Mittwoch, den 3. September 1930.
Lokales.
* Vom Polizeiamt. Ende der vergangenen Woche wurde in Muddersbach, Kreis Wetzlar, ein Einbruch verübt, wobei dem Täter etwa 80 RM. in die Hände fielen. Im Verdacht standen zwei junge Leute, die sich dort bettelnd umhertrieben. Durch zwei Einwohner des Ortes, die die beiden gesehen hatten, konnte einer an Hand der bei der Kriminalabteilung geführten Lichtbildersammlung ermittelt und festgenommen werden. Er gestand die Tat ein und wurde dem Amtsgericht zugeführt. Es handelt sich um den Schneider Anton Sattler, wohnhaft hier, an den Kläranlagen.- Bei einem Einbruch in ein Waldrestaurant bei Butzbach ließ der Täter ein paar gut erhaltene, braune Damenschnürschuhe, Größe 38-39, mit Riemenverschnürung zurück. Wem wurden diese Schuhe entwendet, oder wer hat solche an einen Bettler verschenkt? Mitteilung erbittet die hiesige Kriminalpolizei, Zimmer 24, woselbst sich auch die Schuhe befinden. Festgenommen wurden auf Grund von Ausschreiben der nach Zigeunerart umherziehende Musiker Christian Georg und die Händlerin Magdalene Wiegand.
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* Superintendent D. Wagner 60 Jahre alt. Oberkirchenrat D. Karl Wagner begeht heute als Superintendent von Oberhessen seinen 60. Geburtstag.
* Viehmarkt. Zum gestrigen Rindermarkt waren 772 Stück Großvieh und 127 Kälber aufgetrieben. Für Milchkühe und hochtragende Kühe wurden bis 700 Mark gezahlt; Kälber, das Pfund Lebendgewicht, bis 0,65 Mt. Es war ein schleppender Markiverlauf.
* Der Tag für Denkmalspflege und Heimatschuß findet in diesem Jahre vom 16. bis 18. September in Köln statt. Am 19. September werden die beiden großen niederrheinischen Dome in Xanten und Kalkar besucht, ebenfalls die Stadt Essen, am 20 September werden in Aachen, Altenberg, Bonn, Brühl und Brauweiler Führungen stattfinden.
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,, Schwarze Garde". Der für den 4. und 5. Oktober 1930 angesetzte Generalappell der ehemaligen 1. GardelandschützenAbteilung( Freikorps von Neufville) verbunden mit Wiedersehenstag der 2. Garde- Reserve- Division in Braunschweig ist auf den 11. und 12. Oktober verschoben. Näheres durch Kamer. Wilh. Schrader, Braunschweig, Sophienstraße 9 III.
„ Gießener Zeitung"
abgespült werden. Es genügt dazu, sie in ein Gefäß mit Wasser einzutauchen und darin ein paarmal hin- und herzubewegen. Nun weiß jede Hausfrau, daß gewaschenes Obst sich leider weniger gut hält als nicht gewaschenes. Darum bringe man das Obst ruhig ungewaschen auf den Tisch und sorge nur dafür, daß jeder Tischgast ein geeignetes Gefäß mit frischem Wasser zur Verfügung
hat.
Straßensperrung,
mitgeteilt vom Oberhessischen Automobilclub E. V.( A. v. D.) Die Straßensperre auf der Strecke Wiesed- Altenbused ist wieder aufgehoben.
Die Provinzialstraße Schotten- Rainrod wird ab 4. September für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Wingershausen- Eichelsachsen.
Die durch Bekanntmachung vom 11. Juli 1930 angeordnete Sperrung des Landweges„ Ronhausen- Nehbrücke" wird wieder aufgehoben.
Jeder Wahlberechtigte
am 14. September zur Wahlurne!!
Wer nicht wählt, besorgt die Geschäfte der Linksradikalen.
Aus Nah und Fern.
Nieder- Ohmen( Kr. Alsfeld). Die 4. Bezirksschau des 2. Bezirks des Verbandes des Oberhessischen Geflügelzuchtvereins findet hier vom 13. bis 15. Dezember ds. Js. statt.
