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Mittwoch, den 22. Aug. 1928

gen statt und zwar in Gießen, Frankenberg( Eder) und Nord­hausen mit einem Gesamtauftrieb von 345 Tieren, die einen Umsatz von 95 216 Mr. brachten. In diesem Herbste werden 3 Versteigerungen abgehalten, nämlich in Gießen am 11. Sep­tember, in Nordhausen am 27. September und in Frankenberg am 24. Oktober. Für das Jahr 1928 ist der Staatswander­ehrenpreis" an Frau Witwe Schwarz in Hörnsheim, Herdbuch­gesellschaft Wetzlar, verliehen worden.

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Reichstagung. Der Deutsche Bund für christlich- evange­lische Erziehung in Haus und Schule hält vom 7. bis 9. Oktober in unserer Stadt seine diesjährige Reichstagung ab.

* Wann darf die Frau wieder heiraten? Eine Frau darf erst zehn Monate nach Auflösung ihrer früheren Ehe( durch Scheidung oder Tod) eine neue Ehe eingehen, es sei denn, daß sie inzwischen geboren hat. Für den Mann besteht keine ge­setzliche Wartezeit.

Aus Nab und Fern.

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Nr. 66

Köln. In Köln ist der Deutsche evangelische Pressetag unter dem Vorsitz von Unterstaatssekretär Conze zusammengetreten. Die Tagung ist aus allen Ländern überaus stark besucht. Etwa 800 evangelische Schriftleiter und Schriftsteller, Verbandsführer kulturpolitischer Verbände, zahlreiche Mitglieder der kirchlichen Behörden, der theologischen Fakultäten, sowie der zeitungs­wissenschaftlichen Arbeit sind anwesend. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand ein Vortrag von Professor Dr. Kapp- Frei­burg, dem Leiter des Seminars für Publizistik und Zeitungs­wesen an der Universität Freiburg, über das Thema: Christ­liches Ethos und Presse". Der Redner schilderte die mannig­faltigen Spannungen, die sich zwischen dem Wesen der mo­dernen Tageszeitung und der christlichen Geisteswelt auftun. Die Lösung dieser Spannungen sei oberstes Gebot einer evan­gelischen Pressearbeit, die hier als Mittlerin zwischen beiden Parteien auftrete. In einer geschlossenen Versammlung wurden Wege zu einer Planwirtschaft auf dem Gebiet des evangeli­schen Pressewesens besprochen.

ein Musikchor verschiedene Choräle vom Stadtkirchturm, Schläfrigen zu wecken. Von 10 Uhr ab zogen die zahlreichen Kompanien und Abteilungen meist mit Musik durch die Straßen nach dem Ausstellungsplatz zum Schwimmbad, 10,30 Uhr der Abmarsch zum Denkmalsplay erfolgte. hatten sich inzwischen viele Tausende aufgestellt. Punkt 11 Uhr, nach Eintreffen des Großherzogs mit seinen beiden Söhnen, traf auch mit Musik eine Abteilung in Uniform der sog. Schrau= tenbacher aus der Gründungszeit des Regiments i. J. 1621 ein, die neben den zahlreichen Ehrengästen und Abordnungen der vielen Regimentsvereine Ausstellung nahm. Nach Vortrag des Niederländischen Dankgebets durch die Kapelle der ehem. Militärmusiker hielt General Freiherr v. Preuschen die Fest­ansprache, in der er an die Dankesschuld erinnerte, die man den Kameraden, die sich für das Vaterland geopfert haben, in unerschütterlicher Kameradentreue und Dankbarkeit schulve und die man zu einem Teil durch das wirkungsvolle Denkmal abtiage. Die Hülle fiel und zeigte das herrliche Denkmal, den von Prof. Jobst gefertigten Bronzelöwen, der zum Tode ver­wundet noch zu einem Schlage mit der Lage ausholi, das Sinn­bid mannesmutiger Tapferkeit darstellend. Redner forderte weiter von jedem Deutschen echte Kameradschaft ohne Unter­schied der Partei oder Religion, denn es ge.ie: Das Vaterland über der Partei! Nur wenn jeder Dusch sich zu diesem Grundsatz bekenne, werde der Wiedeconfitez unseres V. terlan­des ermöglicht. Mit einem dreifachen Hurra auf unser heiß­geliebtes Vaterland schloß die mit lebhaftem Beifall aufge­nommene Rede. Inzwischen ertönte Glockengeläute, ein Flieger umkreiste den Platz, Musik ertönte mit dem Deutschlandlied zu machtvoller Wirkung. Hierauf hielten Ansprachen Stadtpfarrer Lautenschläger für die evang. Kirche, Pfarrer Schüler für die kath. Kirche und Rabbiner Dr. Bienheim für die Israeliten, die alle tiefen Eindruck hinterließen. In einer weiteren An­sprache des Freiherrn von Preuschen erfolgte die Uebergabe an Die Stadt Darmstadt, in deren Auftrag Oberbürgermeister Glä­sing mit Dankesworten und dem Versprechen, es getreulich ver­wahren zu wollen, es übernahm.

