Samstag, den 22. Dezember 1928.
Politische Tagesschau.
Reichspräsident von Hindenburg empfing den Reichstanzler zu einer längeren Besprechung über die zur Zeit schwebenden politischen Fragen.
In der gestrigen Kabinettssitung erstattete Reichsminister Dr. Stresemann Bericht über die in Lugano stattgefundene Tagung des Völkerbundsrates und die dort geführten Verhandlungen. Das Reichskabinett stimmte den Darlegungen des Ministers einmütig zu.
Infolge des Sieges der Wahllisten der rumänischen Regierungsparteien find sämtliche Kandidaten der Deutschen, die mit der Regierung ein Wahlkompromiß eingegangen waren, in Kammer und Senat gewählt worden.
An der polnisch- litauischen Grenze haben polnische Soldaten Grenzpfähle nach litauischer Seite verlegt, worauf es zu ernsten Auseinandersetzungen der Kommandostellen kam.
Wie aus Moskau gemeldet wird, ist die drahtlose Verbindung mit der afghanischen Regierung wieder hergestellt wor den. Es habe festgestellt werden können, daß die aus englischer Quelle kommenden Nachrichten über den Aufstand in Afghanistan start übertrieben seien.
Auf Befehl des Untersuchungsrichters ist in Paris Litwinow, der Bruder des stellvertretenden russischen Volkskommisfars für auswärtige Angelegenheiten, wegen Betrugs, Unterschlagung und verschiedener Fälschungen verhaftet worden.
Valparaiso wurde gestern von einem heftigen Erdbeben heimgesucht, das auch in Concepcion verspürt wurde. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt.
Der Severingsche Schiedsspruch.
Hinsichtlich der Lohnregelung sieht der Schiedsspruch vor, daß für die Zeit von der Wiederaufnahme der Arbeit bis zum 31. Dezember 1928 sich die Entlohnung nach dem für verbindlich erklärten Schiedsspruch vom 27. Oktober 1928 regelt.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1929 erhalten die in reinem Zeitlohn beschäftigten Arbeiter über 21 Jahre eine nichtaffordfähige Zulage, und zwar beträgt für die Lohngruppen von 60 bis 62 Pfg. die Zulage 6 Pfg., für die Gruppe von 63 bis 65 Pfg. Stundenlohn 5 Pfg., für die Gruppe von 66 bis 72 Pfg. 4 Pfg., für die Gruppe von 73 bis 77 Pfg. 3 Pfg., für die Gruppe von 78 bis 79 Pfg. 6 Pfg., für die Gruppe von 80 bis 81 Pfg. 5 Pfg., für die Gruppe von 82 bis 83 Pfg. 4 Pfg., für die Gruppe 84 bis 86 Pfg. 3 Pfg., für die Gruppe von 87 bis 88 Pfg. 2 Pfg. und für die Gruppe von 89 Pfg. 1ẞfg.
Betreffs der Arbeitszeit werden neben tertlichen Aenderungen des Rahmentarifvertrages folgende Bestimmungen getroffen: Mit Wirkung vom 1. Januar 1929 wird die Arbeitszeit verkürzt für alle Arbeiter, die 60 Stunden arbeiten, allgemein auf 57 Stunden je Woche. In Gießereien, Radiatorenbetrieben etc. auf 52 Wochen- Stunden. In den Sandstrahlbläsereien, Zementfabriken, Schlackenmühlen etc. auf 48 Stun den. Betriebe, die zurzeit kürzere Arbeitszeit haben, behalten diese bei. Im übrigen bleiben die Bestimmungen des Arbeitszeitabkommens vom 15. Dezember 1927 unverändert bestehen.
Weiter wird bestimmt, daß Maßregelungen aus Anlaß des Lohntarifs unzulässig sind. Eine Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses hat nicht stattgefunden. Die in der vorliegenden Entscheidung getroffene Regelung der Löhne und der Arbeitszeit ist erstmalig am 1. August 1930 mit zweimonatiger Frist fündbar.
Weihnachtsgruß an Hessens Jugend.
Rund um uns brennen viel Lichter aber wenig Herzen.( Fr. Naumann.) Liebe Hessenjugend!
