Nr. 48 Samstag, den 3. Dezember 1932.
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( Fortjehung folgt.)
,, Gießener Zeitung"
Wie entsteht mein Radio?
Der Radioapparat ist für uns alle doch immer noch ein Wunderding Man sitzt in der dunklen Stube vor der erleuchteten Stala, drehi an den Kondensatoren und eine Station Europas nach der anderen taucht auf. Nach solchen genuß reich verbrachten Stunden öffnei wohl mancher noch einmal seinen Apparat und betrachtet nachdenklich das Innere des fleinen Wunderkastens, wobei der Gedanke auftaucht wie wird so etwas eigentlich hergestellt?
Die Wiege des Apparates steht, wenn man so sagen darf, im Hirn des„ Entwicklers" Der Entwickler ist ein hervorragender Elettrotechnifer, meist sogar sind es mehrere er findungsreiche Köpfe, die nichts weiter zu tun haben, als nach den vorliegenden Erfahrungen mit eigenen und fremden Getäten neue Apparate zu entwickeln". Der Entwickler baut nach seinen Plänen die sogenannte„ elektrische Attrappe" Diese elektrische Attrappe tst schon ein fertiger Apparat, der richtig junftiontert und die wesentlichen Eigenschaften des fünftigen Empfängers enthält. Er ist aber noch in vielem unvollkommen
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Die elektrische Attrappe wanderi nun zum Konstruktionsbüro, wo der Apparat so umgebaut wird, daß er für die Fabrifation reif ist und gleichzeitig die höchstmögliche Leistung und ein gefälliges Aussehen besivi Tas Konstruktionsbüro machi alle Zeichnungen und gibi sie an den Modellbau weiter Dieser ist eine große Versuchswerkstatt, in der man eine Anzahl der neuen Geräte zunächst versuchsweise fertigstellt Da modernen Apparate in threr ganzen Konstruktion auf Band. jabrikation zugeschnitten sind, ist die Versuchswerkstatt vor die schwierige Aufgabe gestellt, alle Einzelteile, den ganzen Apparat, durch Handarbeit herstellen zu lassen. Diese Handarbeit ist sehr fostspielig und es kostet zum Beispiel ein einjiges derartiges Versuchsmodell, auf diese Weise hergestellt, 3000 Mart. Zehn solcher Modelle werden fertiggestellt und an die sogenannten Reise- Ingenieure weitergegeben
Diese Reise- Ingenieure gehen, wie schon ihr Name bejagt, mit den neuen Geräten auf Fahri und erproben ihre Wirkung unter den verschiedensten Bedingungen: mitten im Tumult der Großstadt und auf einsamer Gebirgshöhe Noch während ihre Beobachtungsergebnisse in der Berliner Zentrale zusammen laufen, werden bereits die Vorbereitungen zur Fabritation ge troffen. Diese Vorbereitungen bestehen darin, daß man zu nächst die nötigen Werkzeuge und Materialien bestellt. Das bauert ungefähr zwei Monate Währenddessen wird schon das Fließband eingerichtet, an dem fünftig Hunderte von Arbeitern und Arbeiterinnen tätig sein sollen Man stoppi genau die Zeiten für jeden einzelnen Handgriff und baus danach an den Arbeitspläßen die nötige Anzahl von Werkzeugen, von lettrischen Bohrmaschinen, pneumatischen Hämmern, Drud luftpistolen und ähnlichem Rüstzeug moderner Fabritations.
technif ein.