Reiskirchen( Kr. Gießen). Zum Nachtwächter unserer Ge= meinde wurde Herr Heinrich Nürnberger 3 von hier ernannt. Muschenheim( Kr. Gießen). Verpflichtet zum Polizeidiener wurde der Landwirt und Schneider Wilhelm Weil 3.

Aus dem Vogelsberg. Auf dem Hoherodskopf fand eine Besprechung über eine Verbesserung der Schneeschuhsportmög­lichkeiten statt. Durch den Gießener Stiklub, den Vogelsberger Höhenklub und andere Interessenten soll eine neue Skisport­anlage geschaffen werden.

Schlitz. Der Veteranen- und Militärverein Schlitz begeht am 1. September die Feier seines 40jährigen Bestehens.

Friedberg. In den Kreisen Friedberg und Büdingen hat sich in den letzten beiden Wochen das Bild der Arbeitsmarktlage nicht verändert. Die Zahl der Unterstützungsempfänger ist nur um ein ganz geringes auf 687 gefallen.

Arheilgen. Die von der Großbrennerei 3imbo hinterzoge­nen Steuerbeträge waren ursprünglich mit 100 000 Mark an= gegeben worden. Inzwischen hat sich bei den Ermittlungen er­geben, daß sich diese Summe noch weiter erhöht. Für hinter­zogene Spritsteuer seien etwa 117 000 Mark ermittelt. Dazu kommt noch ein rückständiger Steuerbetrag von 37 000 Mark.

Der Leibgardistentag in Darmstadt.

Zur Denkmalsweihe und Wiedersehensfeier der ehem. 115er hatte die frühere Garnisonstadt Darmstadt ein feierliches Kleid angezogen, um alle die zahlreichen Kameraden des ehemaligen Leibregiments, die aus allen Gauen des Hessenlandes, wie aus dem ganzen Reiche, insbesondere aus dem besetzten Gebiete und dem Saarlande herbeigekommen waren, würdig zu empfan­

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Dinkelsbühler Tausendjahrfeier.

Unter riesiger Anteilnahme der Bevölkerung aus ganz Bayern und Württemberg feierte am Sonntag die Stadt Din­kelsbühl den Tag ihres tausendjährigen Bestehens. Am Vormit­tag zog ein großer historischer Festzug durch die Stadt. Mit einem Festspiel wurde der Tag der Uebergabe der Stadt an Bayern, die im Jahre 1802 erfolgte, gefeiert.

