Einzelbild herunterladen

Nr. 99.

Gie gibt ferner ung des Volls euern und des feit, daß die rf und der Ge Lid) der sozialen

mark oder über

5. Nach einer ie Behördenin Bedaris unter jwand der ein ner eingehenden

as reichhaltigite ge für alle Re erzeugen sollen.

en der Verwal

der Steuerver

Gießener Zeitung

( Neueste Nachrichten)

Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd­kendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

41. Jahrg.

Bolitische Tagesschau.

Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschedionto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M

Donnerstag, den 20. Dezember 1928

interessierten wird bei allen Verwaltungs Zu Ehren des Reichspräsidenten von Hindenburg gab ift, die bei 226 Reichskanzler Müller ein Essen, an dem die Reichsminister, der graphische Dar Präsident der Reichsbant, der Generaldirektor der Deutschen deutschen Hand Reichsbahngesellschaft, die stimmführenden Bevollmächtigten der tiger Bestellung länder zum Reichsrat, die Chefs der Heeres- und der Marine­Porto)( Buch leitung und die Staatssekretäre des Reichs mit ihren Damen teilnahmen.

n in Gießen.

eschäft

ikel und

waren

ungen

ersport

efc.

uswahl

T

chenke

eislagen erkstätte

ider lung

Teilzahlo

D.

rate

50

str Katalog kastens

hragma

nenstr.26

681

e NWK

arke

aren

Handschuhe

Marke

Farben

altlich

Man rechnet damit, daß heute und zwar gleichzeitig in Ber­lin und Paris, ein zwischen der Reichsregierung und den En­tentemächten vereinbartes Communiqué veröffentlich werden wird, in dem die Grundsäge festgelegt werden, die für die Er­nennung der Sachverständigen und die Einberufung des zweiten Dawes Komitees maßgebend sein sollen.

Am Dienstag früh ist die deutsche Delegation aus Lugano wieder in Berlin eingetroffen. Nur Außenminister Dr. Strefe­mann ist zurückgeblieben. Er wird erst am Donnerstag in Berlin eintreffen.

Am 18. Dezember ist der deutsche Gesandte in Helsingfors, Sauschild, im Alter von 48 Jahren gestorben. Aus dem sächsi­schen Berwaltungsdienst hervorgegangen, war er seit 1925 Ge­sandter in Helsingfors. Der verstorbene Gesandte war ein aus­gezeichneter Kenner der Ostfragen.

Anläßlich seiner Anwesenheit in Heidelberg besuchte der amerikanische Botschafter Shurmann das Grab Friedrich Eberts auf dem Heidelberger Friedhof, sowie das Ebert- Geburtshaus, wo er sich in das Besuchsbuch eintrug.

Wie von unterrichteter Seite zur Frage der deutsch- polni: hen Handelsvertragsverhandlungen mitgeteilt wird, ist die Lage nunmehr so, daß die Grundlagen für einen Handelsver­trag gegeben sind. Wie sich Polen im einzelnen zu den deut­schen Forderungen stellt, wird erst nach Rückkehr des deutschen Delegationsführers Dr. Hermes zu überblicken sein.

Der letzte Bericht über den Krankheitszustand des Königs von England wird in medizinischen Kreisen mit einiger Sorge aufgenommen.

Am 10. Januar werden in Frankfurt a. M. zwei deutsch­russische Eisenbahnkonferenzen eröffnet. Die eine wird sich mit ker Frage des Konventionaltarifes, die andere init waggontech­nischen Fragen befassen. Auch Lettland, Estland und Litauen werden an den Konferenzen teilnehmen.

Am Mittwochvormittag haben die angekündigten Verhand­lungen, die der Beilegung des Streikes in der Werstindustrie dienen sollen, im Reichsarbeitsministerium unter dem Vorsig des als Sonderschlichter bestellten Ministerialrates Dr. Grabein begonnen.

Brandkatastrophe in Berlin.

Berlin. Gegen 11 Uhr Mittwoch morgens ereignete sich in iner Zelluloidfabrik in der Schönleinstraße im Osten Berlins tine schwere Explosion. Bevor die Feuerwehr anrückte, ver­hten die in den dortigen Räumen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, da immer wieder Explosionen auftraten und ihnen der Weg ins Freie durch die verqualmten Treppen ab­geschnitten war, durch die Fenster auf den Hof zu gelangen. Als Die Feuerwehr eintraf, bot sich ihr ein erschütterndes Bild; Denn die meisten Betroffenen waren am Ende ihrer Kräfte. Sie hingen verzweifelt an den Fenstern. Die Feuerwehr brei­tete sofort Sprungtücher aus. Jedoch waren schon vorzeitig verschiedene Personen, deren Kleider Feuer gefangen hatten, abgesprungen. Die Zahl der Toten beträgt bis jetzt 2 und die Der Schwerverletzten 15.

