Samstag, den 4. Juni 1932.
Kraftverkehrs müssen zur Straßenunterhaltung zur Verfügung gestellt werden.
Was tann bei Erfüllung aller dieser Forderungen tatsäch lich erreicht werden? Die Abgaben des Kraftverkehrs betragen in 1932 mindestens 400 Mill. RM. Diese können, wenn sie restlos den Straßenunterhaltungspflichtigen zur Verfügung gestellt werden, nach Bezahlung der laufenden 3insverpflichtun gen und Verwaltungskosten zumindest zu drei Vierteln zur Materialbeschaffung verwendet werden. Natürlich nur unter der Boraussetzung, daß es möglich ist, bei der Straßenunterhaltung Erwerbslose zu Unterstützungssägen zuzüglich fleiner Arbeitsprämien zu beschäftigen und daß hierfür vom Reiche etwa 300 bis 350 Mill. RM. auf dem Wege des Finanzausgleichs Verfügung gestellt werden. Dieser Finanzausgleich ist ja an sich unvermeidlich. Er ist um so leichter durchzuführen, als dann vom Reiche ja für die bei der Straßenunterhaltung beschäftigten Erwerbslosen keine zusätzlichen Mittel mehr beschafft zu werden brauchen, die bei den bisherigen zusätzlichen" Bauarbeiten je Tagwert zwischen 10 und 15 RM. schwankten.
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Praktisch brauchen die Zuschüsse des Reiches und der Länder zur Erwerbslosenfürsorge, die bisher drei Mark je Tagewerf betrugen, nur ganz minimal erhöht werden. Dann stehen einschließlich 300 Mill. RM. aus den Kraftverkehrsabgaben ins= gesamt rund 600 bis 650 Mill. RM. zur Straßenunterhaltung zur Verfügung. Diese reichen zur Unterhaltung und zum dringendsten Umbau des deutschen Straßenneges aus, ohne daß irgend welche Anleihen aufgenommen werden. Auf dem üblichen Verwaltungswege wird das natürlich nicht zu erreichen sein, jedenfalls nicht für diesen Sommer. Deshalb erscheint zur Erhaltung des deutschen Straßennetes eine einheitliche Regelung für das gesamte Reich höchst dringlich, welche die Gelder, die vom Verkehr aufgebracht werden, dem Straßenbau zuführt, und Gelder, die bisher als Unterstützung ohne Gegenleistung gezahlt wurden, dem Straßenbau nutzbar macht. Der Nutzen für den Verkehr und die Allgemeinheit, die Entlastung des Arbeitsmarktes, die Befruchtung der Bauwirtschaft durch die Straßenunterhaltung und die Gefahr riesiger volkswirtschaftlicher Verluste und weiteren Rüdgangs der Wirtschaft ohne Straßenunterhaltung rechtfertigen die gemachten Vorschläge. Bei deren Durchführung können 500 000 Mann mindestens sechs Monate beschäftigt werden.
Die Landkreise zur Lage.
,, Gießener Zeitung"
Lokales.
Sonntagsgedanken.
Der Feierabend der Woche ist gefommen. Morgen ist Sonntag. Golden war die Sonne im Westen hinabgesunken. Sie füßte noch einmal den schweigenden Wald und die Spitzen ber Berge. Dann war sie in ihr Zelt gegangen, um morgen zum Sonntag wieder die schöne Gotteswelt mit ihrem Glanz zu überstrahlen. Abendgloden geben dem Feierabend heilige Weihe. Dämmerstunde.
Der Vorstand des Landkreistages beriet über die kommunal politische Lage und faßte einstimmig eine Entschließung, wonach von der neuen Reichsregierung mit größter Beschleunigung die Inangriffnahme des Problems der Arbeitslosenhilfe erwartet wird, da sonst der völlige finanzielle Zusammenbruch zahlreicher Landkreise nicht mehr aufzuhalten ist.
Hilft Amerika seinen Erwerbslosen?