Nidda. Einer der ältesten Einwohner der Stadt Nidda, Bahnvorsteher i. R. W. Hammel, feierte hier am 2. September bei noch bester Körper- und Geistesfrische seinen 90. Geburtstag. Der Altersjubilar ist 1840 in Hungen geboren, nahm an den Feldzügen von 1866 und 1870/71 teil und versah, 1873 aus dem Heeresdienst ausgeschieden, bis zum Jahre 1910 den Poſten eines Bahnhofvorstehers in Zell bei Alsfeld( Oberhessen).
Büdingen. In der letzten Sitzung des Gemeinderates wurde der neugewählte Beigeordnete von Büdingen, Steuerinspektor Diemer, durch Bürgermeister Hildner in sein Amt eingeführt. 43. Landesversammlung des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes.
Der Hess. Hauptverein des Evang. Bundes war vom 30. August bis 1. September in dem burgenreichen Schlitz zu seiner 43. Landestagung versammelt. Unter lebhafter Anteilnahme der ganzen Bevölkerung und unter Beteiligung von zahlreichen Abgeordneten aus allen Teilen Hessens gestaltete sich die Tagung zu einer machtvollen Kundgebung des hessischen Protestantismus zur Wahrung seiner Güter und Rechte, nament= lich im öffentlichen Leben, in Erziehung und Verwaltung, Presse und Politik. Eine öffentlich Entschließung wendet sich in diesem Sinne, namentlich auch an die evangelischen Reichstags= wähler. Am Vorabend sprach Dr. Winkelmann- Offenbach über: ,, Warum Evangelischer Bund?" Der Festsonntag brachte die eindrucksvolle Festpredigt des Vorsitzenden, Pfarrer BerkRozderf. Am Festzug beteiligten sich Tausende. Machtvoll war die öffentliche Versammlung auf dem Marktplatz, auf der nach der Begrüßung durch Prälat D. Dr. Die h1, Direktor Dr. Fahrenhorst, Studienrat Dr. Simon- Offenbach und Pfarrer Dr. Berger- Darmstadt über den Evangelischen Bund als Bekenner zu Glauben, Kirche und protestantischer Tat sprachen. Es folgten Begrüßungsabend, geschäftliche Sihungen und öffent
* Sarrasani tommt!! Wie wir erfahren, will Sarrajani in Kürze in unserer Stadt auf dem Trieb gastieren mit einem Unternehmen, das ins Gigantische gewachsen ist. Die Technik unserer Zeit hat das bisher bestandene Sonderzugsystem des modernen Zirkusbetriebes vollständig umgestaltet. Sarrasani ist es wieder, der tonangebend wirkt. Sein ganz großes Unternehmen hat er automobilisiert. So hat sich Sarrasani unabhängig von der Eisenbahn gemacht und fährt nunmehr mit seinen 200 Wagen die Landstraßen von Stadt zu Staat. Das gibt ein Aussehen, wenn so die Uebersiedlung stattfindet, diese Reise der grün- weißen Wagen, die Sarrasanischen Farben. Das gibt ein Schauen und Bewundern. Löwen, Tiger, Eisbären haben ihre Automobile, das Nilpferd hat seinen Extrawagen mit Wasserbassin, die Seelöwen, diese elastischen Jongleure, haben ihre eigenen Privatautomobile, der ganze Bürokomplex ist auf Automobile gestellt. Sarrasani kommt mit den Völkerscharen, die artistische Kombinationen neuer Art bieten werden. Scharen von Sioux- Indianern, von Japanern, Chinesen, Marokkanern, Indern, Tscherkessen usw. gehören zum Zirkus, die alle in ihren wunderbaren künstlerischen Leistungen für jede Stadt Aussehen bedeuten. Erst kürzlich wurde Berlin durch das Sarrajani- Gastspiel in einen wahren Begeisterungstaumel versetzt. Ueber einen Monat stand Europas größter Zirfus im Zeichen ausverkaufter Häuser. Die Prominenten der Reichs- Regierung, die Botschafter fast aller Länder, die fühliche Versammlung, die alle den nachhaltigen Eindruck der Tarenden Köpfe von Industrie, Kunst und Handel waren sämtlich Gäste dieses ungeheuren Unternehmens das mit dem großartigen Berliner Festprogramm nun auch nach unserer Stadt kommt.