Dann ist es endlich so weit, daß die Einzelteilmaschinen infangen zu arbeiten, mächtige Stanzen seßen sich in Bewe gung und stanzen die Grund- und Frontplatten mit allen Löchern aus, Blocklondensatoren werden hergestellt, Transfornatoren gewickelt, die Röhrenfabrik liefert die Röhren und us drei großen Preßwerten lausen die Bakelitgehäuse ein, Die den Innenausbau des Gerätes umfleiden. Dieser Bakelit, Der neuartige Baustoff der Radiogeräte, ist ein Kunstharz, das in Form von verschieden gefärbten Kuchen in eine doppelbandige Form gelegt wird. Dann wird es auf 200 Grad rhitzt und gleichzeitig senft sich ein ungeheuerlicher Drud von 400 000 Kilogramm auf diese Stuchen nieder Sie werden daburch verflüssigt und zu einer einheitlichen Substanz verbun den, die in den Doppelwänden hochsteigt und, erstarrend, das
Prüfung
der Einzelteile: Blockkonden ſatoren werden untersucht
Gehäuse bildet. Solch ein Bakelitgehäuse ist außerordentlich biberftandsfähig, es läßt sich weber zerfraßen, noch durch bäure verderben und ist so fräftig, daß auf dem Deckel eines olchen Apparates ein ausgewachsener Mann herumspringen
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Eine Unmenge von Einzelteilen strömt am Anfang des Bandes zusammen und fügt sich nun mit zauberhafter Schnelle, on einer geschickten Hand zur andern wandernd, zum fertigen Gerät. Nur 50 Minuten dauert es, bis aus einem Wirrsal on Metallwinkeln, Drehtondensatoren, Leitungen und Trans.
formatoren ein Apparat entsteht; zwischen den Bandarbeitern verteilt sitzen Inspektoren, die immer von neuem mechanische Prüfungen vornehmen. Das fertige Gerät wandert dann in den Prüfraum, wo es genau auf seine Qualitäten untersucht wird. Die Fabrit hat einen eigenen Meßfender oder vielmehr eine ganze Anzahl solcher Sender, die je nach dem Wellenbereich verschiedene Zeichen aussenden. Mit größter Schnellig feit und Bequemlichkeit läßt sich dadurch feststellen, ob die Leistung des Apparates ausreicht.
Vom Prüfraum geht es in die Packerei und von dort hinaus in die weite Welt, in die Hände der Hunderttausende von Radiohörern.
Urane- Gleichrichterröhren.
Ahnlich den Empfangsröhren sind auch die neuen UraneGleichrichterröhren mit voller Netspannung indirekt geheizt. Sie werden mit einem System für Halbwveg- Gleichrichtung hergestellt. Der Mittelstift führt zur Kathode, wie bei allen indirekt geheizten Röhren. Ihre Emissionsfähigkeit und Lebensdauer ist sehr groß. Da der innere Widerstand sehr niedrig ist, ergeben die Röhren infolge des dadurch entstandenen niedrigen Spannungsabfalls hohe Gleichstromleistung, während ihre äußeren Abmessungen gering sind und denen der gewöhnlichen Empfängerröhren entsprechen. Die Anlaufzeit beträgt ca. 30 Sefunden. Mit diesen Röhren wird es ermöglicht, ohne jeden Transformator billige und betriebssichere Gleichrichtergeräte aufzubauen.
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Abbildung 1.
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Ein großer Vorteil gegenüber den direkt geheizten Gleichrichte röhren ist der Umstand, daß infolge der starren Stathode Kurzschluß zwischen Kathode und Anode unmöglich ist. Der Heizdraht der Kathode ist vollkommen isoliert, so daß die Heizung unabhängig von der Belastung bleibt.
Abbildung 2.
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Abbildung 3.
Alle Urane- Gleichrichterröhren fönnen, wie bereite erwähnt, ohne Vorschaltung eines Transformators verwendet werden Anwendungsbeispiele sind in den beigegebenen Diagrammen dargestellt
Schaltbild 1 zeigt einen Anodenspannungsgleichrichter, dessen Leistung 3. B bei 240 Volt 20 MA ist, und Schaltbild 2 einen Magnetisierungsgleichrichter für dynamische Lautsprecher. Die Erregerleistung tann bei Verwendung der größeren Type bei 220 Volt Netspannung 100 MA Leistung ergeben( genügend für einen Kinolautsprecher).