Das Weihnachtsfest greift nach allen Herzen in den deutschen Landen. Es ist noch eines der letzten Bänder, vielleicht das letzte überhaupt, das alle umschlingt. Für jeden, ob arm, ob reich, ob vornehm oder gering, ob alt oder jung, sind irgend= wie besonders liebe Erinnerungen damit verbunden, für alle wird es zu dem Fest, an dem sich die Liebe im schönsten und reinsten Lichte, am uneigennützigsten und gebefreudigsten zeigt. Jene wenigen Worte: Ehre, Gott, Friede den Menschen, die als Symbol über dem Weihnachtsfeste stehen, sind, wie sie auch im einzelnen ausgelegt werden mögen, irgendwie leuchtendes Ideal für die suchende und ringende deutsche Jugend. Die Zeit, in der das Licht am hoffnungsvollsten aufleuchten will, zur Zeit, in der sich der neue Morgen für die Menschheit fündet, zur Zeit, in der die Jugend des„ guten Willens" sich immer wieder erneut und hoffnungsfroh zu den Kämpfern im Heere des Lichtes findet und aller Lauheit und allem Unverstand die sieghaften Worte entgegenhält: ,, Mit uns geht die neue Zeit!"
Ja, mit euch geht sie, ihr jungen Menschen, und euer Weihnachtsglaube soll euch Jahr für Jahr zur Weihnachtsgewißheit werden. Ich habe euren Worten gelauscht, ich gave eure Tuten gesehen, den Glauben an unsere organisierte hessische Jugend, wie ich sie aus den Bünden und Verbänden aller Gattungen fenne, kann mir niemand rauben. Von Jahr zu Jahr vermehrte und stärkte sich unser hessischer Landesausschuß der deutschen Jugendverbände, von Jahr zu Jahr wuchs die Zahl der gemeinsamen Veranstaltungen und Tagungen, und ob es nun eine Singefreizeit war, ob es eine Tanzfreizeit war, ob wir ein Neues planen, wie etwa die vorgesehene Laienspiel- Freizeit, ihr wißt und ich weiß es mit euch, wie freudig ihr alle und aus allen Lagern famt, und wie beglückt und erregt von tiefem Erleben ihr wieder zu eurer Arbeit und zu euren Bünden und Verbänden zurückkehrtet. Laßt uns deshalb am Ende des Jahres noch einen Blick auf das schöne Erleben dieses abgelaufenen Jahres werfen.
Wie war das mit der Singefreizeit im Frühling auf der Orbishöhe? Waren das nicht unvergleichlich schöne Tage für uns alle? War das nicht das echte Erleben untrennbarer Gemeinschaft trotz allem? War das nicht das Große, Bewegende,
,, Gießener Zeitung"
Südamerika beruhigt sich.
La Paz, Der bolivianische Senat hat der Regierung das Vertrauen ausgesprochen. Der Senat billigt die Annahme der Vermittlung der panamerikanischen Konferenz zur Beilegung des Streitfalls mit Paraguay. Die Meldungen, daß beide Länder den Konflikt einer schiedsgerichtlichen Regelung unterwerfen wollen, hat auf die Oeffentlichkeit beruhigend gewirkt, und man rechnet damit, daß die Erregung sich ebenso schnell legen wird, wie sie ausgebrochen ist.
Was der hessische Staat für die Kirche tut.
Das Landeskirchenamt hat zu statistischen Zwecken eine Uebersicht über die Staatsleistung für kirchliche Zwecke in den benachbarten preußischen Gebieten und in Hessen zusammen gestellt. Danach leistet der Staat in Hessen- Kassel für kirchliche Zwecke auf den Kopf der Bevölkerung fast 4 Mark. In Waldeck sind es 4,80 Mart, in Hessen- Nassau 5,47 Mark. Der hessische Staat leistet demgegenüber insgesamt 480 000 Mark oder auf den Kopf der evangelischen Bevölkerung 54 Pfennig. Dabei ist ferner zu berücksichtigen, daß das Gesamtsoll aller Kirchengemeinden an Reichseinkommensteuer also die Summe, die der Staat aus kirchlichen Kreisen herausholt, in Waldeck auf den Kopf 18 Mark, in Hessen- Kassel 20 Mark, in Nassau 26 Mark und in Hessen- Darmstadt 40 Mark beträgt. Von der letztge= nannten Summe kommen 54 Pfg. zu kirchlichen Zwecken zugute.
Der Fall Fuchs vor Gericht.
Der Angeklagte zu hoher Geldstrafe verurteilt. Das System der Günstlingswirtschaft der eigentlich Schuldige. Am Mittwoch stand vor dem Bezirksschöffengericht Darmstadt der Fall des früheren Regierungsrats im Ministerium des Innern, August Fuchs, zur Verhandlung. Die Sigung dauerte den ganzen Tag über von morgens 9 Uhr bis in die späte Nachtstunde.