Berlin. Die Brandkatastrophe, die in Berlin in der Schön­Leinstraße stattfand, wird noch ein Nachspiel haben. Es fand an anderen Tage ein Lokaltermin statt, der zur völligen Klä­Tung der Ursache der Brandkatastrophe geführt hat. Es hai bei der Untersuchung ergeben, daß eine junge Arbeiterin, Die erst seit fünf Tagen im Betrieb angestellt ist, die Kata­tophe durch ihren Leichtsinn verursacht hat. Leider ist die be­deffende Arbeiterin bei dem Unglüd selbst so schwer verletzt orden, daß auch an ihrem Aufkommen gezweifelt werden muß. Es hat sich aber weiter gezeigt, daß der Inhaber der Fabrik Radiozubehörteile, Trozki, die notwendigsten Maßnahmen interlassen hat, um einer Brandgefahr vorzubeugen. Infolge= en wird gegen Trotzki ein Strafverfahren wegen fahrlässi­Brandstiftung anhängig gemacht werden.

Die Franzosen verhaften weiter.

Köln. In Koblenz sind kürzlich zwei Beamte der Reichs= Bermögensverwaltung durch französische Geheimpolizisten festge­tommen und in das dortige Militärgefängnis gebracht worden. Handelt sich um mittlere Beamte. Ein dritter Beamter war Bernehmung geladen, ist aber wieder freigelassen worden. die Gründe, die die Franzosen zu der Verhaftung veranlaßt haben, sind unbekannt.

Der jüdamerikanische Konflikt.

Es hat den Anschein, als ob der Kriegszustand zwischen Bo­livien und Paraguay durch Vermittlung der panamerikanischen Konferenz ein schnelleres Ende finden soll, als man nach der Entwicklung der Dinge erwarten durfte. Beide Länder haben jedenfalls plötzlich erklärt, von weiteren Feindseligkeiten ab­sehen zu wollen und darüber hinaus sich sogar bereit gefunden, ihren Streit vor eine panamerikanische Schlichtungskommission zu bringen. Von Paraguay konnte man eine solche Bereit­willigkeit erwarten, bei Bolivien aber kommt diese plötzliche Wandlung doch überraschend, und es wird deshalb wohl richtig sein, daß wie aus Montevideo berichtet wird, der panamerika­nische Schlichtungsausschuß der bolivianischen Regierung gol­dene Brücken gebaut hat.

New York. Nach einigen Tagen schwerer Befürchtungen um den Ausgang des Grenzstreites zwischen Bolivien und Paraguay sollen nach Meldungen aus Washington die Aussichten für eine friedliche Beilegung des Streitfalles wieder gestiegen sein. Die Regierung von Paraguay hat Staatssetrtär Kellogg mitteilen lassen, daß sie bereit sei, die Schlichtung des Streitfalles der zur Zeit in Washington tagenden panamerikanischen Konferenz zu überlassen. Nach weiteren Mitteilungen aus Washington hat auch Bolivien das Vermittlungsangebot der panamerika= nischen Konferenz angenommen.

Annahme des Kellogg- Paktes

im amerikanischen Senat.

Washington. Die außenpolitische Senatskommission nahm mit 15 gegen 1 Stimme eine Entschließung an, durch die der Kommissionspräsident Borah ermächtigt wird, dem Senat die Annahme des Kollegg- Paktes zu empfehlen.

Senatorenwahlen in Danzig.

Danzig, 18. Dez. Der Danziger Volkstag nahm heute die Wahl der Hauptamtlichen Senatoren vor, die nach den Bestim= mungen der Verfassung ein Jahr nach den Volkstag- Neuwahlen erfolgen muß. Zum Präsidenten des Senats wurde Dr. Hein­rich Sahm wiedergewählt. Die Einführung der neugewählten Senatoren findet in der Volkstagssigung am 16. Januar näch­sten Jahres statt.

Staatspräsident Adelung über die Reichsreform.