In letzter Zeit erscheinen zwei neue Gleichrichterröhren auf dem Markt, und zwar eine Spannungverdopplungsröhre, die bis 40 MA belastet ist, und eine Bollweggleichrichterröhre, der bis zu 45 MA entnommen werden tönnen.
Schaltbild 3 zeigt einen Gleichrichter, mit dem höhere Gleichspannung erzielt wird als die im Netz vorhandene. Diese Röhren erreichen bei Leerlauf den 2,8fachen Wert der Wechselspannung Bei normaler Belastung von 10-15 MA wird sogar die doppelte Gleichspannung gegenüber der Netzspannung erzielt.
Die Vollweggletchrichterröhren ergeben den Vorteil ganz befonders ruhigen Arbeitens und ermöglichen es mit einem sehr geringen Maß von Siebbroffeln und Beruhigungswider D. B. ständen auszufkommen.
Gefundheitsfragen.
Rheumatismus überwiegt Tuberkulofe.
Verbreitung und Bekämpfung.
Von Dr. med. Egon Kraaz.
Von allen Krankheiten, die den Menschen bedrohen, gilt die Tuberkulose als die verbreitetste In der Tat fürchten wir dieses furchtbare Leiden fast noch mehr als alle anderen, führt es doch trotz aller erstaunlichen Fortschritte der Medizin noch in allzu zahlreichen Fällen zu Siechtum und Tod
In Wirklichkeit tritt jedoch die Plage des Rheumatismus und der ihm verwandten Erscheinungen Reißen, Glieder schmerzen, Ischias. Herenschuß usw.) sehr viel häufiger auf. Die Statistik lehrt, daß die rheumatischen Erfrankungen etwa breieinhalbmal so starf verbreitet sind wie die Tuberkulose.
Noch in den ersten 75 Jahren des vergangenen Jahr. hunderts standen die Arzte dem Rheumatismus und den da durch ausgelösten Schmerzen fast hilflos gegenüber Da schrieb im Jahre 1879 der berühmte Kliniter Prof Senator, einer der gesuchteisten Arzte seiner Zeit, über die überraschende Wirkung eines neuen Heilmittels( Salicyl): So wenig wie von diesen( Anschauungen über das Wesen des Rheumatismus) sich eine hat unbedingte Anerkennung zu verschaffen vermocht. ebensowenig hat bis zum Jahre 1876 irgendeine Behandlungs. weise sich eines durchschlagenden Erfolges rühmen tönnen. Seit Anfang des genannten Jahres( 1876) aber ist durch die Einführung der Salicylpräparate ein vollständiger, epochemachender Umschwung eingetreten. Schon in der turzen Zeit feit ihrer ersten Empfehlung haben sich die Berichte über die auffallend günstige, alle anderen bis dahin befannten Methoden weit übertreffende Wirkung so gehäuft, daß über ihre Vorzüglichkeit fein Zweifel mehr bestehen lann."
In den seither vergangenen 55 Jahren ist der Siegeszug bes Salicyls als Rheumabetämpfungsmittel nicht aufzuhalten gewesen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse wurden in den Dienst der Behandlung rheumatischer Beschwerden mit Salicyl
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gestellt. Neben der inneren Verabreichung dieses wunder wirkenden Arzneigrundstofjes, die in der modernen Therapi u. a. hauptsächlich mit dem Acetyl Salicylsäure Präpara Acetylin durchgeführt wird, hat sich die Behandlungsari mi salicylhaltigen Einreibemitteln in außerordentlich weitgehen. dem Maße durchgesetzt. Die menschliche Haut eignet sich nämlich vorzüglich als Aufnahmeorgan für die auf rheumatische Erfrantungen am sichersten wirkenden Salicylsäureverbindungen. Sie ermöglicht es, diese Stoffe ohne den Umweg über Magen und Darin auf die schmerzenden Körperstellen einwirten zu lassen, indem das Heilmittel direkt bis zu den Krankheitsherden durchdringt( sogenannte Tiefenwirkung) Außerdem wird durch die örtliche Behandlung eine mit dem Gefühl der Erwärmung einhergehende träftige Durchblutung ( Hyperämie) der betreffenden Partien erzielt, die gleichfalls sehr heilsamen Effeft ausübt. Selbstverständlich können diese Heilwirtungen und die Schmerzbeseitigung nur mit ganz be stimmten, richtig zusammengesetzten Einreibungsmitteln erreicht werden. Von diesen dürfte zweifellos das bekannte, auf dem Bornylester der Salicylsäure aufgebaute Salit( der Name ist von Salicyl abgeleitet) das am besten geeignete sein. Die Anwendung des in den Apotheken geführten Salita bei rheumatischen Beschwerden, sowohl in Form von Salit- Öl wie auch Salit- Creme, ist ja auch bereits derartig verbreitet, daß es faum noch einer Empfehlung bedarf.