* Obst vor dem Genuß abspülen. Sicherlich ist nichts angebrachter, als sich jeden Genuß durch übergroße Aengstlichkeit zu beeinträchtigen. Es gibt aber eine Reihe von Vorsichtsmaßregeln, die ganz leicht zu befolgen und darum nicht lästig sind. Dazu gehört das Abspülen desjenigen Obstes, das der Regel nach mit der Schale genossen wird und unmittelbar vor dem Verzeh ren. Also Kirschen- und Pflaumenarten, Weintrauben und der= gleichen sollten immer erst unmittelbar vor dem Verspeisen kurz
gung verstärkten.
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Darmstadt. Auf der hier abgehaltenen Verbandstagung der Glaser im deutschen Baugewerbe wurde eine Entschließung angenommen, in der gesagt ist, daß auch das Glasergewerbe von der allgemeinen Wirtschaftskrise schwer betroffen ist. Nur 52 Prozent der Mitglieder der Fachgruppe stehen in Beschäftigung.
Darmstadt. Ein Arbeiter, der aus seiner Wohnung verwiesen werden sollte, gab auf den Gerichtsvollzieher und die Polizeibeamten mehrere Schüsse ab, die erwidert wurden. Mit erheblichen Verlegungen mußte er ins Krankenhaus gebracht werden.
wirkung geben. Die hintere Schmalseite nimmt jetzt eine breite
Deutscher Kriegerfriedhof Caix( Frankreich). Wildrosenhede ein. Die Gräberbeete sind einheitlich mit Rasen
Eingang zum deutschen Kriegerfriedhof Caix( Frankreich). Erritet 1929 v. Lolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
In einem der heißest umfämpften Gebiete liegt etwa eine Stunde vom Dorf Rosières en Santerre an der Somme der Kriegerfriedhof Caix, der während des Krieges von den deutschen Truppen angelegt und im Jahre 1922 durch Hinzubettungen deutscher Gefallener aus den benachbarten Friedhöfen zu cinem Sammelfriedhof mit 1234 Einzelgräbern erweitert wor den ist. Diesen Friedhof hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. in den letzten Jahren aus seinen Mitteln ausgestaltet. An der Innenseite der um den ganzen Friedhof neu angelegien Ligusterhecke wurde eine Reihe von Ahornbäu men angepflanzt, die dem Friedhof eine gut geschlossene Raum
überzogen und gewähren einen ruhigen und würdigen Eindruck. Der Eingang zum Friedhof, von dem wir ein Bild nach der Neugestaliung bringen und der früher nur behelfsmäßig mit Brettern hergerichtet war, hat einen Vorplatz und eine Treppe aus großen Steinquadern erhalten. Auf der Höhe der Friedhofsfläche bilden wuchtige Bruchsteinmauern den Rahmen für das einfache samicdceiserne Tor, das von einem kleinen Kreuz gekrönt wird. Von hier aus führt durch die Friedhofsanlage der Hauptweg, in dessen Mitteln noch eine einfache Denkmalsanlage geplant ist.
Nr. 70
Rheinlandbefreiungsfeier der„ Hassia" in Mainz.
Anläßlich des 60jährigen Bestehens des Mainzer Veteranen vereins feierte die Kriegerkameradschaft„ Hassia" am Samstag und Sonntag in Mainz die Rheinlandbefreiung. Tausende vor Kameraden waren aus ganz Hessen und den anliegenden Gebie ten gekommen, um auch die gleichzeitig stattfindenden Feiern der ehemaligen Mainzer Regimenter mitzuerleben. An dem Festzug am Sonntag nahmen mehr als 5000 ehemalige Soldaten teil Bahnbau Haiger- Gusterhain.