Es erging folgendes Urteil: Der Angeklagte, Regierungsrat August Fuchs, ist schuldig des Betrugs in 3 Fällen, der einfachen Bestechung in 5 Fällen und wird verurteilt: Wegen Betrugs zum Nachteil der Polizeikasse Lampertheim zu 200 Rmt., wegen Betrugs zum Nachteil der Polizeikasse Friedberg zu 100 Rmt. und wegen Betrugs zum Nachteil der Polizeikasse Gonsenheim zu 150 Rmk. Geldstrafe. Weiter wurde der Angeflagte verurteilt wegen der Bestechung in 5 Fällen zu Geldſtrafen von je 200 Rmt. Im Falle der Uneinbringlichkeit sind je 10 Rmt. Geldstrafe mit je 1 Tag Gefängnis zu verbüßen. Im übrigen wird der Angeklagte freigesprochen. Das Empfangene oder der Wert des durch strafbare Handlungen Erlangten wird zu Gunsten der Staatskasse eingezogen.
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Die sehr konziliante Verhandlungsleitung führte Herr Landgerichtsrat Weiß, die Anklage vertragt Herr Staatsanwalt Dr. Leoni, während der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Sturmfels seinem früheren Parteigenos= sen Fuchs wurde bekanntlich später aus der sozialdemokra tischen Partei ausgeschlossen als Verteidiger zur Seite stand. Nicht um den Menschen Fuchs ging es in diesem Fall allein, der am Ende des zwölfstündigen Verhandlungstages schluchzend zusammensant und dem man ein menschliches Mitgefühl nicht versagen wird. Fuchs selbst meinte, daß er„ nicht rechnen gelernt habe, für die Deckung der Schulden seines Bruders will er erhebliche Summen aufgewendet haben. Aber den größten Teil seiner Notlage hat Fuchs wohl selbst verschuldet. Er selbst bekennt, daß die„ Weibergeschichten" ihm den Hals brachen. ,, Aus den Dirnen wurden Erpresser", so rief er gelegentlich in der Verhandlung aus ,,, die sich an meine Sohlen hefteten." Doch hiervon abgesehen: Die Bedeutung des Falles Fuchs liegt ganz
in dem der Einzelne alles Eigensüchtige zurückstellte, sich bewußt dem Gemeinsamen hingab, in dem das Verständnis für die soziale Gliederung stärker wuchs als sonst in Monaten und Jahren? Es war eine Singefreizeit und vom Liede aus, von der Rücksicht der Stimmen aufeinander schlang sich das Band, das euch auch im Chor des Lebens und im Chor der Menschheit alle umschlingen soll:
Ein kleines Lied, wie geht's nur an, Daß man so lieb es haben kann, Was lag darin? Erzähle!
Es liegt darin ein wenig Klang, Ein wenig Wohllaut und Gesang Und eine ganze Seele!
Und wie war das mit der Tanzfreiheit im Sommer auf der Westerburg? War das nicht fast noch eine Steigerung gegenüber der Orbishöhe? Da waren die Tage voll Arbeit, aber voll einer Arbeit, die Frohsinn schuf und Freude am Körper und seinen Bewegungen. Und wenn ihr euch zu euren Gemeinschaftstänzen fandet, wenn ihr im Fackeltanz den scheidenden Tag feiertet und das Feuer eure roten Backen noch obendrein mit Glut übergoß, dann erlebtet ihr on euch selbst, was ihr vielleicht einmal in der Schule mit nur geringem Verständnis gehört und auswendig gelernt hattet, diesen Spruch eines Meisters:„ Tagesarbeit, abends Gäste, saure Wochen, frohe Feste!" Und von jenem Feuer auf der Burg, um das ihr in Frohsinn und festlichem Ernste tanztet, wird, das glaube ich bestimmt, auch ein wärmender Strahl auf euren Alltag und eure Arbeit in den Bünden und Verbänden gefallen sein! Wer freute sich von denen, die das einmal erleben durften, nicht jetzt schon auf die geplante Laienspiel- Freizeit und auf das eine und andere, was in diesem Sinne noch für das nächste und übernächste Jahr geplant ist, was ich aber heute noch nicht verrate!
Aber alles erfüllt sich erst, wenn es Ausdruck der Gemeinschaft wird. Daher die Betonung der allseitigen 3u= sammensetzung, daher die Pflicht zur Weitergabe an die Verbände und Bünde, daher die Pflicht der zusammenfassenden Stelle, die Verbindung mit allen aufrecht zu erhalten und die Fühlung mit der ganzen Jugend, mit ihren veranstaltun= gen und Treffen jeder Art aufzunehmen.
