Einzelbild herunterladen

Nr. 3

Tas

beitsdienst.

pannungen und trop b

er steht heute der Frei tein im Mittelpunkt be ommunisten und einige nd sich fast alle Parteie iwilligen Arbeitsdienste rbeitslosigkeit. Selbstve des Arbeitsdienstes nid entlicher ist die moralij Dienst bier feine Aufgab icht nach parteipolitische htspunkten durchgeführ arteien, insbesondere vo che Bedeutung des n der Möglichkeit, jum nd aus allen politisc ung jeder Parte nen durch gemeinsam einsame Erziehung 3 en Gedanken weden und ibnen e geben, die, jenseite ungstheorie ftehend, findet. Soll diese ng der Arbeitsdienftlar jahrelange Erfahrung über allen Parteien un rbeitsdienstwilligen e zu sprechen, fähig find

erklärlich, daß in dem en Wettstreit der Orga rung des Freiwilligen ben Sieg errungen bat die Durchführung de gabe machten, heute an Bund der Frontsoldater elm, der aus dem From der sich die Pflege ontlameradschaft entji febt hat, der Stablbel he Organisation in fein ern seit Jahren ba formen, hat durch ne Führer im Fr Bereits jept beträgt Führung in Händen gern handelt es sich ni bern um großzügig biefen Lagern arbeite 000. Bei weitem nic Eine große Zahl gebo ungen an. Schulter Reichsbannerleute

von Stahlhelmern G reiwilligen parteipolitic e daß es befohlen arteien verschwindend

er politisches Leben weis, wie sehr der

im Freiwilligen Arbe ist damit der Beweis

sdienst, wenn er rid

e ist, eine neue El

zu erziehen, die fich und äußeren Frei

hinweg die Hand rei des Reiches.

ers

Samstag, den 3. September 1932.

Lokales.

Zirkus Straßburger in Gießen.

Am Donnerstagabend noch widelte sich in Hersfeld das so überaus reichhaltige Programm des 3irfus Straßburger ab. Und so wie der letzte Fanfarenton, der letzte Trommelwirbel verklungen war, griffen 1000 Hände in die Seile, an die Hafen, Majte und Verschraubungen. Es wurde gepadt, verladen... gefahren, und der nächste Tag sah den Zirkus schon in unseren Mauern, wo wie ein Zauberwerf in wenigen Stunden alles wieder stand.

Am Abend begrüßten den Besucher der Eröffnungsvorstel lung schneidige Marschmusik und strahlender Lichterglanz. Fast bis auf den letzten Platz war das Viermasten- Zelt besetzt. Pünktlich begann die Abwidlung des Programms. Unter der Leitung von Franz Adamski tummelten sich gelehrige Bären in der Arena, die sich als Tänzer, Equilibristen und Rollschuh­läufer produzierten. Besondere Anerkennung fand der radfah­rende Bär, der sicher und ohne Hilfe seine Figuren fuhr. Den Bären folgten die Löwen unter ihrem Herrn und Meister Orth. Außer sauberen Dressuratten bewunderte alles den Mut und die Kaltblütigkeit des Dompteurs im Umgang mit seinen ge­jährlichen Katzen. Ein Luftakt der beiden Nellas zeigte zwei Zahnakrobaten, die sicher und ohne Netz hoch oben unter der Zirfuskuppel arbeiteten. Dann kam des Zirkus Zierde und Stolz: seine Pferde. Shetland- Ponys, ostpreußische Rappen, Lipizzaner, russische Falben u. a. wurden von den Herren Direktor Straßburger und Hans Straßburger vorgeführt. Er­staunlich war die Genauigkeit, mit der die Türe dem leisesten Wint folgten. Neu und originell war die Afrikanische Kaval­lerie". Eine Nummer, die hohes Können von den Pferden und ihrem Lehrer verlangten. Weiter drängte das Programm. Kapitän Thomsen erfreute die Besucher mit seinen Seelöwen. Der ,, lange Emil" und ,, Klein Carlo" sorgten für die Komik. Mitglieder der Familie Straßburger produzierten sich als ge= wandte Jockeys. Die 10 Esmanoffs führten wieder vom rein Zinzensischen fort zur Revue. Nicht nur ihre Gruppen-, sondern auch die Einzeltänze fanden viel Anklang. In der Pause zeigte ein Rundgang durch die Tierschau, wie reichhaltig der Tier­bestand des Zirkus ist, der in der Arena natürlich nur zum Teil vorgeführt werden kann. Die ,, 8 fliegenden Urmanns" setzten die Spielfolge fort. Ihre Leistungen an den Trapezen begeisterten die Zuschauer zu immer neuem Beifall. Wie ein Märchenspiel aus 1001 Nacht wirkte der Parade- Aufmarsch der Tiere und Künstler des Zirkus. Die hohe Schnele wurde in der großen Arena gleich dreimal vorgeführt. Die Leistungen erfreuten den Kenner. Adrian Singel produzierte sich dann mit seinen Elefanten. Neu und äußerst gefährlich war der Trid des Dresseurs, den Kopf in den Rachen eines dieser Tiere zu legen und sich so vom Elefanten aus der Arena tragen zu bassen. 10 Maroffaner bauten Pyramiden und wirbelten in den gefährlichsten Sprüngen durch die Arena. Reicher Beifall lohnte auch ihr Können. Eine Kosaken- Quadrille schloß dann das überaus reichhaltige Programm, dessen Besuch wir jedem empfehlen können.