Die Einreibungsbehandlung des Rheuma ist immer noch zuverlässiger und vor allem wirtschaftlicher als etwa Bade furen oder Bestrahlungen. Gerade unter den heutigen Verhältnissen spielt die leichte Durchführbarkeit und die Ausgabenbeschränkung bei der Behandlung aller Krankheiten für jeden einzelnen eine ausschlaggebende Rolle. In dieser Beziehung liegen die Verhältnisse bei der Rheumabekämpfung also nicht allzu ungünstig.
Pflege deine Bände und füße.
Von H Ferres, praftischer Arzt. Handpflege, oder wie es mit einem ebenso überflüssigen wie häßlichen Fremdwort, sogar heute noch, bei uns heißt, Manitüre, gehört ja eigentlich zum guten Ton, und es sol Menschen geben, die ihre Hauptaufgabe in der Verwendung aller möglicher sogenannter Verschönerungsfünfte auch auf diesem Gebiete sehen Die beste Handpflege ist vor allen Dingen Sauberteit, eine gute Seife( die Qualität einer Seife ist allein durch die Reizlosigkeit und die Milde bedingt; zu empfehlen ist die fetthaltige Vasenol Toiletteseife), reichlich Wasser, das unter Umständen durch einige Tropfen Salmiatgeist oder etwas Borax weich gemacht werden fann, eine peinlichst sauber zu haltende, nicht zu harte und nicht zu weiche Bürste und schließlich Nagelreiniger und Scheren sind das nötige Handwertszeug Man fann sich die Hände gar nicht oft genug waschen; zu betonen, daß mindestens vor und nach jeder Mahlzeit Wasser und Seife in Anspruch genommen wer den müssen, ist eigentlich wohl überflüssig Es darf aber nie vergessen werden, daß troß aller Reinigungsmaßnahmen die Hände zu den schmußigsten Körperteilen gehören! Die Folge rung aus dieser Tatsache ist ja wohl flar Das Nägelschneiden und das vielfach übliche Beschneiden der zarten Haut an der Nagelwurzel muß sehr vorsichtig gehandhabi werden, um jede Verlegung zu vermeiden, denn abgesehen von unter Umständen sehr häßlichen Entzündungen und Eiterungen fönnen Störun gen im Nagelwachstum dadurch eintreten. Schmußige Sachen sollen möglichst nur mit Handschuhen angefaßt werden, was sich ja viele Hausfrauen glücklicherweise zur Gewohnheit gemacht haben. Das ist feine unberechtigte Eitelkeit, sondern ein durchaus richtiges Schüßen vor Schmutz und Krantheit
Die Fußpflege liegt leider noch sehr im argen. Zur täg lichen Körperreinigung gehört selbstverständlich auch Fuß waschen. Hier gilt dasselbe wie für die Handpflege. Ein merkwürdiges Vorurteil hört man bisweilen, sogar von sonst verständigen Leuten: Fußschweiß dürfte nicht beseitigt werden Ich glaube, wer das sagt, hat teine Nase. Es tann natürlich nicht die Rede davon sein, daß ein Beseitigen dieses lästigen übels irgendwie schädigt! Wohl muß man sich vor der Anwendung von Mitteln hüten, die die Hauptporen ver stopfen und somit den Schweiß zurücktreiben. Als ideales Mittel gegen Fußschweiß sei der Vasenol- Fuß- Buder empfohlen, der auftrocknend wirft und zufolge seiner desinfizierenden Zusätze die Zerseßung des Schweißes und somit den un angenehmen Schweißgeruch verhindert. Gerade