Sparens" Bilder und
traf alle Erwartungen!
eine Ansicht über das Form dargeboten. Die
vrch ihre Vielseitigkeit, -typische Farbenfreudig der Ausführung. Alle Im den Segen des Spa urgedanken deutlich aus
d, den Spargebanten in Lehrerschaft für seine
defend von der Aufsichts on der Stadtverwaltung Stadt- und Kreisschul Enz sowie Rettor Kling Der Presse. Den Aufbar ust recht übersichtlich be
Svor dem unscheinbarer rechte Umschlagstelle für Eriheinen der Beamter Shüdtohlen ,, am Lager von den nahegelegener Cent. In zwei Nachbar
Zentner aufgeftapelier Ten. Die Polizei war mschlagstelle erschienen e Diebesgut restlos web Morgengrauen von allen nap, Altenessen ufto. Käufer" tamen, um fid at oder taufend Tonner organisierten Räuber ganz zu schweigen
en
ein im Laufe des legten wohl faum annähern beleuchtet aber mit ih Ich ungeheuren Umfan In diesem Bezitt ange or dessen Haus übrigens lenlager befand und i Stapel von 20 Jenten en Strafbefehl in S Das Gericht beantworte mer Strafe auf 25 Mar
will ich dich dazu ni einen Sportperein ein esen Umständen auch ni
ngs nicht gebrauchen, b gilt, etwas durch Fle Deißt du Bescheid." lächeln, wenn er barn fich von nua an zu b er gezwungen hatte.
m heiligen Abend feine in tonte, fand er unt
lich gewünschten Fuß
Hermannschaft eintrete
St tommt die Sale lich und besorgt um ih ungern, wenn er zum abends müde und hungr felbft und freute sich, we
el mit einem verschramm
a anfänglichem Stra
Sand um die abgejar
jedesmal ,,, kannst du ni
ann ,,, da ist bloß das
che wieder raus."
ei: ,, Das stimmt. Bis Seilt."
und besorgte Mutter lad mit findlicher Liebe an
so hatte, merken laffen.
e nach außen hin zu zeig
Kamerad gewesen. D end auf immer wieder Darf nicht bange fein,
er ihn zur Mannhaftigl
Ferzogen und dadur
egigen Erfolgen, im S
folgt.)
Lokales.
Sonntagsgedanken.
Ueber das drängende Jubeln des Frühlings tam die stille, ruhige Besonnenheit der Reife. Es ist Herbst geworden und der Winter schidt seine ersten Boten, die von seinem baldigen Kommen tünden sollen. Durch das noch sommerlich geöffnete Fenster strömt der kalte Hauch des Vergehens. Auch in uns wird es stiller. Fröstelnd lauschen wird dem fallenden Laub der Bäume, oder dem traurigen Gingen eines Regens und werden noch stiller. Und in uns wird Besinnung.
Die pulsende Frühzeit, der blühende Lenz, die übervolle und prunke Hochzeit des Jahres stehen im Blid unserer Seele. Fast wird schon fremd, was hinter uns liegt. Nur die Früchte des Jahres sehen wir noch und unsere Seele wird zu einem Gebet.
Es ist Herbst geworden. Aber nicht Sterben, sondern Eintehr, neuer Weg zu uns. Der Sonntagsschreiber.
*
* Der Wahltag im Rundfunt. Am Sonntag, den 6. NoDember, finden in Deutschland wieder Reichstagswahlen statt. Der Wahldienst des Rundfunkts beginnt, wie bei den letzten Wahlen, wiederum um 19 Uhr, und zwar einheitlich für sämtliche deutschen Sender von Berlin aus. Von diesem Zeitpunkt ab konzertiert das Orchester des Berliner Konzert- Vereins. In den Pausen werden die ersten Wahlresultate durchgegeben. Von 22 Uhr ab fonzertiert sodann die Kapelle Gebrüder Steiner. Das Konzert wird fortgesetzt, bis das vorläufige Endresultat festgestellt ist, also bis etwa 3 Uhr nachts.