* Von der Unversität. Der frühere Professor an der Gie­Bener Universität, der Kirchenhistoriker Karl Müller, der jetzt in Tübingen wohnt, fann in förperlicher und geistiger Frische am 3. September seinen 80. Geburtstag begehen.

* Jubiläum. Mit der Ehrenurkunde für 25jährige treue Pilichterfüllung ausgezeichnet wurde vom Landesverband Hessen des Deutschen Gerichtsvollzieherbundes der Gerichtsvoll­zieher i. R. J. Dern von hier.

Die Landsknechte

Sportroman von Emil Wöhner.

( 16. Fortsetzung.)

( Nachdruck verboten.)

Marieliese sah Theo über die Schulter: 60, 70, 80 Kilo­meter zeigte der Zähler an. Aber trotz der großen Geschwindig­leit spürte sie keine Furcht. Ein süßes Gefühl des Geborgen­Jeins überkam sie.

,, So durch die Welt zu fahren, immer weiter... weiter..." dachte sie und schloß die Augen.

immer

Felder und Wiesen flogen vorbei... Manchmal kam auch ein Dorf...

,, Angst hat sie nicht", dachte Theo. ,, Das hat sie mit Adolf Müller gemeinsam. Dem fann es auch nie zu schnell werden."

Sie waren ungefähr eine Stunde gefahren, als Theo vor einem kleinen, idyllisch am Walde gelegenen Bauernhause halt­machte. 3um fühlen Grund" stand auf dem Schild über der Haustür.

,, Hier ich es schön!" rief Marieliese und sprang vom Rad. O, ein Garten ganz voll Blumen... Astern und Geor­ginen..."

Theo hatte sein Rad neben das Haus gestellt. Die Wirtin fam und legte auf den Tisch, der draußen unter der breitästigen alten Linde stand, ein blütenweißes Tischtuch. Marieliese und Theo nahmen auf den grünen Gartenstühlen Play.

,, Wir möchten gerne Kaffee trinken," sagte Theo. Er wandte sich an Marieliese.

,, Sandwiches und Cafes gibt es hier natürlich nicht. Aber wenn Sie Appetit haben, würde ich Butterbrot mit Schinken borschlagen. Bauernbrot und Landschinken. So etwas gibt es in New York nicht einmal."

Marieliese nickte lächelnd.

,, Zu einer richtigen Motorradfahrt gehört auch ein gutes Butterbrot," meinte Theo., Adolf Müller sagt immer: Ein furzer Ausflug und eine lange Mettwurst, das ist das einzig Dernünftige."

,, Gießener Zeitung"

* Vom Polizeiamt. Kriminalpolizeimeister Magold wurde durch Verfügung des Justizministeriums mit Wirkung vom 1. September ds. Js. an zum Kriminalinspektor bei der Staats­anwaltschaft Gießen befördert.

* Die Schlachtsteuer in Hessen. Die vielfachen Veröffent­lichungen über die Einführung der Schlachtsteuer in Hessen haben zu einer offiziesen Verlautbarung geführt, nach der man mit ihrer Einführung in den nächsten vierzehn Tagen wird rechnen tönnen.

* Tariffündigungen in der Metallindustrie. Der Lohntarif für die Metallindustrie von Oberhessen und Lahngau ist vom Arbeitgeberverband zum 30. September zweds Neuordnung ge­fündigt worden.