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Das Wort wedt eine stille Welt auf, duft heimliche Geister zu uns, die die Helle nicht lieben und die Strahlen der Sonne fliehen. Die Gegenwart versinkt, vergangene Zeiten steigen der empor. Da wird es in der Menschenbrust laut, wenn Abend die Stille brachte. Nur im Stübchen tatt die alte Uhr ihren Ton weiter. Droben am Himmel hat eine unbekannte Hand Millionen von Lichtlein angezündet, die aus unendlichen Weiten zu uns herunterbliden. Und traulich läutet ein Abendglöcklein den Sonntag ein. Das sind Stunden heimlicher Schönheit, stillen Reichtums. Wer fie versteht, für den ist schon Sonntag. Schauen wir zu diesem unendlichen Lichtermeer empor. wo aus einer fernen Welt uns tausend Rätsel aufgegeben werden. Wer löst die ewigen Fragen der Menschheit? Einmal tommt das Erkennen und der große Augenblid, da alle Welträtsel auch für dich gelöst sein werden. Hier auf Erden aber werden wir nur in schweigender Ehrfurcht vor diesen Geheimnissen groß. Nur der Glaube an jene Gotteswelt gibt uns sicheres Geleit auf dem Wege zur Ewigkeit. Es ist Sonnabend, morgen ist Sonntag.
Die Anzahl der Arbeitslosen der Welt ist nach den Angaben des JAA Ende 1931 auf 25 Millionen angewachsen. Hiervon entfallen auf Deutschland 6 Millionen und auf USA 8 Millionen. Für die Unterstützung der Arbeitslosen wurden in Deutschland im Jahre 1931 nach den Angaben des Reichsfinanzministers 3,3 Milliarden Mart aufgewendet. Arbeitslosenversicherung, Krisenunterstützung und Erwerbslosenfürsorge sind hierbei zusammengerechnet.
In Amerita, so schreibt der Gewerkschaftliche Pressedienst, Büro: Berlin- Zehlendorf, erhalten dagegen die Arbeitslosen feine Unterstügung aus öffentlichen Mitteln. Die Spenden von Privatleuten, die durch die Vermittlung von Gemeinden verteilt werden, sind demnächst erschöpft. Die Städte New York und Chikago sehen sich gezwungen, die aus den Spenden gezahl= ten Unterstützungen einzustellen. Die Arbeitslosen in Amerika stehen somit in den nächsten Monaten vor dem Nichts.
Die Landsknechte
Sportroman von Emil Wöhner.
( 4. Fortsetzung.)
( Nachdruck verboten.)
Den Kampf mit Wind und Wetter besorgen jetzt die Maschinen, denn die Ozeanriesen haben den Segelschiffen den Garaus gemacht. Du hättest fünfzig Jahre eher auf die Welt kommen müssen, Theo... Wenn ich dich so sehe und sprechen höre, muß ich immer an unseren Benjamin denken. Du hast viel Aehnlichfeit mit ihm."
,, Benjamin: Davon hast du mir ja noch nichts erzählt,
Klaus."
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Wenn müd' des Tages letzte Stimmen schweigen Und Sehnsucht sich an blasse Sehnsucht schmiegt, Möcht ich dir meines Gottes Wohnstatt zeigen, Die fern im Dämmerblau der Sterne liegt. Dan überkommt mich wundertiefes Ahnen, Als führe Gott mich an der Vaterhand Aus dunklen Nächten dieser Erdenbahnen Durch's Sternenreich nach seinem Heimatland. Der Sonntagsschreiber.
Nr. 22.
3. Juni 12 Uhr mittags bis Dienstag, den 7. Juni 8 Uhr mor gens für Motorräder und Lastkraftwagen im Durchgangsverkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Borsdorf.
Verschließt die Speicher und sonstige Räume!*)
Die Zeitverhältnisse und vor allem die große Arbeitslosigkeit bringen es mit sich, daß sich vielfach lichtschenes Gesindel umhertreibt. Nicht selten suchen solche Leute mit brennenden Zündhölzern oder offenem Licht unverschlossene oder schlecht ab. gesperrte Räume, wie Speicher, Scheunen, Keller usw. ab, in der Absicht, Gelegenheit zum Uebernachten zu finden oder Pas: sendes zu stehlen und verursachen dabei leicht erhebliche Brandschäden. Erst kürzlich ist in München ein großes Lagerhaus einem solchen Brande zum Opfer gefallen.