* Wohlfahrtsbriefmarken und-postfarten. Wie im vergangenen Jahre findet wieder in der Zeit vom 1. November 1932 bis 28. Februar 1933 ein Wohlfahrtsbriefmarken und postkarten- Verkauf statt. Die postalische Gültigkeit der Wohlfahrtsbriefmarken nach dem In- und Auslande erlischt erst am 30. Juni 1933. Die Wohlfahrtsbriefmarken sind wiederum künst lerisch ausgeführt und zeigen eine Reihe deutscher Burgen und Schlösser. Es gelangen zur Ausgabe: eine 4- Pfg.- Marke ( Wartburg) zum Verkaufspreise von 6 Pfg.; eine 6- Pfg.Marte( Schloß Stolzenfels) zum Verkaufspreise von 10 Pfg.; eine 12- Pig.- Marke( Burg Nürnberg) zum Verkaufspreise von 15 Pfg.; eine 25- Pfg.- Marke( Schloß Lichtenstein) zum Verlaufspreise von 35 Pfg.; eine 40- Pfg.- Marke( Schloß Marburg) zum Verkaufspreise von 80 Pfg.; ferner eine Wohlfahrtspoftfarte, die aus Anlaß des 85. Geburtstages des Herrn Reichs=" präsidenten hergestellt wurde mit eingedrudter 6- Pfg.- Marke ( Tannenberg- Denkmal). Der Verkaufspreis beträgt 10 Pfg. Für die Gießener Nothilfe hat das Städtische Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2( 3immer 9, Erdgeschoß) den Verkauf der Wohlfahrtsbriefmarken und-farten übernommen. Von dem Reinertrag aus dem außerpostalischen Verkauf der Wohlfahrts briefmarken verbleiben 80% der Gießener Winternothilfe.
* Kraftpost Gießen- Annerod Steinbach- Albach. Infolge Verschiebung der Arbeitszeiten verkehren an Samstagen die bisher 13.10 und 17.25 Uhr von Gießen über Annerod und Steinbach nach Albach abgegangenen Kraftposten erst um 13.55
Elektrisches Licht ist billig!
OSRAM
Verwenden Sie für den Haushalt 40 und 60 Watt OSRAM- Lampen.
Die Sensation der III. Internationalen Polizei- Sternfahrt
Eine deutsche Rekordleistung:
Mit dem Motorrad durch die glühende Sahara. ( 1. Fortsetzung.)
Man sieht barin immer wieder von neuem, daß bie Organt sation der Betriebsstoffversorgung nicht nur wichtig für die Durch führung derartiger Fahrten, sondern sogar durchaus notwendig ist. Niemals wäre es möglich gewesen, diese Fahrt ohne die bereits be stehende Organisation der Standard- Gesellschaft durchzuführen, benn gerade im Orient tommt es vor allen Dingen darauf an, über all an jedem Ort gut bekannt zu sein, bzw. gute Empfehlungen zu haben.
ALGER
Blid
PHILIPPEVILLE
BOUGIE
CONSTANTINE
321
432
Bou- Saada
DJELFA
Tolga o Chegga
Oasis
Aflou
LAGHOUAT
TSF
Tilrempt
GHARDAÏA
5
STANDARD
N5
BATNA
BISKRA
EL QUED
Bzioua TOUG
GOURT
703
QUARGLA
,, Gießener Zeitung"
und 17.55 Uhr. Die Kraftposten ab Albach 18.05, an Gießen 18.40 und ab Gießen 18.45, an Steinbach 19.14 fallen an Samstagen wegen der sehr schwachen Benutzung aus.
* Gehöftsperre. In dem Schweinebestand des Landwirtes Heinrich Noll VII, Gießen, Neustadt 47, ist Schweinerotlauf festgestellt. Gehöftsperre ist angeordnet.