* Die Eintrittspreise des Zirkus Straßburger sind in der heutigen Zeit eine gewiß sehr seltene Erscheinung. Wenn man bemerkt, daß dieses Riesenunternehmen, welches das beste von allen zinzensischen Unternehmen bietet, mit vielen Tausend Mark Tagesuntosten operiert, kann man die der Geldnot in der Bevölkerungs angepaßten billigen Eintrittspreise Straßburgers Don 80 Pig. bis 2,80 RM. nicht hoch genug anerkennen. In allen Nachmittagsvorstellungen ermäßigen sich übrigens diese Preise auf 40 Pfg. bis 1,40 RM. für Erwachsene und Kinder, so daß sicher auch der Minderbemittelte für wenige Pfennige einige frohe Stunden im Zirkus Straßburger verbringen kann. Zu bemerken ist weiter noch, daß Straßburger allen Klein­rentnern, Kriegsbeschädigten und Erwerbslosen bei Vorzeigung des Ausweises auf allen Sitzplätzen zu allen Abendvorstellungen nur halbe Preise berechnet, gewiß ein sehr anerkennenswertes Entgegenkommen dieses Unternehmen.

* Gartenbau- Ausstellung. Am 10. und 11. September d. J. veranstaltet der Obst- und Gartenbauverein Gießen in der Turnhalle am Oswaldgarten eine recht umfangreiche Garten­bau- Ausstellung, die u. a. auch Dahlien, Rosen, Gladiolen und Kakteen umfassen wird.

* Straßensperre. Wegen Neubefestigung der Straße wird die Ebelstraße zwischen Wilhelmstraße und Leihgesternerweg von Montag, den 5. September 1932 ab bis auf weiteres für Fahr­zeuge aller Art polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr= schilder sind zu beachten.

* Straßensperrungen.( Mitgeteilt vom Oberhessischen Auto­mobil- Club E. V.( A. v. D.) Gießen.) Am Montag, den 5. September 1932, wird die Strede Brauerschwend- Renzendorf ' im Zuge der Straße Alsfeld- Lauterbach( Fernverkehrsstraßen Nr. 49) gesperrt. Ab Dienstag, den 6. September 1932 wird die Strecke Altenstadt- Lindheim im Zuge der Straße Friedberg­Büdingen gesperrt. Ab Montag, den 12. September 1932 wird die Strecke Heldenbergen- Raichen im Zuge der Straße Fried­berg- Hanau( Fernverkehrsstraßen Nr. 45) gesperrt. Umleitung über Erbstadt- Kaichen.

Böswillige Verunreinigung des Lahnwassers.

Das Polizeiamt hat schon mehrfach darauf hingewiesen, daß vorsätzliche und fahrlässige Verunreinigung des Lahnwassers strafbar ist. Das Werfen von Untraut, Kadavern und Gegen­ständen sowie das Gießen von verunreinigenden Flüssigkeiten aller Art in die Lahn stellt eine strafbare Verunreinigung des Flußwassers dar. Ein hiesiger Gewerbetreibender hat nun wie­der das Lahnwasser dadurch verunreinigt, daß er große Mengen Unkraut in das Wasser wars. Er hat damit die in der Lahn badenden Personen gefährdet. Der Gewerbetreibende

Schöne weiße Zähne

Idhon nach einmalig. Pußen mit der herrl erfrisch. Schmedenden Chlorodont 3ahnpaste", schreibt uns ein Raucher. Tube 50 Pl. und 80 Pf."

Die Wirtin brachte den Kaffee und die Butterbrote. Ma­rieliese schenkte ein.

Eine kleine Pause entstand.

,, Wie ist es möglich, daß Sie als Amerikanerin ein so ein­wandfreies Deutsch sprechen?" fragte Theo, um nicht ganz zu verstummen.

,, Meine Mutter war eine Deutsche," entgegnete Marteliese. ,, Wir haben zu Hause auch immer deutsch gesprochen und stets einen deutschen Hauslehrer gehabt..."

,, Ihre Mutter ist tot?" fragte Theo leise.

,, Ja, schon sechs Jahre. Ich glaube, sie ist an Heimweh ge­storben. In Amerika hat es ihr nie recht gefallen." ,, Sie haben aber noch Geschwister?"

,, Zwei Brüder, Fred und Bill. Wir verstehen uns gut. Aber sie haben so wenig Zeit. Ich bekommen sie fast nur wäh­rend der Mahlzeiten zu sehen. Sie haben jetzt Vaters Fabrik übernommen.."

Sie sah auf ihre Armbanduhr.

Ich möchte wohl noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald machen. Aber Sie haben sicher nur wenig Zeit und müssen noch zum Training?"