* Strafbare Berführung. In einer Strafsache gegen einen hiesigen Kaufmann wegen Unterhaltspflichtentziehung wurden zwei 20- jährige Mädchen, wovon das eine in Gießen und das andere in Weglar wohnhaft ist, als Zeugen vernommen. Ihre unter Eid gemachten Angaben waren offensichtlich dazu ange= tan, den Angeklagten zu entlasten und vor Strafe zu schützen. Nach den Umständen schien eine vorherige Beeinflussung der Mädchen durch den Angeklagten stattgefunden zu haben. Die Ermittelungen bestätigten dies und führten zur Festnahme der Beteiligten. Sie wurden dem Amtsgericht zugeführt und we= gen Meineids bzw. Verleitung dazu in Untersuchungshaft ge=
,, Mag wohl sein, Theo. Ich spreche auch nicht gerne davon. Die Geschichte ist mir damals mächtig an die Nieren gegangen. Aber dir kann ich sie wohl erzählen."
Er stopfte sich umständlich seine Pfeife und blies ein paar Rauchwolfen in die Luft.
nommen.
* Auskunft bei der Reichspost. In Postsachen wird Ausfunft hauptsächlich am Fernsprech- Anschluß 2614 erteilt; gewisse Einzelheiten des Postdienstes sind bei den unter Reichspost im ,, Amtlichen Fernsprechbuch" aufgeführten Stellen zu erfragen.
,, Das ist nun schon an die dreißig Jahre her. Ich fuhr damals als Matrose auf dem Vollmastschiff ,, Santa Maria". Wir lagen im Hamburger Hafen und wollten den andern Tag mit Ladung nach Südamerika.
Der Bevölkerung wird daher empfohlen, Werkstätten, Speicher und sonstige Räume gut verschlossen zu- halten und die Polizei von dem Unterschlupf verdächtiger Personen zu ver ständigen. Nur, wenn auch die Bevölkerung durch erhöhte Aufmerksamkeit auf Bettler, Wanderer oder Landstreicher usw. mithilft, können Schädigungen durch das Treiben dieser Leute verhindert werden.
* Sommerfahrplan der Kraftpostlinie Gießen- Eberstadt Gambach. Ab 1. Juni sind die Orte Dorfgill, Eberstadt, Oberhörgern und die Haltestellen Abzweig Kloster Arnsburg und Abzweig Münzenberg in die Kraftpost Gießen Gambach ein
Nachmittags hatten wir Proviant übergenommen. Mir war die ganze Zeit über ein Junge aufgefallen er mochte wohl so an die sechzehn Jahre alt sein der sich immer bei unserem Schiff herumtrieb. Ein paar Mal tat er so, als wenn er mir etwas sagen wollte, aber dann drehte er sich wieder um und ging weg. Es dauerte aber nicht lange, dann stand er wieder da, sah uns bei der Arbeit zu oder gudte die hohen Masten rauf.
*) Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Schadenverhütung E. V., München, Bayerstraße 37/39.
Aus Rab und Fern. Nah
Butzbach. Die Butzbacher Winternothilfe verteilte 470 3tr. Kartoffeln, 270 Zentner Kohlen und Briketts, 155 Paar Schuhe, eine Haussammlung ergab 534 Mark, durch die Banten gingen 2583 Mark ein. Die hiesige Schutzpolizei, die Sanitätsfolonne und der Jungdeutsche Orden stellten sich in den Dienst der guten Sache.
Bad Nauheim. Der Beethoven- Männerchor New York, der anläßlich des Deutschen Sänger- Bundesfestes in Frankfurt a. M. eine Deutschlandsreise unternimmt, wird am 30. Juli in Bad Nauheim eintreffen, und hier die gemeinsame Reise beenden.