* Verwendung der Instandssehungs- Reichszuschüsse in Gießen. In Hausbesitzerfreisen taucht die Behauptung auf, die Stadt Gießen würde den größten Teil der für den Gießener Hausbesitz bereitgestellten Beträge für die Instandsetzung von Wohnhäusern für sich verwenden. Die Stadt lasse jetzt mit Hilfe dieser Gelder einen großen Teil ihrer Häuser wieder in Wohlfahrtsbriefmarken der Reichspost
Gültig bis 30. Juni 1933
DEUTSCHES REICH
DEUTSCHES REICH 12
14 DEL
6 DEUTSCHES REICH 6
To Muar
DEUTSCHES REICH
40 DEUTSCHES REICH 40
Stand setzen. Diese Auffassung ist durchaus irrig. Bezuschußt werden nur Instandsetzungsarbeiten an Wohngebäuden, die vor dem 1. Juli 1918 bezugsfertig hergestellt waren. Damit scheidet der ganze städtische Wohnhausbesitz so gut wie aus. Denn die Stadt besaß vor dem Kriege lediglich einige alte Häuser im Stadtinnern, von denen z. 3t. vier in Stand gesetzt werden. Hierzu sind Reichszuschüsse in einer Gesamthöhe von rund 800 RM. beantragt worden. Ob dieser Betrag, der auch von vielen Privathausbesitzern erreicht wird, überhaupt genehmigt werden wird, steht dahin, denn während die Anträge der von Privathausbesitzern von der Stadt entschieden werden, müssen die Anträge der Stadt um Zuteilung von Reichszu| schüssen dem Ministerium des Innern( Arbeit und Wirtschaft) in Darmstadt zur Prüfung und Entscheidung vorgelegt werden.
Nr. 44
bund Jar e. V. München in der Zeit vom 5. bis 13. November 1932 eine Kunstausstellung großen Stils im Einhorn"( Palastlichtspiele), Kirchenplatz, abhalten. Die Ausstellungen des Künstlerbundes sind seit nahezu zwanzig Jahren in über ein hundert deutschen Städten bekannt. An eigens aufzubauenden hohen Stoffwänden werden ungefähr 120 Originale( Gemälde, darunter große Formate) zu sehen sein, von Künstlern, deren Namen aus dem Kunstverlag, auch aus Galerien( Münchener Glaspalast) bekannt sind. Mit ausgewählten Kollektionen sind vertreten u. a. die Professoren Ludw, Bod, Bauriedl., Jul. Diez, Sied, Schlag, Urban; die Maler: Bachmann, Korthaus, Mühlen, Schlageter, Miller- Diflo u. a. m. Zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung wird der Münchener Ausstellungsleiter Dir. Bischoff- Korthaus am Samstag, den 5. November, einen Vortrag halten. Die Kunstschau wird jeden Tag, auch Sonn tags, von 10 bis 1 Uhr, und 4 bis 7 Uhr, geöffnet sein. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintritt von 50 Pfg. erhoben, der gleichzeitig zu einer Verlosung berechtigt. Schüler 20 Pfg., auch so Erwerbslose. Wie aus Presseberichten ersichtlich, erfreute sich der Bund allseitiger Beachtung und Förderung. Die Mitglieder des Oberhessischen Kunstvereins haben Ermäßigung auf die Hälfte.( Siehe Anzeige.)
* VHC- Tagung 1933. Der Gesamt- VHC.( Vogelsberger Höhen- Club) hat seine nächstjährige Hauptversammlung dem Zweigverein Windecken( Hanau- Land) zugesprochen. Die Ta gung findet am Sonntag nach Pfingsten( 11. Juni) statt. Angeregt worden ist eine Sternwanderung sämtlicher Zweig vereine nach Windecken.
Der Zweiröhren- Fernempfänger.