Staatspräsident Dr. Adelung machte Dienstag vor den Parlamentsjournalisten des hessischen Landtags Ausführungen über Hessen und die Einheitsstaatsfrage". Vorweg wollte er bemerken, daß er Anhänger des Einheitsstaatsgedankens sei. Aber man müsse aus dem Stadium schlagwortähnlicher For­mulierungen heraus, die feineswegs immer klare und noch weniger einheitliche Begriffe decken. Deshalb habe er es auch nicht für seine Aufgabe gehalten, in dem Referat, das er auf der Oktobertagung des Verfassungsausschusses der Länderkon­ferenz erstattete, theorethische Bekenntnisse abzulegen, sondern versucht, in sachlichen Erörterungen darzutun, wie wir unter den gegebenen Verhältnissen einem einheitlichen, zweckmäßiger gegliederten Deutschland näher kommen können.

Staatspräsident Adelung wies dann darauf hin, daß die Aufgabe des 1. Unterausschusses, dem er angehöre, und der Vorschläge über die territoriale Umgliederung des Reiches zu machen habe, eine sehr schwierige sei. Es sei zu wünschen, daß sich auf diese Weise auch im Rhein- Mainischen Gebiet, wo die Verhältnisse besonders kompliziert lägen, eine Regelung finden lasse, die sowohl dem gesamtdeutschen Interesse, wie auch dem der beteiligten Bevölkerung gerecht werde.

Ein Vorschlag allerdings, wie ihn z. B. der Luthersche ,, Bund zur Erneuerung des Reiches" mache, der einfach Preu­ßen, einige norddeutsche Länder und Hessen zu Reichsland er­flären wolle und damit etwa 7 Millionen deutscher Staats­bürger, die bisher ihre Angelegenheiten selbst verwaltet haben,

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plak­vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.

Nummer 100

Frankreichs Politique d' Expansion" auf dem Rhein.

Deutsche Arbeiter in französischen Diensten.

Der französische Minister der öffentlichen Arbeiten hat un­längst an die französische Reederei- Vereinigung in Straßburg eine Zuschrift folgenden Inhalts gerichtet: Der jüngste Streif, der vom 1. Mai bis 19. Juni 1928 die gesamte deutsche Rhein­schiffahrtsflotte stillgelegt hat, hat den Beweis erbracht für die Kraft und die Lebensfähigkeit der Organisation, welche un= ser Land auf dem Rhein sich zu schaffen verstanden hat. Die­ses hervorragende Resultat, das den schlagenden Beweis er­bringt, für den Wert der von Frankreich auf d. Rhein verfolgten ,, Politique d' Expansion, ist der Lohn für die Bemühungen der französischen Rheinschiffahrt, und macht ihrem Unternehmungs­geiste alle Ehre. Jm Namen der französischen Regierung bitte ich Sie, den französischen Reedereien meine herzlichsten Glück­wünsche für das Gelingen des großen Werkes auszusprechen."

Dazu bemerkt Der Deutsche Dekonomist", Wochenschrift für Wirtschafts- und Finanzfragen, in Nr. 47 vom 22. 11: Das erwähnte glänzende Ergebnis für die französischen Reedereien ist weniger durch ihre eigene Leistungsfähigkeit und Tüchtig­keit, als dadurch herbeigeführt worden, daß die deutschen Löhne in der Rheinschiffahrt schließlich bis zu 40 Prozent über denen der ausländischen wettbewerbenden Schiffahrtsunternehmungen lagen und es ist fast tragisch anzusehen, daß die unter fran­zösischer Flagge fahrenden Fohrzeuge zu einem großen Pro­zentsatz mit deutschem Personal besetzt sind, das sich mit dem niedrigeren französischen Lohnsatz zufrieden erklärt und nun unter den verschlechterten sozialen Arbeitsbedingungen Arbeit fucht und findet, wirklich ein Warnungszeichen, wie es deut licher kaum aufgerichtet werden kann, dafür, daß es Gren­zen gibt, über die die Gewerkschaften ihren Lohnbogen nicht spannen dürfen, ohne ihre eigenen Leute schwerstens zu schä­digen.

Und ein weiteres Zeichen: Die Erklärung des preußischen Handelsministers über den deutschen Bergbau, wenn er aus: führte, daß der englische Bergbau seit dem dortigen Streife die Arbeitszeit verlängert und die Löhne um 13,5 Prozent ver­kürzt hat, so daß bei uns die Arbeitszeit jetzt eine halbe Stunde fürzer ist als in England, während der Lohn um 16 bis 18 Prozent gestiegen sei; eine Lohnherabsehung wie in England, so führte der Minister aus, würde sich aber die deutsche Berg­arbeiterschaft nicht gefallen lassen, deshalb bleibe nur die Stillegung übrig. Und bei alledem spricht der Vorwärts im= mer nur vom Klassenkampfgeist in der Arbeitgeberschaft, vom Scharfmachertum der Unternehmer, von einem Kampf der Ar­beitgeber gegen die Arbeiter, gegen den Staat, gegen das Schlich­tungswesen, nur um die Gewinnrate nicht fürzen zu lassen.