Und weiter denke ich mit Freude der Jugendherbergstage im abgelaufenen Jahre, als wir am Himmelfahrtstage mit 25 Lastautos die jugendlichen Teilnehmer nach Miltenberg zur Herbergsweihe brachten, als wir im Herbst bei noch größerem
Nr. 101.
Camstag, den 22. T
In jeder Stube, ob
Merbaum, der deutsche G
Carm geworden ist, der
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ganz fühlen tann Weihnachten ist hus mer wieder, brauchen
ja, heute noch siel m Freude und Liese. Nach bidfalschweren Zeit, na Cut, nad erbitterten B en Volfe gestorben, o ridgedrängt. In Qual Heute die Menschen so
brüder sog in die Herzen
Da wollen wir heu Glocken durch die stille, bene, Weihnachtszauber
Das Licht, das einst unsere Tage durchdr Winiffen und Irrunge an erhellen. Und die M
wo anders! Wie war doch der Lebensweg dieses Angeklagten? In kleinsten Verhältnissen wächst August Fuchs in Alzey auf. Er hat nur die Volksschule besucht. Um so höher ist es anzuerkennen, daß er, mit 17 Jahren als Schreibgehilfe beginnend, sich durch Fleiß und Tüchtigkeit bald zum Ratsschreiber von Gonsenheim emporgearbeitet hat. Er verläßt die Stelle, denn, wie der Angeklagte in vielsagender Kürze bemerkt:„, 1920 hatte ich mich links orientiert!" Zunächst ging es nach Dieburg. Aber schon bald darauf landete er als Buchhalter im Ministe rium. Man sieht, es waren damals schon Schutzengel" um ihn besorgt. Nun aber kommt sein Verhängnis. Der„, tüch tige Genosse" wird als würdig erachtet für die perteipolitische Beamtenauslese. Man machte ihn zum Polizeirat. Zunächst, und auch das zeigt das Sinnlose dieses Verfahrens: Er erhält einen Titel ohne Mittel. Zwei Jahre muß er warten, bis ihm auch das seiner Stellung entsprechende Gehalt zufällt. Dabei ist er von seiner Ernennung ab genötigt zu größerer Repräsentation. Gerade er, der schon immer mit Schulden Beladene, der, wie er sagt ,,, ein Loch aufmacht und ein Loch zu". Doch: Der sinnlos- unheilvolle„ Segen" der parteipolitischen Auslese geht von neuem auf ihn nieder: Er wird Regierungsrat im Ministerium. Er, dem die so nötige Haltung fehlt, wird auf das gefährlichste Piedestal gestellt. Sein Unglüd, so bekennt er, beginnt mit ,, Weibergeschichten". Er vergibt sich zu viel, züch tet ahnungslos die Erpressung, ahnungslos auch, daß ein„, Regierungsrat" bis jetzt noch wenigstens äußerlich das De forium waren muß. Nur eine Probe davon, Der damalige Polizeirat und spätere Regierungsrat Fuchs hatte sich von einer ganzen Reihe von Polizeibeamten Darlehen geben lassen, obwohl er als Referent in Personalfragen der Polizei, in dieser Eigenschaft deren Vorgesetzter war. So pumpte er sich bei einem Polizei- Wachtmeister(!) in Mainz 300 Mt. Dieser hatte selbst das Geld nicht und mußte es dazu noch anderswo leihen! Man stelle sich einmal die Szene im ,, alten" Staat vor: Ein Regierungsrat aus dem Ministerium läßt sich von einem Wachtmeister des ihm unterstellten Ressorts Geld pumpen, zu dessen Hergabe jener sogar noch auf die Pumpsuche gehen muß. Dabei mußte der Kriminalwachtmeister öfter mit dem Gericht wegen Nichtrückzahlung des Darlehens drohen. Man sieht: Nicht mehr der Subalternbeamte Fuchs mit provinzieller Lebemannsneigung steht zur Debatte. Man saß in die ser Verhandlung ohne es vielleicht genau zu erkennen, Gericht über ein ganzes System. Schmähliches Fiasko erlitten hat die parteipolitische Beamtenauslese.
Lokales.
Deutsche Weihnachten.
Und wieder ist Weihnachten gekommen. In ernstem Winterschweigen träumt draußen die Welt. Eis und Schnee Tod in der Natur eisige Kälte ringsum.