Der Wunsch ist Wirklichkeit geworden, es gibt jetzt einen preiswerten Zweiröhren- Empfänger, der tatsächlich den heutigen Anforderungen an guten Fernempfang genügt. Mit zwei modernen Röhren, einer Schirmgitterröhre als Audion und einer Schutzgitter- Endröhre wird in dem preiswerten Fernempfänger Siemens 23 eine kräftige Verstärkung der empfangenen Sendung erzielt. Diese hohe Verstärkung ermöglicht eine lose, induktive Ankopplung dee Antenne an den an und für sich sehr verlustarm aufgebauten Abstimmkreis. Damit erhält der Empfänger eine hohe Trennschärfe, die für guten Einzelempfang vieler Sender ausreicht. Die Einstellung des Empfanges erfolgt leicht und bequem auf der bewährten Riesenskala. Ein besonderer Kombinationsschalter mit Platinkontakten dient zur Umschaltung der beiden Wellenbereiche und zugleich für eine gute Antennenanpassung mit 4 bezw. 3 Schaltstufen in jedem Wellenbereich und hiermit gleichzeitig zum Einstellen größerer Empfangslautstärke oder höherer Selettivität. Als Einzelgerät oder für Freunde des fombinierten Empfängers( mit einem eingebauten modernen FreischwingerLautsprecher) ist der Siemens 23 der ideale kleine Fernempfänger.
Eine Bevorzugung der Stadt auf Kosten der Privathausbesitzer Wer Kosten der Privathausbeſizer Wer nicht wählt, schadet dem
findet also unter feinen Umständen statt.
* Große Münchener Kunstausstellung. Im Einvernehmen
mit dem Oberhessischen Kunstverein e. V. wird der Künstler
Staate und damit sich selbst!!
OSRAM
Der Name OSRAM bürgt für hohe Lichtleistung
2000 fm Wüftenfahrt!
Algier- Bou- Saâda- Biskra.
Am Montag, dem 15. August waren wir in Algier ange tommen. Am Donnerstag, dem 18. schon war die Organisation ber Fahrt ausgebaut. Wir starteten am Nachmittag, da wir die erste Etappe von ca. 250 Kilometer noch am späten Abend erreichen wollten. Zuerst ging die Fahrt auf gut ausgebauten Wegen steil bergan ins Atlas- Gebirge. Wenn es schon in Algier recht heiß war, wuchs die Hize am ersten Nachmittag der Fahrt beinahe bis ins Unerträgliche; erst als die Sonne langjam unterging war es einigermaßen erträglich zu fahren. Nachdem wir Algier 3-4 Stun den verlassen hatten, tamen wir bei der ersten Tankstation in Aumale, einst Auzia, ein altes Kastell der Römer, an. Bei unserem Eintreffen in Aumale wurden wir gleich von einer ungeheuren Anzahl von Eingeborenen begrüßt. Unsere erste Frage war natür lich nach dem Standard"-Bertreter. Man teilte uns mit, daß dieser würdige Herr, A. Djaoui, bereits Schlafen gegangen wäre. Da wir Betriebsstoff brauchten, hatten wir die Absicht, ihn aus dem Bett zu trommeln. Es war jedoch nicht nötig, denn der brave Tankwart lag mitten auf der Straße, 20 Meter von seiner Pumpe entfernt und schlief den Schlaf des gerechten Muselmann. Es ist im Orient während der großen Hiße nicht möglich, in Häusern zu schlafen und jeber macht es sich daher irgendwo in der freien Natur gemütlich. Unser Herr Djaoui hatte sich einen alten Sad über den Kopt gezogen und schlief so fest, daß es gar nicht leicht war, ihn aufzuweden. Als er jedoch wach war, sprang er auf und lub uns in recht mohamedanischer Gastfreundschaft, bevor wir bei ihm tantten, also das Geschäft abschlossen, zu einem fleinen Apéretiv in seinem Hause ein. Das ganze Dorf interessierte sich selbstverständlich für diese Fahrt. Wir erzählten noch Verschiedenes über unsere Reise, Herr Djaoui verdolmetschte es seinen Landsleuten, aber es ist wohl taum anzunehmen, daß sie besonders viel von dem Unternehmen verstanden haben. Nach einer guten halben Stunde wurde wieder gestartet, weiter gings noch ca. 130 kilometer bis nach Bou- Saâda.