Mittwoch, den 3
Streife
Mit dem Ausg Lahnbezirke der Be nen, wenn auch die abgefeilter war; R fes Plus ausgeglich lich war irgendwo gestellt; da hieß es f Hermannia. Nun Marburg und Gief währenddessen anlä 2: 4( 1: 1) gegen R jich am 7. Septem 21. September beim bis dahin sind auch wejen, jodaß man d über die Kaffeler macht die Frage: mania Fulda einfü am 7. September i Gesellschaftsspiele ( sonst hätte z. B. brudsvoll gewinnen eben andere Seiten gruppe in Göttinge die Kaffeler Kurhe
Dillenburg. Unter dem Vorsitz des Landrats Bünger tagte im Dillenburger Kreishaus die vom Kreistag ernannte Ro mission zur Förderung des Bahnbaues Haiger- Gusternhain. An der Sitzung nahmen auch die Vertreter der einzelnen Frak tionen des Kreistages teil, von denen übereinstimmend gefordert wurde, daß man nun auch im Dillkreis, um der herrschenden Arbeitslosigkeit wirksam zu begegnen, ernstlich an ein Arbeits: beschaffungsprogramm herangehen möchte. Als besonders wert: voll für die Arbeitsbeschaffung wurde die Förderung des Bahn: baues auf der obengenannten Strecke erachtet. Die Aussichten werden hierfür jetzt günstiger beurteilt. Es handelt sich um die Beschaffung des Baukapitals in Höhe von 5 Millionen Mark, das als Darlehen an die Reichsbank weitergegeben werden soll. New York, 2. Sept. Um 12 Uhr M.E.3. überflogen die Ozeanflieger Coste und Bellonte mit ihrem Flugzeug ,, Frage zeichen" in großer Höhe die Insel St. Pierre et Michelon an der Südwestküste von Neufundland.
Für 20 Millionen Mart Gold auf dem Meeresgrunde. Tauchern des italienischen Schleppers„ Artiglio" ist es gelungen, das Wrack des im Jahre 1922 gesunkenen englischen Passagierdampfers ,, Egypt" etwa 40 Kilometer vor der Einfahrt in den Hafen von Brest aufzufinden. Der englische Dampfer hatte Gold im Werte von 20 Millionen Mark an Bord. Die Arbeiten zur Hebung des Dampfers sollen schon in nächster Zeit begonnen werden.
Neue Bücher.
Ein neuer Berndorff! H. R. Berndorfs, dessen aufsehener: regendes Buch„ Spionage!" mit bisher 50 deutschen Auflagen und 15 Auslandsausgaben einen Welterfolg hat, schrieb ein neues Buch: ,, Diplomatische Unterwelt!", das, wie uns der Ver lag Dieck& Co., Stuttgart, mitteilt, im September ausgegeben wird. Der neue Berndorff bringt wahren, abenteuerlichen und glänzend erzählten Geschichten Geheimgehaltenes aus den Jahren 1920-30, belegt mit Dokumenten.
„ Hessenland". Das soeben erschienene Heft 9 des„ Hessenland", Monatsschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens, herausgegeben von Dr. C. Hizeroth,( N. G. Elwert Verlag, Marburg) ist der Jahreshauptversammlung des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde in Schlüchtern vom 29. bis 31. August 1930 gewidmet. Es bringt vor allem eine ausführliche illustrierte Darlegung von Georg Malfeld über die territoriale Zusammensetzung und die alten Herrschaftsverhältnisse des Kreises Schlüchtern.
Eine große Umwälzung in der Mode berichtet das soeben erschienene Heft 18 der„, Eleganten Welt"( Verlag Dr. SelleEysler A.-G., Berlin SW. 68), das bereits den Stil der Herbstmoden in vielen Bildern und Hinweisen zeigt. Das reich illustrierte Heft ist zum Preise von Rmf. 1.- überall zu haben.
Wie kommt es, daß die Küsten Afrikas und Amerikas gleich laufen. Ueber diese Frage plaudert Prof. Dr. E. Dacque in der neuen ,, Weche". Im gleichen Heft beginnt der neue Roman ,, Die geheimnisvolle Ranch" von Max Brand. Sie bekommen Heft 36 überall.
Die neuen Steuern ab 1. September 1930. Wir machen unsere Leser aufmerksam, daß der Steuer- Tabellenverlag Almassy, Ulm( Donau), König Wilhelmstr. 32, unseren Lesern die neuen Steuertabellen für das Ablesen des Steuer- Abzuges vom Arbeitsverdienst gegen Einsendung der Versandspesen von 15 Rpfg. liefert. Es ist genau anzugeben, ob eine Tabelle für wöchentliche oder für monatliche Lohnzahlung gewünscht wird.