während der falten Jahreszeit sei der Vasenol Fuß Puder dringend zu empfehlen, da er die Füße warm und trocken hält und somit Ertältungsfrankheiten verhütet, die meist durch feuchte, falte Füße verursacht werden. Im übrigen warne ich vor zwei Torheiten, obwohl ich fürchte, daß diese Warnung nicht sehr viel nüßen wird: Enge, luftundurchlässige Handschuhe sind für die Hand genau so schädlich wie für die Füße die spißen Schuhungetüme, die, obendrein noch mit den ebenso häßlichen wie schädlichen hohen Absätzen„ verziert" werden Diese üble Mode hat ein bedeutendes Heranwachsen von allen möglichen Fußund Beinbeschwerden, zum Teil recht bedrohlicher Art, gezeitigt und selbst die Knochen und Bänder des Bedens und der Wirbelsäule, die Nerven und Muskeln und übrigen Organe dieser Körperteile sind davon nicht verschont geblieben. Also pflege Hände und Füße, aber als vernünftiger Mensch und nicht als Modenarr!
Kurze Gefundheitswinke.
Blutarmut, wie sie namentlich im Entwidlungsalter bei jungen Mädchen auftritt, verlangt eine durchgreifende Behand lung. Zunächst ist auf eine sorgfältige Körperpflege zu achten, daneben aber tommt recht viel Aufenthalt und Bewegung in frischer Luft in Betracht. Neben guter fräftiger Stoft muß ständig ein blutbildendes Mitel genommen werden, für diesen 3wed empfiehlt sich besonders bas Hämatogen, welches fich durch angenehmen Geschmad auszeichnet.
Krankheitserscheinungen beim Zahnen haben meistens mit bem Zahnen nichts zu tun. Es ist deshalb auch verkehrt, sie als Nebenerscheinungen des Bahnens zu betrachten, die, wie man gewöhnlich annimmt, von selbst wieder vergehen. C fönnen auf diese Weise leicht ernstere Erfranfungen verschleppt werden. Man ziehe in solchen Fällen stets den Arzt zu Rate, der festzustellen vermag, inwieweit die Krankheitserscheinung mit dem Bahnen zusammenhängt.
Baldriantropfen auf ein Stück Zuder oder in einem Teelöffel Wasser beruhigen die Nerven, auch stelien sie häufig fleine Magenverstimmungen ab.
Essigsaure Tonerde wird zu fühlenden Umschlägen verwendet( 1 Eßlöffel auf bis% Liter Wasser). In starter Verdünnung auch zum Gurgeln.
Leinsamenmehl wird mit gutem Erfolg zu Bretumschlägen benußt, und zwar gegen Magenfrämpfe als auch zum Erweichen von Geschwüren.
Bei Augenlidentzündungen wasche man die Augen früh und abends mit einem in reines, lauwarmes Waffer getauchten Schwämmchen fanft aus, wobei die Augen zu schließen find. Auf diese Weise entfernt man zunächst ben fich vorzugsweise in den Augenwinteln ansammelnden Schleim Sternach nehme man eine Einreibung der geschlossenen Augenlider mit Bint toilettecreme vor. Diese Einreibung geschieht aber am besten nur abends.
Durchfall ist mit Wärme zu behandeln. Man mache Leibumschläge mit angewärmten Tüchern und trinle stündlich ein Glas Rot- oder Portwein. Bet besonders heftigem Durchfall lann man dem Rotwein eine Kleinigkeit Tannin zusehen( zirla ein Zehntel Gramm pro Glas). Auch getrocknete Heidelbeeren gebe man zu fauen.