Erwerbslosengelder am Spielhöllentisch.

Essen. Vor dem Essener Schöffengericht ist in dem Verfahren gegen einen Spielhöllenbetrieb nach den Presseberichten( Essener Allgemeine Zeitung) von zahlreichen als Zeugen vernommenen Frauen ,, bitterliche Klage" darüber geführt worden, daß ihre Ehemänner das Geld zum großen Teil in Glücksspielen ver­lören. Am Donnerstag würde der Spielhöllenbetrieb mit Vor­liebe eröffnet, weil das der Tag ist, an dem die Erwerbslosen= gelder ausbezahlt werden. Dann werde so lange weiterge­spielt, bis das Geld alle sei. In dem Gerichtsbericht hat der Verfasser auf Grund der Zeugenaussagen noch angemerkt: Mit Vorliebe betätigen sich in der Spielhölle die Erwerbs­losen; eine Erscheinung, die man in ähnlichen Fällen schon so oft erlebt hat. Wie ein Zeuge befundete, ist die Spielwut jo groß, daß sich die Glüdsspieler durch nichts abschreden lassen. Kaum war die Spielhölle ausgehoben, da fanden sich auch schon wieder in demselben Raume Spieler ein." Das Gericht nahm den Spielhöllenbesitzer in die empfindliche Strafe von drei Mo­naten Gefängnis. Der Vorfall wirft ein bezeichnendes Licht auf Zeiterscheinungen, denn so verwerflich der auf den Fang von Erwerbslosen eingestellte Glücksbetrieb" ist, so unver­ständlich ist das unverantwortliche Einsetzen von Erwerbslosen= geldern am Spieltisch, die dem Haushalt entzogen werden.

in einem zentraliſtiſch organisierten Gebilde zusammenfasse, sei Verbot der Weihnachtsfeier in Rußland.

sowohl vom hessischen wie vom gesamtdeutschen Standpunkte abzulehnen. In der Frage der Verreichlichung der Justiz stehe er persönlich auf dem Standpunkt, daß die Uebertragung auf das Reich zweckmäßig sei. Die hessische Regierung habe den festen Willen, sich bei der Lösung des Problems der Reichs­reform nicht von partikularistischer Engherzigkeit leiten zu las= sen, sondern als Leitmotiv die Interessen Gesamtdeutschlands in den Vordergrund zu stellen. Dabei werde aber die Sorge nicht zurücktreten dürfen, die ihr anvertrauten fulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Bevölkerung so sorgsam wie möglich in den Rahmen des Ganzen einzubetten.

Reichstagsabgeordneter Dingelden

hat sein Mandat als hessischer Landtagsabgeordneter niederge­legt. Abg. Dingelden scheidet mit dieser Mandatsniederlegung keinesfalls aus der hessischen Politik aus, da er nach wie vor Landesvorsitzender der Hessischen Deutschen Volkspartei bleibt. Für Abg. Dingelden wird im hessischen Landtag Bäderober: meister Kunkel aus Worms nachrücken.

Kowno. Wie aus Moskau gemeldet wird, haben gestern die tommunistischen Organisationen in ganz Rußland Rundgebungen gegen die Feier des bevorstehenden Weihnachtsfestes veranstal= tet. Es wurde verlangt, daß am Heiligabend und an den Weih­nachtsfeiertagen sämtliche Fabriken und Industrien arbeiten sollen. Die Regierung wurde aufgefordert, sofort Maßnahmen gegen das Fällen von Weihnachtsbäumen zu ergreifen und ein entsprechendes Verbot zu erlassen. Man rechnet damit, daß die Regierung bereits in den nächsten Tagen eine derartige Ver­fügung erlassen wird und das Schneiden von Weihnachtsbäumen verbietet, weil dies die Wälder zu schädigen geeignet sei. Sämtliche Theater werden auf Befehl der kommunistischen Par­tei an den Weihnachtstagen und am Heiligabend genau jo spie­len, wie an den übrigen Tagen.

Jeder kluge Geschäftsmann

benutze die überall beliebten Reichssteuer- Kaffebücher von Albin Klein, Gießen.