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Heilstätten für Alkoholkranke in Mitteldeutschland. Dafür, welche Fortschritte die Gesundheitsfürsorge in den letzten Jahrzehnten gemacht hat, ist die Wandlung in den An­schauungen über, Trinker und Trunksucht" ein gutes Beispiel. Wenn man sich um sie kümmerte, so geschah das mit Drohungen, Strafen usw. Heute denkt man in der medizinischen Wissenschaft und in der Fürsorge darüber ganz anders: Der Alkoholiker ist ein Kranker, ein Mensch, der an einer krankhaften Sucht leidt genau wie ein Morphinist oder Kokainist. Für die schweren Fälle hat man eigene Heilstätten ins Leben gerufen, in denen die Alkoholkranken nach ärztlichen Gesichtspunkten behandelt wer­den, in welchen sie sich erholen und an geregelte Beschäftigung gewöhnen können. Die Aussicht einer Heilung ist groß, wenn die Menschen rechtzeitig in die Heilstätte kommen und hier lange genug behandelt werden. Bei Unbemittelten tragen Kranken­fassen, Landesversicherungsanstalten und Wohlfahrtsämter die Kosten. In Mitteldeutschland sind in letzter Zeit drei solcher Heimstätten neu entstanden, eingerichtet von einer Wohlfahrts­vereinigung( dem Deutschen Guttempler- Orden) und zwar die Heilstätte ,, Hermann Blume- Haus" in Schönburg bei Naumburg, das Genesungsheim Steinmeister- Haus" bei Naumburg und die Heilstätte ,, Georg Koehler- Haus" in Sulza bei Göschwitz/ Jena. Die Hauptverwaltung dieser gemeinn. Anstalten( Steinmeister bei Naumburg, an den Almerischen Weinbergen Nr. 1) erteilt an Behörden, Versicherungsträger und Private alle erforderli­chen Auskünfte kostenlos.

Es folgte nun die Kranzniederlegung des Großherzogs mit den Worten: In Treue den Treuesten!, worauf unzählige wei­tere Kranzstiftungen durch die zahlreichen Offizier- und Mann­schaftsvereinigungen aller Waffengattungen sich anschlossen. Es folgte dann ein Vorbeimarsch der zahlreichen ehem. 115er Re­gimentskameraden und anderen Vereinigungen. Als die Leib: kompanie an dem Denkmal vorbeimarschierte, trat der Großher­30g an die Spitze der Kompanie und führte sie grüßend an dem Denkmal vorbei. Um 3 Uhr mittags bewegte sich der mächtige Festzug von nahezu einer Stunde Länge durch die Straßen der Stadt von der Bevölkerung und den vielen Gästen lebhaft mit Blumen begrüßt. Besonderen Beifall fanden auch die Abord­nungen in Uniformen früherer Regimenier. Auf dem Festplat und in der großen Festhalle entwickelte sich recht bald ein fi­deles Treiben unter den alten Kameraden bei Konzert, Gesang und sonstigen Vergnügen. Der ausgedehnte Jugplatz nahm auch eine Anzahl der zahlreichen Besucher auf und in den Bierzelten war man ebenfalls zu froher Kameradschaft vereinigt. Auch am Abend spielte sich ein recht unterhaliendes Programm ab. Der Montag war weiterer Unterhaltung gewidmet.

Die Feier wurde würdig eingeleitet durch eine Kranznieder­legung am Landeskriegerdenkmal am Vormittag. Der Be­grüßungsabend in der mächtigen Festhalle konnte lange nicht alle Besucher aufnehmen. Es kam ein vornehmes, passendes Programm unter Leitung der Dirigenten Hauske und Greilich, cusgeführt von dem Reichsbund ehem. Militärmusiker, meister­haft zur Ausführung, dazwischen ein Vorspruch, sowie lebende Bilder aus dem Soldatenleben, Text verfaßt von Amtmann Göbel und vorgetragen von Schauspieler Göbel, die lebhaftesten Beifall fanden. Dazu füllten prachtvolle Leistungen der Darm­städter Turnerschaft, sowie Lichtbilder aus dem Regiment die Pausen angenehm aus. In dem kameradschaftlichen Zusam mensein in Verbindung mit der angenehmen musikalischen und fünstlerischen Unterhaltung entwickelte sich bald ein frohes Treiben, in der manche alte Kameradschaft erneuert und be= festigt wurde. Spät trennte man sich, um den Sonntag, der eigentlichen Denkmalsweihe würdig einzuleiten. Schon um 6 Uhr trafen neue Gäste von außerhalb ein, um 7 Uhr spielte

Das Schlachtfeld von Tannenberg.

Von Dr. Heyder.

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Frankfurt a. M. Die Stadt Frankfurt hat nach Abzug der Schulden ein Reinvermögen von rund 391 Millionen Mart. Auf den Kopf der Bevölkerung kommt darnach etwa 700 Mark.

Bad Wildungen. Die Einlagen bei den waldedischen Spar­tassen, die bei Beginn des laufenden Jahres sich auf 4,4 Milli­onen RM. beliefen, haben sich im Laufe der ersten 6 Monate auf 7 237 000 RM. erhöht, sodaß der Zuwachs über 2,88 Milli­onenRM. für das erste Halbjahr beträgt. Die Waldecker ſte= hen inbezug auf die Spartätigkeit der Bevölkerung im Reich mit an erster Stelle.

