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Mittwoch, den 29. Februar 1928.

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1900 und VfB.- Gießen aufgestellt, nämlich: Brambach 1900 Will 1900, Kreß VfB., Bingel VfB., Schneider 1900 Glitsch 1900 Luft 1900, Henrich VfB., Böttiger VfB., Adel­berger 1900, Kleinke BfB.

Ueber das Verbandsspiel Kirchhain Frohnhausen am vergangenen Sonntag ist nichts zu erfahren.

BfB- K. Marburg

Spiele gem. unent. verl.

16 13

1

2

Spvgg. 1900 Gießen

16

10

2

4

Tore Punkte 76:23 27: 5 48:24 22:10

S. V. Wevlar

16

9

2

5

30:40 20:12

F.V. Ockershausen

16

8

2

6

37:35 18:14

Frohnhausen( Dill)

15

6

2

7

41:45 14:16

B. J. B. Kirchhain

14

5

1

8

31:38 11:17

Hessen- Frankenberg

16

5

1

10

V. F R. Butzbach Eporto. Herborn

16

15

3 3

3

10

10

23:32 11:21 30:46 9:23 20:53 8:22

Das zweite Gaumeisterschaftsspiel zwischen Niedergirmes und Dillenburg, das am 19. Februar steigen sollte, mußte aus­fallen, weil der Platz in Niedergirmes nicht bespielbar war. Ein neuer Termin ist noch nicht angesetzt worden. Wenn dies in letzter Stunde nicht etwa auf den 26. 2. geschehen ist, kann das Spiel vor dem 11. 3. nicht erledigt werden.( Wie wir nachträg­lich hören, ist es bereits auf den 11. März angesetzt.)

Erfreulich sind die Erfolge der beiden Gießener Vereine am 19. Februar in Alsfeld und in Gießen selbst. Daß die Hanauer nur mit 10 Mann erschienen waren, kann man auffassen, wie man will; schön wäre es gewesen, wenn der VfB. ihnen dafür eine zweistellige Niederlage aufgebrummt hätte. Bei dieser Gelegenheit seien die Lahnkreis- Vereine nochmals gewarnt, un­vollzählig nach auswärts zu fahren, wenn jetzt die Austragung von Gesellschaftsspielen in größerem Maßstab einsetzt; das sieht erstens von vornherein schlecht aus und führt leicht zu Mißerfol­gen, die nicht nur den Ruf des betr. Vereins selbst schädigen, sondern auch das Ansehen ihres Bezirks oder Kreises herab­mindern.

Am 26. Februar hatten die beiden Vereine leider keinen Er­folg zu verzeichnen: 1900 verlor auf eigenem Platz 2: 4( 1: 3) gegen Jugend 06 Betzdorf und VfB. in Friedberg gegen VfB. 3: 4( 1: 2). Jn Wezlar verlor der SV. gegen VfB. Marburg 3: 4( 3: 2).

Aufstiegspiel Lollar 1.

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Steindorf 1. 1: 0( 1: 0)

Mit dem knappesten aller Resultate gelang es am Sonntag den Lollarern ihre Gäste aus der Gruppe Wetzlar, den Turn­und Sportverein Steindorf, zu besiegen und somit zwei wert­volle Punkte einzuheimsen. Wenn ich am Sonntag schrieb, daß ab Gießen.

weit

,, Gießener Zeitung"

Steindorf stellte eine ausgeglichene Elf, deren Besten beide Verteidiger, Mittelläufer, Halblinks und Linksaußen waren. Alle Anderen guter Durchschnitt. An Schnelligkeit und Wendig­keit waren alle den Einheimischen weit überlegen. Leiter des Spieles war Schiri Köhler- Gießen- 1900. Mit dessen Amts­führung waren die Gäste nicht immer, und manchmal mit Recht, nicht einverstanden. Jedenfalls hat er aber das Ver­dienst, daß er jedes rauhe Spiel schon im Reime unterdrückte. Dadurch brachte er das Spiel heil unter Dach und Fach.