Auch wir mußten selbstverständlich wegen der Hiße im Freien übernachten und legten uns in einen geschlossenen Hof bei dem ,, Standard"-Vertreter. Am anderen Morgen fuhren wir gegen 10 Uhr weiter hinein in die Wüste nach Bistra. Wir durchquerten zuerst tier ausgefurchtete Bachbette, es ging an Bergflanten vorbei, und gelangten so in die waldigen Regionen von Ain Smara, tamen dann später in nächster Nähe der Wasserverbauungen des Ueb Chair zu den malerischen Schluchten des Bou Mellel und nach der Ueberfahrt des Col Ras Chaiba, von dessen Höhe aus die ferne Wüste wie ein bläulich stilles Meer erscheint, fuhren wir in die sandigen Regionen von Fugala, um endlich die wunderschöne Dase Bistra zu erreichen. Wir blieben hier in Biskra die 2. Nacht. Wieder einmal haben wir bei dem Standard"-Vertreter übernachtet, und zwar bei ihm auf dem Hof zwischen seinen Benzin- und Del- Fässern. Am anderen Morgen ging es weiter über Djamaa nach El Queb.
El Qued
7
Fahrt durch Sandbünen. El Qued ist für Europäer noch immer ein recht unsicherer Ort. Dieser Ort gehört zu einem Dasen- Kranz, in dem so religiöse Mohamedaner wohnen, daß sie nicht bulben, daß ein Ungläubiger sich nachts in ihren Mauern aufhält. Der Kranz umfaßt 7 Dafen, dessen Bewohner sich M'Babisten nennen und zu den besonders strengen fanatischen Gläubigern des Mohameds gehören. Außerbem versperren die Sanddünen des Abends auch die Eingänge biefer Dasen. Man muß also die Stadt vor Abend erreichen und auch wieder verlassen. Es wurde daher zum ersten Mal etwa 30 Stilometer westlich von El Qued mitten in der Wüste übernachtet. Nur 2 Stunden Nachtruhe, und gegen 3 Uhr im ersten Morgengrauen ging es nach Touggourt.
In diesen Sandbünen fonnten wir begreiflicherweise nur sehr langsam fahren, und zwar mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit bon 10-12 Stilometer die Stunde. Am anderen Morgen war bie Dase Touggourt erreicht. Touggourt ist ein sehr befestigter Blaz, Stüßpunkt der französischen Kolonialherrschaft. Wir wurden hier bon der Militärbehörde sowie vom Standard"-Bertreter Laglebze empfangen. Herr Lagleyze hat eine Autobus- Linie von Touggourt aus zu den entfernteren Dasen, vor allen Dingen nach der sehr weit süblich gelegenen Dase Quargla, eingerichtet. Man lann in der Wüste nicht ohne weiteres bas alte Büstenschiff, bas Ramel, burch Autobusse, wie wir sie tennen, ersehen, sondern auch bie Autobusse müssen unter den besonderen Umständen der Wüste an bers gebaut werden als bei uns. Vor allen Dingen ist das Chassis recht hoch und jedes Rab hat wegen der Hize einen eingebauten Luftbrudprüfer, da der Luftbrud je nach der Wärme des Sandes jeben Augenblid verändert werden muß, da durch die erhizte Luft sonst die Möglichkeit besteht, daß die Reifen platen. Bei sehr feinem Flugsande wird der Luftbrud auf ein äußerstes Minimum reduziert, damit bie Räber nicht mahlen, sondern eine größere Adhäsion durch die breitere Fläche der Reifen hervorgerufen wird und somit das Fahrzeug besser vorantommt. Außerdem haben diefe Wüsten- Omnibusse besondere Stühler, in benen die Wassermenge sehr biel größer ist als bei normalen Kraftwagen. Selbst wenn ber Wagen die ganze Nacht ohne zu fahren gestanden hat, ist der Motor und der Kühler am anderen Morgen noch heiß. Zum ersten Mal feit Algier betamen wir bei Herrn Lagleyze einmal wieder europäische Rost zu essen. Frau Lagleyze fonnte uns allerdings nicht selbst Rochen, denn sie ist mit ihren Kindern wegen der enormen Hize in der Sahara während der Sommer- Monate nach Frankreich gereift, wie es überhaupt bei allen besseren Kreisen unten üblich ist, baß nur der Mann, der die Geschäfte versehen muß, während der heißen Sommermonate sich notgedrungen in der Sahara aufhält. ( Schluß folgt.)
Weiße Zähne: Chlorodont