Da geht die Seele aus, ihre Kindheit zu suchen. Und findet sie in einer klaren Winternacht. Kindheits- Einkehr, Stundon der Rückorinnerung, der inneren Friedens, ber Jixube und Liebe. Ein geheimnisvoller Klang einer alten Botschaft, die einst im Kinderherz am tiefsten Wurzel geschlagen hat, klingt neu wieder durch die Welt.
Stille Nacht, heilige Nacht.
Der Zauber der Christnacht bezwingt auch eine Welt des Hasses. Gerade im ärmsten Lande dieser Erde glitzern unend= lich viele Tannenbäume und gerade dort singen die Menschen wie nirgends so ernst und weihevoll das Lied von der gnadenbringenden Nacht, von Friede, Freude und Seligkeit. Mag auch der deutsche Christbaum noch so einfach sein, der Zauber, der von ihm ausgeht, macht die Armut zur Größe. Deutsche Weihnacht!
Aufgebot in Zwingenberg den neuen Grundstein legten und in Auerbach zwei neue Bleiben weihten. Und ich denke an die Zustimmung zum diesjährigen ,, Brückenbauer", der zu 100 000 jungen Menschen von all' den Dingen sprach, wie sie das Verhältnis von Jugend und Volk mit sich bringen. In allem zeigte sich ein stetiges Aufwärts des gemeinsamen Willens. und die Erinnerung daran und die Freude über soviele liebe Kartengrüße und Briefe ist für den Mitkämpfer ein schönes Ge schenk zur Weihnachtszeit.
Aber noch ist ein weiter Weg zur sozialen Tat. Stärker noch muß der Wille werden, auf daß er zur Tat werde im Sinne lebendigen, sozialen Verantwortungsbewußtseins. Wenn mit der Jugend die neue Zeit geht, dann muß sie zu Wege bringen, was die Alten nicht zu erreichen vermochten: den all seitigen Willen zu sozialer Gerechtigkeit, die Besinnung auf das gemeinsame Ziel eines Volkes mit gemeinsamem Schiajal, das lebendige und zukunftsstarke Volk!
Aber lebendiges Volk ist nur dort, wo die Alten und die Jungen sich in der gleichen Liebe zum Guten treffen, wo jeder in seiner Art und nach seinen Kräften mithilft, neues auf wärtsgerichtetes Leben zu gestalten. Darum, ihr jungen Men schen, steht fest auf dem Boden eures Volkes, täuscht nicht das Vertrauen derer, die an euch glauben, und werdet nicht müde, auch immer wieder die andere, die abseitsstehende Jugend auf euren Weg zu führen und mit zur Höhe zu nehmen. Betet und kämpfet gerade darum mit euren besten Kräften! Laßt das Jahr unseres zehnjährigen Zusammenarbeitens nicht ausklingen ohne das feste Gelöbnis, den Frieden des Lebens, den ihr für euch selbst erstrebet, immer mehr zu einem Frieden eures gan zen Volkes werden zu lassen. Das soll mein Wunsch sein in diesen Weihnachtstagen, und in euren Herzen möge sich die baldige Erfüllung dieses Wunsches als Geschenk für euer Volf immer stärker vorbereiten. Und wenn die Glocken in der Heili gen Nacht mächtig über das Land tönen, dann wollen wir in ihrem Klange hören:
Jm Glauben klar,
In Liebe wahr,
In Hoffnung fröhlich immerdar! Indem ich euch allen, sowie euren Führern ein recht ge segnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr wünsche. bin ich mit herzlichen Heilgrüßen in treuer Verbundenheit Euer Heinrich Hassinger.
eutschen Grenzen hinau endfältig ihre Mahnung en Menschen ein Woh In diesen heiligen werborgen schlummert, chten ist ein verjäne Leinen unscheinbarn An hichte werder kann, when Stoff wch schließl Me religiöse Erneuerung eine Erreuerung, sein Batsverföhnung dur fräte zusammenfassen Wenn heute durch d Stille Nacht, heilige Na Christnachtszauber ein B jung, ein Hinweis auf ot tut: Friede, Ver on selbst das Verstehen, Egeneinander haben, die ergaßen.
Dann mag der deut
ch so arm sein, deuts dter Zeit, wie einst in herzen die Worte des W
O du fröhlic gnadenbringe
Sonntagsdienst. Da
ag, den 24., und Monto hattfindet. Dringende A Bonntagen üblich, in der relamt, Weidengasse 5,
Ferner Liefer