,, Wir haben heute nur Schwimmtraining," entgegnete Theo. ,, Um acht Uhr. Da genügt es, wenn ich um sieben zu Hause bin. Wie spät ist es, denn jetzt...? Halb sechs. Da können wir noch eine Stunde spazieren gehen..."

Gleich hinter dem alten Bauernhause führte ein verschlun­gener schmaler Pfad in den Wald.

,, Hier ist es schön," sagte Marieliese nach einer Weile und ging mit leichten Schritten neben ihm her. So still... man hört taum einen Laut. Und die Buchen haben alle rotes Laub... Da, ein Eichhörnchen! Jetzt sitzt es unten auf der Erde neben dem rot und weiß getupften Fliegenpilz. Ist es nicht wie in einem Märchen...?"

Sie tamen an einer Lichtung vorbei. Zwei Rehe ästen friedlich in dem hohen, weichen Grase. Goldene Sonnenflede tanzten auf dem grünen Moose. In der Ferne rudste ein Täuber...

,, Wir wollen uns hier auf diesen gefällten Baumstamm

,, Adolf Müller? Ist das nicht der Mittelläufer in Ihrer setzen, damit wir die Rehe nicht erschrecken," flüsterte Theo. Mannschaft?"

,, Ja. Ein ganz famoser Spieler. Aber auch unter der Nase ist er gut zu Fuß. So sagt Dr. Bargmann immer, wenn Adolf sein Redeschauer hat."

Ein Zitronenfalter gaufelte vorbei und setzte sich an den flechtenüberzogenen Stamm einer breitästigen Tanne. Hinter den hohen Föhren rief ein Kudud. Langsam hoppelte ein Hase über die Lichtung, machte ein Männchen und äugte nach

Nr. 35

wurde dashalb in eine empfindliche Strafe genommen. Die Polizei und Feldschutzbeamten werden auch in der Folge auf die Verunreinigung des Lahnwassers ein besonderes Augenmerf richten und vorkommendenfalls unnachsichtlich Anzeige erstatten. Jagd im September in Hessen. ( Mitgeteilt vom Hess. Jagdklub, Darmstadt.) Der Rothirsch befindet sich noch in der Feiste. Gegen Ende des Monats beginnt die Brunft. Dunn ist für den Hochwild­jäger die schönste Zeit des Jahres gekommen. Weit später setzt die Brunft beim Damwild ein. Auf den Rehbock sollte jetzt nicht mehr gejagt werden, da er nach überstandener Blatt zeit schlecht im Wildpret ist. Die Hasen setzen noch. Bei einiger­maßen leidlichem Herbstwetter kommt auch dieser Sah noch durch. Die Hühnerjagd, die am 29. v. Mts. begonnen hat, scheint auch in diesem Jahre die Erwartungen zu enttäuschen, denn bis jetzt sind die Ergebnisse nicht besonders. Die Jagd auf Enten be= friedigt in manchen Revieren, andererseits aber liegen Meldun gen vor, die weniger günstig lauten. Die Erpel beginnen im September zu mausern und sind so leichter zu unterscheiden. Wer irgend in der Lage ist, sollte nur Erpel schießen und die weibliche Ente schonen.

Schon jetzt weisen wir darauf hin, daß die Jagd auf weib­liches Rehwild und Rehkize( männliche und weibliche) am 1. Oktober und die Schußzeit auf Hafen, Fasanenhähne und-hennen am 16. Oftober beginnt. Der Vogelzug steht vor der Türe, der Besuch der Auf- Hütte wird daher Erfolg bringen. Von zur Strede fommenden beringten Vögeln bitten wir uns den Ring einzusenden. Für die Winterfütterungen sind schon jetzt Vor­bereitungen zu treffen. Die zweckmäßigsten und billigsten Salz­lecken werden durch Auslegen der Salzpfannensteine hergerichtet, die durch den Hessischen Jagdklub erhältlich und sehr zu empfeh len sind. Die Bewachung des Reviers muß damit erst recht Hand in Hand gehen.

Achtung!

Invalidenrentner pp.