Lollar unter einem Unglücksstern in Laubach weilte, so trifft dasselbe für die Steindorfer in vollem Maße im gestrigen Spiele zu. Zumindest hätte Steindorf ein Unentschieden ver­dient, weil sie es verstanden, daß geringe technische Plus der Einheimischen durch ungeheure Energie und Durchschlagskraft auszugleichen. Doch scheiterten alle Aktionen des Gästesturms an Lollars Verteidiger Schäfer, der seine Mitspieler übertraf. Das Wenige, was er durchlassen mußte, war eine fichere Beute von Diez im Tor, der in gewohnt sicherer Weise sein Pensum erledigte. Schäfers Partner tat seine Schuldig­teit. Die Läuferreihe spielte schnell und eifrig ab, doch viel zu hoch, da sie damit auch Schuld tragen, daß sich der Sturm nicht richtig entfalten konnte. Hatte wirklich einmal ein Stür­mer den Ball gestoppt, so war ein Gegner da, der ihm den Ball abnahm. Befriedigen konnten nur die Außen, während der Innensturm durch Unentschlossenheit glänzte. Sogar fiel der Halblinke durch seine recht unfairen Mäßchen unangenehm auf.

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Steindorf 1.

Niederweisel 7: 2( 2: 1)

Am Sonntag, dem 19. Februar, trafen sich in Steindorf obige Mannschaften. Die erste Spielhälfte war völlig ausge= doch glichen beide Mannschaften waren sich ebenbürtig zeitweise drückte Nieder- Weisel. Aber die Sturmreihe war nicht immer auf ihrem Posten, sonst hätte diese nicht nur den Aus­gleich, sondern mindestens noch das Führungstor herausarbei­ten müssen. Wo aber Schußfreudigkeit und Schußsicherheit feh­len, da kann auch der beste Wille der Hintermannschaft nicht helfen. Nach Wiederbeginn hatte Steindorf auch noch einen den Rückenwind. Da war es um guten Helfer zur Seite die Gäste geschehen. Sie kommen überhaupt nicht mehr auf. Steindorf blieb die ganze zweite Spielhälfte über stark über­legen und ließ in gleichen Abständen noch fünf Tore folgen. ( Die Torgelegenheiten waren noch zahlreicher.) Niederweiſels Tormann, der alle Hände voll zu tun hatte, bewahrte seine Mannschaft vor einer zweistelligen Niederlage. Niederweisels Mannschaft muß sich noch ein einheitlicheres Spiel zu eigen machen, und dann auch den Kopf bei einer Niederlage nicht hängen lassen, sondern bis zur letzten Minute kämpfen, dann dürfte sie eine gefürchtete Mannschaft unseres Gaues abgeben. Der Schiedsrichter war gut.

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Burkhardsfelden 1. Lollar 2. 4: 0( 2: 0).

Der Fußball- Neuling Burkhardsfelden hatte gestern auf eigenem Plaze die Lollarer 2. zu einem Gesellschaftsspiel. Das Spiel war fair, und in einem flotten Tempo ging es durch beide Spielhälften. Die flinken Burkhardsfelder konnten den förper­lich überlegenen Gegner mit einem 4: 0 abfertigen. Schieds­richter: Zufriedenstellend.

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Radfahren.

Meisterschaftstämpfe des Gaues Lahn im BDR.

Schon früh am Morgen fanden sich Kampfrichter und Rad­sportler, um im Café Leib in verschiedenen Vor- und Zwischen­runden die jeweiligen Gegner für den Entscheidungskampf im 2er- und 3er- Radball festzustellen. Die Mittagsstunden waren der Gausizung vorbehalten. Auf ihr nahm man mit größtem Interesse den Bericht von der Bundestagung in Erfurt ent­gegen. Des weiteren wurde das Gausommerfest auf den 21. bis 23. Juli festgelegt und Krofdorf übertragen. Mit Erledigung verschiedener kleinerer Anträge fand die Sigung ihr Ende.