] Gegend Gilgenburg- Orlau und die 3. Reservc- vivision bei Allenstein gegenüber. Das mit der Eisenbahn herangeluhrte 1. Korps wurde noch bei Deutsch- Eylau entladen; 17. Korps und 1. Reserve- Korps waren noch vom Gumbinner Schlachtfelde her in Anmarsch; ihnen folgte zögernd die russiche Ostarme.

In jedem Jahr, wenn die letzten Augusttage ins Land gehen, die Tage der großen Schlacht von Tannenberg, ziehen in Städten und Dörfern des weiten Schlachtfeldgebietes die Schul­finder hinaus und schmücken mit Blumen die vielen Gräber zwischen Wald und Feld. Friede liegt wieder über dem Schlacht­feld von Tannenberg. Wohlbestellt sind die Aecker, längst neu­erstanden die zerstörten Häuser und Höfe; still rauschen die gro= Ben Wälder, in denen des Zaren Heer letzte Zuflucht suchte. Aber vergessen sind die Streiter und die Toten von Tannen­berg nicht. Auf der Höhe von Sauden, nahe dem Städtchen Hohenstein, ist ihnen im Mittelpunkt des Schlachtfeldes ein wür­diges Ehrenmal erstanden. Weit ragt in die Lande der acht­türmige Bau des Tannenberg- Nationaldentmals:

,, Den Gefallenen zum ehrenden Gedächtnis, den Lebenden zur ernsten Mahnung, den kommenden Geschlechtern zur Nacheiferung" wie Hindenburgs Hammerspruch bei der Grundsteinlegung am 31. August 1924 lautete.

Einen eigenen Klang hat das Wort Tannenberg" für den Deutschen. Drei bis vier Wegstunden südwestlich von Gauden liegt das Dörschen Tannenberg. Dort zerbrach einst nach har­tem Ringen mit dem zweifach stärkeren Feind des Ordens Glück. Ein gewaltiger Granitblock tündet: Jm Kampf für deutsches Wesen, deutsches Recht starb hier der Hochmeister Ulrich von Jungingen am 15. Juli 1410 den Heldentod."

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schweres Gefecht mit der Nachhut der von Allenstein auf Hohenstein abrückenden Russen verwidelt waren( Ehrenfried­hof am See, kleines Kriegsmuseum auf der Insel Gastwirtschaft). Darethen ist vom Bahnhof Ganglau( Strecke Allenstein- Hohen­stein) etwa eine halbe Wegstunde entfernt.

Am 23. August kam es bei Orlau- Lahna zu ersten er­bitterten Kämpfen. Aber noch hatte das 20. Korps den Feind nur aufzuhalten. Unter seinem Schutz konnte das erste Korps westlich Usdau in Angriffsstellung gehen, während 17. Korps und 1. Reservetorps dem Schlachtfelde näherrückten. Am 26. August begann die Schlacht, die sechs Tage dauern sollte. Bei Usdau, Mühlen, Woplit, Dröbniß und Hohenstein waren die Hauptbrennpunkte des Kampfes. Von Solda verlief die rus­sische Front nordwärts bis in die Gegend von Hohenstein; am 27. Auguſt besetzte das russische 13. Korps auch Allenstein. Aber am Tage vorher war schon das russische rechte Flügeltorps( 6. Korps) bei Bischofsburg vom 17. Korps und dem 1. Reserve­Korps völlig geschlagen worden. Am 28. August rückte das 1. Reserve- Korps in Allenstein ein und ging weiter auf Hohen­stein zu vor, während das 17. Korps über Passenheim in den Rücken des Feindes vorstieß. Zugleich gelang es am 28. Auguſt dem 1. Korps von Usdau her der Durchstoß in Richtung Nei­denburg. Der Feind war umflammert. Völlige Vernichtung brachten die nächsten Tage dem Russenheer; 90 000 Gefangene fielen in die Hände der Sieger. Ostpreußen war gerettet.