Büdo Metallputz
der unübertroffene
Woran liegt das? Einmal sicher daran, daß alle drei Gruppen die völlige Gleichberechtigung schon zu einer Zeit erhielten, wo noch niemand an die sprachlichen Gegensätze dachte. Damals konnte das Einleben in den Staat sich also reibungslos vollziehen. Man hat dann ferner die Gleichberechtigung auch wirk lich auf der ganzen Linie durchgeführt. Dabei aber leben troz der bunten Zusammensetzung des schweizerischen Bundesstaates die meisten Bewohner doch in einem einsprachigen Staat. Da mit vereinfacht sich die ganze Frage schon sehr stark, besonders für die Verwaltung.
Weiter aber führt nun die Schweiz bei der Behandlung ihrer
Die Lösung der Sprachenfrage in der Schweiz. iprachlichen Minderheiten, die durch die modernen Wanderbe
In ganz Europa ist die Minderheitenfrage cine crnste Ge, ahr. Wie die Schweiz sie überwand, das zeigen die folgenden interessanten Ausführungen von Hektor Amann, die wir dem soeben erschienenen Septemberheft der Deutschen Rundschau" entnehmen.
Ihr einzigartiger Staatsausbau hat der Schweiz die Löjung einer außerordentlich schwierigen staatsmännischen Aufgabe erlaubt, nämlich die ziemlich reibungslose Lösung der Nationalitätenfrage.- Die neue Eidgenossenschaft ist ja kein rein deutscher Staat mehr wie die alte. Seit dem Neuaufbau von 1798 sind die französischen und italienischen Landesteile als gleichberechtigte Glieder dem Staate angeschlossen worden. Und es erhob sich hier nun auch die Frage, wie sich das Zusammenleben dreier verschiedener Sprachgruppen in einem Staate gestalten würde. Die Deutschen machen dabei sieben Zehntel der Gesamtbevölkerung aus, die Franzosen ein Viertel, die Italiener ein Zwanzigstel. Jeder Teil lebt in einem geschlossenen und scharf abgegrenzten Sprachgebiet, doch sind die Wanderbewegungen zwischen diesen verschiedenen Sprachgebieten erheblich. Und trotzdem ist bis heute das Zusammenleben dieser drei so verschieden starken Gruppen durchaus ruhig verlaufen.
idhlug. Der einzige zustande, in dem S 4: 2( 4: 1) triumphie lage des F. C. Gr rudgegangen oder nadhiten Spiele ab. In der 1. Bez 7. September mit d Der Sieg Horas üb ridgetreten ijt, um Die beiden ersten G erwartungsgemäß die Spielogg. 1900 jangen; durch And Herborner Verein straft, jodaß das Rampf gewonnen Wielenbad, Oran Germania Marbur nicht daneben, we der Kampf um di Gießen 1900, Ger tragen wird und Jungleins an der ben müssen oder oder andere der die Serie weite tommt wohl T in Betracht; de hannover die Wie zu erf tember ein f Germania Mude
wegungen immer neu entstehen und überall sonst zu heftigen Streitigkeiten Anlaß geben, einen Grundsatz durch, der sonst nirgends anerkannt wird. Sie spricht jedermann, der sein eigenes Sprachgebiet verläßt, in der Hauptsache die Berechtigung ab, com Staate seines neuen Aufenthaltes die Berücksichtigung seiner Muttersprache zu verlangen. Man kann natürlich seine Sprache selbst gebrauchen und in Vereinen pflegen, so viel man will. Aber die Behörden sind nicht verpflichtet, mit solchen Zuwanderern in ihrer Sprache zu verkehren und ihnen eine Schule in ihrer Sprache zu geben.
Und schließlich gehört zur schweizerischen Lösung der Sprachenfrage noch etwas: die deutsch- schweizerische große Mehrheit. Diese verzichtet völlig darauf, ihre Uebermacht irgendwie zur Geltung zu bringen, ja sie gibt den beiden Minderheiten manches Vorrecht. Das alles sind unumgängliche Voraussetzun= gen der Zustände, wie sie heute in der Schweiz bestehen, ganz abgeschen von vielen von Fall zu Fall wechselnden Einzelheiten, die auch von Fall zu Fall nach den Gesetzen der Billigkeit erledigt werden, ohne daß durch Verfassung und Gesetz das Nähere überhaupt festgelegt ist.
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