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Pünktlich um 4 Uhr nachmittags begannen die Endkämpfe um die verschiedenen Meisterschaften. Der Saal war außer­ordentlich gut von sehr interessierten Zuschauern besetzt, die in manchmal recht temperamentvoller Weise an den Kämpfen teil­nahmen.

Im 1er- Kunstfahren dominierten Gebr. Göbel- Wetzlar. Die außerordentliche Schwierigkeit ihrer Uebungen ließ sie bei der Bewertung vor Kepler- Marburg rangieren.

Nr. 18.

dem Rade, gezeigt wurde. Wenn die beiden Weglarer auch Klasse für sich waren, waren die Leistungen der beiden anderen Mannschaften nicht viel weniger schwierig, was nur fehlte, war die fehlerfreie, elegante Beherrschung dieser manchmal akrobati­schen Uebungen.

Es ist leicht erklärlich, daß die Meisterschaft im 2er- Kunst­fahren natürlich auch in Wehlar blieb. Es war tatsächlich be wundernswert, was nach stetigem Training an Leistungen auf

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Mit der Zunahme der Teilnehmer am Kunstfahren steigt natürlich auch die Schwierigkeit für die fehlerlose Durchführung desselben. Daß sie noch die alten Meister sind, zeigte im Ger­Kunstfahren die Mannschaft des Radfahrvereins von 1885- Gle= ßen. Der überaus starke Applaus bewies den 1885ern, daß das gesamte Publikum, ohne das Urteil der Kampfrichter abzuwar­ten, ihnen die Meisterschaft zudachte. Die Wetzlarer, die gleich­falls recht schwierige Figuren fuhren, waren nicht sicher genug und die Marburger fuhren ganz elegant, aber ohne die gering­sten Schwierigkeiten in ihrem Reigen.

Nach kurzer Pause wurden die Meister im Radball ausge= macht. In zum Teil sehr erbitterten Kämpfen wurde um die Tore und Bälle gekämpft. Die Favoriten auf diesem Gebiete, die Gießener Germanen, mußten sich allerdings diesesmal einer besseren Mannschaft beugen, der des Gießener R. V. von 1885, die sowohl im Jugendzweierradball, wie auch im 2er- und Zer­Radball der Aktiven die ersten Plätze belegte. Bei diesen ,, Lo­talkämpfen" denn bei den beiden letzten Meisterschaften lagen

die Germanen und die 1885er in der Entscheidung spielte der ganze Saal mit. Wir glauben sogar feststellen zu können, daß die Nervosität der Zuschauer sich auf die Spieler zu übertragen schien, die Aufgeregtheit des besten Mannes der Germanen ist nicht anders zu erklären.

Um 8 Uhr war die Schlacht geschlagen. Siegerverkündigung und Preisverteilung waren das Ende.

Die Ergebnisse sind folgende:

1er- Kunstfahren: 1. Göbel- Wezlar, 2. Walter Göbel- Wetzlar. 3. Kepler- Marburg.

2er- Kunstfahren: 1. Wetzlar, 2. 1885 Marburg, 3. Germania­Gießen.

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Ger- Kunstfahren: 1. 1885- Gießen, 2. Wetzlar, 3. 1885- Marburg. Jugendradball: 1. Gießen R. V. 1885, 2. Wanderer Gießen. 3. Germania 2. Gießen.

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2er- Radball: 1. Gießener R. V. v. 1885, 2. Germania 1. Gießen, 3. Germania 2. Gießen.

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3er- Radball: Gießen R. V. v. 1885, 2. Germania 1. Gießen, 3. Germania 2. Gießen.

Mit dem Deutschlandlied schloß der Gausaalsportwart Mub die überaus gelungene Veranstaltung.

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