Fünf Jahrhunderte waren seitdem vergangen. Von Osten und Süden zogen zwei gewaltige Russenheere in der zweiten Augusthälfte 1914 gegen Ostpreußen heran. Bei Gumbinnen trat Generaloberst v. Prittwitz der russischen Ostarmee entgegen, brach aber die Schlacht ab, um hinter die Weichsel zurückzugehen, als er sich von der weiter vorrückenden russischen Südarmee in Flanke und Rüden bedroht glaubte. Ostpreußen schien dem Feind preisgegeben. Da übernahm Hindenburg den Oberbefehl. Den von Süden her über Ortelsburg, Willenberg, Reidenburg, Goldau anrückenden Truppen des Generals Samsonow standen auf deutscher Seite zunächst nur das verstärkte 20. Korps in der

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Waplig, mit dem größten Heldenfriedhof des Schlachtfel­des, liegt an der Bahnstrecke Allenstein- Hohenstein- Neiden­burg( von Allenstein etwa 1% Stunde Bahnfahrt.) Eine zer­schossene Eisenbahnbrücke zeugt noch von den Kämpfen, die hier stattgefunden haben. Die zweite Station hinter Waplit in Richtung Neidenburg ist Gutfeld, der Ausganspunkt für Be­suche des Schlachtfeldes von Orlau- Lahna. Das Kirchdorf Lahna( Ehrenfriedhof am Dorf) liegt etwa 2 Km. östlich Bahnhof Gutfeld; hinter dem Dorf führt ein herrlicher Wald­weg von Lahnamühle nach Orlau( 4 Km.); Ehrenfriedhof am Waldrande; für den Rückweg nach Lahna, kann die kürzere Chaussee benutzt werden.

Die meisten Schlachtfeldbesucher werden ihren Weg über die Regierungshauptstadt Allenstein nehmen, die selbst während der Schlacht 24 Stunden in der Hand der Russen war. Allen­stein, der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt im Süden der Pro­vinz, hat über Thorn- Schneidemühl und Thorn- Posen un= mittelbare Schnellzugsverbindungen mit Berlin( ,, Korridor= züge", Paß nicht erforderlich) und beste Verbindungen auch mit allen Gegenden Ostpreußens, so mit Marienburg, Elbing, Kö­nigsberg, Jnsterburg und Lyck. Hohenstein mit dem Tannenberg­Nationaldenkmal wird von Allenstein in knapp einstündiger Bahnfahrt erreicht. Mit der Fahrt nach Hohenstein kann ein Besuch der idyllischen Hertha- Insel im Wulpingsee bei Dare­then verbunden werden, wo am Spätnachmittag und Abend

des 28. August 1914 Regimenter des 1. Reservekorps in ein

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Mühlen an der Bahnstrecke Hohenstein- Osterode ist von Hohenstein etwa 20 Minuten Bahnfahrt entfernt. Ein großer Heldenfriedhof liegt am Mühlensee, ein kleinerer im Guts­part. Am Abhange der Schlucht, die sich zwichen den. Müh lensee und dem großen Ohmensee hinzieht, sind noch Schützen­gräben erhalten. Die harten und verlustreichen Kämpfe, die um diese Stellung zwei Tage lang geführt wurden, haben der Schlucht im Volksmunde den Namen Höllenschlucht" gegeben. Etwa 5 Km. nördlich von Mühlen liegt Dröbnitz; an den bei­den Ohmenseen und der Drewenzquelle vorbei führt ein schönet Weg dorthin; in einem Seitental der Drewenz liegt am Ber­geshang der große Ehrenfriedhof.

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Für einen Besuch des Schlachtfeldes vom 15. Juli 1410 benutzt man von Hohenstein aus die Bahn entweder bis Müh­len oder bis zur nächsten Station Geierswalde, um dann über Tannenberg( die Schule war am 24. August 1914 Standort des Generalkommandos des 20. Korps) oder über Frögenau ( bei der Meierei Feldherrnhügel mit Hindenburgeiche) und Grünfelde das Schlachtfeld zu erreichen. Die Todesstätte Ul rich von Jungingens liegt etwa 600 Meter jüdlich der Straße Tannenberg- Grünfelde. Auf den Resten der alten Schlacht­tapelle steht dort seit 1901 der Gedenkstein von Tannenberg.

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