Bad Nauheim. Bis zum 2. Juni 1932 betrug der Gesamtbesuch 7 689 Gäste, darunter 1093 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 3020 Gäste.
Köln. Die Universität Köln zählt im Sommer- Semester 1932 5 796 eingeschriebene Studierende. Die Gesamtzahl der Hörer beträgt 6561.
Rund um Schotten.
Samstag,
Berliner
Die erfe weitere Befe fart war bi Aursfteigerun hin lonnten
Die deutsche Motorradmeisterschaft am 5. Juni 1932. Die Zahl der Nennungen hat trotz der schlechten Zeiten die des Vorjahres überschritten, besonders erfreulich ist die gute Be setzung des Meisterschaftslaufes und der Seitenwagenklasse. Der Veranstalter darf feststellen, daß es ihm gelungen ist, die besten Fahrer ganz Deutschlands hier zusammen zu bringen und es ist nicht denkbar, daß ein nationales Rennen eine bessere Besetzung aufweisen könnte. Das Rennen beginnt um 10 Uhr pünktlich. Die Bahn gewährt von allen Stationen im Umkreis von 100 Kilometer um Schotten Sonntagskarten, die Post und die Verfehrsgesellschaften lassen Omnibusse fahren, bei gutem Wetter wird der deutsche Motorsport wieder in Schotten einen großen Tag erleben.
bezogen. Die Linie hat dadurch für die Verkehrsbeziehungen Der richtige Weg zur Erlangung
der Stadt Gießen eine günstige Aenderung erfahren.
* Gesperrt ist die Uhlandstraße wegen Erneuerung der Schotschöner weißer Zähne etter leidi
terdecke zwischen Klinikstraße und Wartweg bis einschließlich 5. Juni 1932 für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art. Die aufgestellten Sperrzeichen sind zu beachten.
* Straßensperrung, mitgeteilt v. Oberhessischen AutomobilClub EV.( AvD.), Gießen. Anläßlich des diesjährigen Motorradrennens ,, Rund um Schotten" wird die Ortsdurchfahrt Bad Salzhausen im Interesse eines ungestörten Kurbetriebes vom
fettigung häßlich gefärbten Zahnbelages
Ist folgender: Drüden Sie einen Strang Chlorodont- Bahnpaste auf die trodene Chlorodont- Bahnbürste( Spezialbürste mit gezahntem Borstenschnitt), bürsten Gie Ihr Gebiß nun nach allen Seiten, auch von unten nach oben, tauchen Ste erit jetzt die Bürste in Wasser und spülen Sie mit Chlorodont- Mundwasser unter Gurgeln gründlich nach. Der Erfolg wird Sie überraschen! Der mißfarbene Bahnbelag ist verschwunden und ein herrliches Gefühl der Frische bleibt zurüd Süten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen und verlangen Gle ausdrüdlich Chlorodont- Zahnpaste. Unter Vorlriegspreise.
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Zeug. Da ich nicht gleich was sage, denkt er wohl, ich halte deutschen Segelschiff fahren. Deshalb brauchst du doch nicht ihn nicht für seetüchtig.
Er zeigt seine Hände.
„ Ich kann tüchtig arbeiten und habe auch Kräfte. Bange bin ich nicht. Ich hab' schon immer gern zur See gewollt. Könnt ihr mich nicht mitnehmen?"
,, Hast du Papiere?" frage ich. ,, Nein", sagt er kleinlaut.
denn nicht so?"
Ich kriege auch keine. Geht das
Seine Augen betteln. ,, Nein, mein Junge, so geht das nicht. Du mußt was Schriftliches von deinen Eltern haben und einen Abmeldeschein. So nimmt dich hier keiner."
Er sieht mich traurig an.
,, Geht es wirklich nicht so? Die Papiere friege ich nicht. Bestimmt nicht."
Dabei glitten seine Augen sehnsüchtig übers Wasser. „ Ich gehe nicht wieder nach Hause.
"
Der Junge tut mir leid. Ich will ihm gerne helfen. Aber wer weiß, woher der junge Ausreißer kommt. Daß er irgend etwas Böses auf dem Kerbholz hat, glaube ich nicht, dazu sieht er zu ehrlich aus den Augen. Ich versuche es noch mal im Guten.