-

Es ist ganz besonders wichtig, bei Bezug der Invaliden­rente auf Nachstehendes aufmerksam zu machen. Durch die Notverordnung vom 8. 12. 1931 ruht, bekanntlich ein Teil der Invalidenrente, wenn neben dieser Rente noch eine Militär­rente. Unfallrente pp. bezogen wird. Es ist vorgekommen, daß auf Grund der Notverordnung vom 14. 6. 1932 als der letz­ten Notverordnung- von neuem ein Betrag von 6.- RM. im weiteren in Abzug gebracht wurde. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß dieser letzte Abzug bei allen Fällen nicht vorgenommen werden kann. Bet denjenigen Javalidene rentnern findet diese Kürzung keine Anwendung, bei denen die Invalidenrente um mehr als die Hälfte gekürzt wurde. In den zutreffenden Fällen ist sogleich Antrag bei der Landesver­sicherungsanstalt bzw. bei der Reichsbahnarbeiterpensionskasse, Reichsknappschaft pp. zu stellen, damit der zuletzt in Abzug ge= brachte Betrag von 6,- RM. nachgezahlt und zur weiteren monatlichen Zahlung angewiesen wird. Für Witwen und Wais senrentenempfänger finden obige Ausführungen sinngemäße Anwendung. Der Betrag für Witwen und Witwerrenten bes trägt 5, RM., für Waisen 4,- RM.

Im weiteren ist es ganz besonders wichtig darauf hinzuwei­sen, daß auf Grund der Notverordnung vom 8. 12. 31 bei manchen Invalidenrentnern die Hälfte der Invalidenrente ruht und auf Grund der Notverordnung vom 14. 6. 1932 wie­derum ein Betrag von 6,- RM in Abzug gebracht wurde. Wird eine Rente durch die Notverordnung vom 14. 6. 1932 um mehr als die Hälfte gekürzt, so wird auf Antrag die Kür­zung rüdgängig gemacht, jedoch darf die Rückgängigmachung nicht über die Hälfte der Rente hinausgehen. Hierfür ein Beispiel:

allen Seiten. Plötzlich stob er davon. Auch die Rehe waren verschwunden.

,, O, wie schade!" rief Marieliese. ,, So ein drolliger klei­ner Bursche! Wie ein richtiger Osterhase."

Rostrot flammten die Kiefernstämme in der Abendsonne auf. Ein füßer Duft von blühendem Geißblatt lag in der Luft

,, Mücken gibt es hier auch," meinte Theo nach einer Weile. ,, Darf ich Ihnen eine Zigarette anbieten, Fräulein Henderson?" ,, Dante sehr..."

Langsam stieg der blaue Rauch in die Höhe... Marie­liese hatte den Kopf in die Hand gestützt und beobachtete einen goldgepanzerten Käfer, der ungeschidt über das Moos stolperte.

,, Ich habe nun schon viele Fußballspiele gesehen, aber trotz­dem sind mir einige Regeln nicht geläufig," sagte sie nach einer Pause lächelnd. Manchmal pfeift der Schiedsrichter, und ich weiß nicht, warum. Dann heißt es auf einmal abseits". Wann ist eigentlich ein Spieler abseits?" ,, Das ist nicht so ganz leicht zu erklären," entgegnete der Mittelstürmer und streifte die Asche seiner Zigarette ab. ,, Passen Sie mal auf: Wenn ein Spieler den Ball spielt, iſt jeder Spieler derselben Partei, der im Augenblicke des letzten Spielens näher zur gegnerischen Torlinie.. nein, so ver stehen Sie es doch kaum. Ich will es Ihnen mal praktisch vor­führen: Also die beiden Bäume hier sollen das Tor vorstel= len. Jm Tor steht der Torwächter. Sie sind der linke Vertei­diger. Stellen Sie sich mal bitte hierhin... So. Diese fleine Tanne ist auch ein Spieler Jhrer Partei, meinetwegen rechter Verteidiger. Jetzt lege ich mein Taschentuch auf die Erde... Das ist natürlich ein Spieler meiner Mannschaft. Haben Sie es bis soweit verstanden?"

Ja," meinte Marielieje etwas zweifeln.

ant...

,, Schön... Jetzt geht's los. Nun tomme ich mit dem Ball Nein, so geht das nicht. Sie müssen mit ein Stüd entgegenlaufen, sonst kann ich nicht abseitsstehen. Auch können Sie mich ruhig etwas anrempeln, dann wirkt das Ganze natür­licher. Also noch einmal

In demselben Augenblick, als Marieliese auf ihn zukam, breitete er seine Arme aus und fing sie auf. Ein paar Sekunden Tag sie so an seiner Brust. Theo neigte seinen Kopf und füßte sie rasch auf ihren roten Mund Dann ließ er sie frei... Marieliese strich sich eine blonde Locke aus dem glühenden Ge­sicht. ( Fortsetzung folgt.)