,, Vielleicht bekommst du doch die Papiere. Dann hast du auch sofort ein Schiff. Versuchen kannst du es doch wenigstens, so geht es wirklich nicht."
Seine Stimme klingt ganz mutlos:„ Ich habe es ja schon gesagt, ich friege feine Erlaubnis. Zehn Tage bin ich jetzt weg. Sie suchen mich schon. Aber ich gehe nicht nach Hause. Und ich muß auch so auf ein Schiff kommen."
Seine Blide streifen die hohen Masten.
gleich fortzugehen. Wart hier einen Augenblid, ich will mal mit unserem Käppen sprechen..
Ich klettere wieder aufs Schiff. Nach langem hin und her läßt sich der Kapitän schließlich überreden. So ein Schiffsjunge ist ja billig und muß die meiste Arbeit tun. Von den Papieren sage ich nichts.
Wie ich wieder nach oben komme, sieht der Junge mit ängst lich an.
,, Du hast Glüd gehabt," sage ich zu ihm ,,, du kannst hier bleiben."
Er greist meine Hand und drückt sie. ,, Hast du Geld?" frage ich.
,, Ja, dreißig Mark. Ich hab sie mir gespart."
,, Das ist gut, wir fahren erst morgen nachmittag. Dann können wir noch vormittags deine Ausrüstung kaufen, denn so wie du bist, kannst du hier an Bord nicht herumlaufen. Und Papiere besorge ich dir auch. Ich kenne hier jemanden, der das für Geld macht.."
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So ist denn der Junge bei uns an Bord gekommen. Und weil er der Jüngste von der ganzen Besatzung war, hatte er bald den Namen ,, Benjamin" weg. An mir hing der Junge mit großer Treue. Er konnte es nicht vergessen, daß ich ihm dazu verholfen hatte, hier an Bord zu kommen. Dabei war er an stellig und geschickt und bald mit allen Arbeiten, die es auf einem Segelschiff gibt, vertraut. Kein Sturm fonnte ihm zu stark sein. Gewandt kletterte er mit auf die Massen, um Segel zu setzen oder zu bergen.
Von der Seekrankheit blieb er nicht verschont. Wir waren gerade im englischen Kanal und hatten einen Kuhsturm. Benjamin lag in der Koje und konnte nicht leben und sterben. Ganz
,, Es darf nur nicht mehr so lange dauern, sonst holen sie mich grün war er im Gesicht. Als ich bei ihm unten war, meinte er: doch noch."
Er zeigt in die Ferne.
,, Nun bist du wohl böse, Klaus, daß du mich mitgenommen hast? Aber morgen ist es wohl besser. Dann kann ich auch wieder
,, Da hinten liegt eine holländische Dreimastbark. Die neh aufstehn und arbeiten."
Nach dem Abendessen will ich noch mal an Land und ein Glas Bier trinken, denn sobald gibt es ja feins wieder. Wie ich oben auf der Kaimauer bin, steht auf einmal der Junge neben mir. Erst drudst er so etwas, dann sagt er schnell: ,, Könnt ihr einen Schiffsjungen gebrauchen? Ich will gerne zur See men mich vielleicht auch ohne Papiere." fahren. Am liebsten gleich morgen. Habt ihr noch einen Platz frei?"
Ich musterte ihn von oben bis unten. Er ist breit und träftig und hat ein offenes, ehrliches Gesicht. Auch ist er gut in
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Ich tröstete ihn, so gut ich es fonnte und gab ihm ein Stüd Schwarzbrot, denn der Junge hatte nichts mehr im Magen und
Dabei dreht er sich um und geht langsam weg, den Blick auf die Erde.
brach die grüne Galle.
,, Benjamin, du mußt essen."
Jch rufe ihn zurüd.
,, Wenn du absolut zur See willst, kannst du auch auf einem
Gehorsam würgte er das Brot hinunter.
( Forts. folgt.)
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